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Blattläuse bekämpfen Garten-Tipp

Blattläuse bekämpfen

Ihre Pflanzen sind von Blattlaus-Kolonien bevölkert? Mit diesen Hausmitteln und Tipps bekommen Sie die Plage auf natürliche Weise in den Griff.

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Blattläuse: Aussehen, Schadbild und was gegen sie hilft

Zur Familie der Blattläuse (Aphidoidea) gehören zahlreiche Gattungen. Haben sie sich im Garten oder Gewächshaus etabliert, kommt es schnell zu einer deutlichen Vermehrung. Viele Gewächse kann die kleine Laus dann schädigen. Grund genug, sie effektiv zu beseitigen.

In diesem Beitrag erfahren Sie, woran Sie Blattläuse erkennen, was Sie bei der Bekämpfung beachten müssen und wie Sie einem Befall vorbeugen. Außerdem zeigen wir Ihnen elf Hausmittel als wertvolle Tipps gegen Blattläuse.

Aussehen: Daran erkennen Sie Blattläuse

Auf der gesamten Welt gibt es verschiedenste Blattläuse Arten. Etwa 800 von ihnen finden sich auch in Mitteleuropa und machen Gartenfreunden das Leben schwer. Wie eine Blattlaus genannt wird, kann bereits wertvolle Hinweise auf ihr bevorzugtes Wirtsspektrum liefern.

Haben Sie einen möglichen Befall entdeckt, unterziehen Sie die Blattläuse einer Artenbestimmung. So wissen Sie genau, wo sich der Schädling gerne aufhält. Optisch sind die Läuse sehr variabel. Sie werden etwa einen bis zwei Millimeter groß und erscheinen in den unterschiedlichsten Farben. So können schwarze Blattläuse genauso vorkommen wie rote, gelbe, grüne, braune oder weiße Blattläuse. Selbst fliegende Blattläuse treten in unseren Gärten auf.

Die Insekten lassen sich auch daran erkennen, dass sie gerne in Kolonien an Pflanzen auftauchen. Dabei sitzen sie dicht gedrängt an den Trieben, was eine Identifikation umso leichter macht.

Lebensweise der Blattläuse

Diese Laus gehört genau wie Schnecken zu den häufigsten Schädlingen im Garten. Gut also, wenn Sie sich vorab mit ihren Gewohnheiten auseinandersetzen und verstehen, wie sich Blattläuse bei der Vermehrung verhalten. In diesem Blattläuse Steckbrief zur Lebensweise finden Sie alles, was Sie benötigen.

Üblicherweise beginnt die Hauptsaison der Blattlaus im Frühling und endet im Herbst. Gerade die ersten Monate, in denen es langsam wärmer wird, sind für diesen Schädling wertvoll, weswegen es hier häufiger zu einem Befall kommt. Das liegt daran, dass Blattläuse Eier legen, die im Garten überwintern. Das Bemerkenswerte daran: mehr Eier als diese braucht es nicht, um riesige Kolonien zu erzeugen.

Die Blattläuse Fortpflanzung nämlich erfolgt per Parthenogenese. Das bedeutet, dass sich die Weibchen ganz ohne Eiablage klonen können. Bei guten Bedingungen schafft es ein Weibchen pro Tag fünf neue Insekten zu generieren. Die Entwicklung dauert anschließend rund zwei Wochen. Und auch wenn die Winzlinge nur wenige Wochen lang leben, produzieren sie doch viele Nachkommen.

Der Überlebenswille der Schädlinge ist wahrhaft imposant: so ist es diesen sogar möglich, zu mutieren. Aus einem Tier ohne Flügel kann also durchaus geflügelter Nachwuchs hervorgehen. Das Umfeld entscheidet über mögliche Anpassungsleistungen. Und kann der Schädling fliegen, sind schnell neue Pflanzen betroffen.

Schadbild und Folgen eines Befalls durch Blattläuse

Der Befall mit Blattläusen gestaltet sich oft ähnlich: binnen kurzer Zeit gelangen ganze Völker kleiner Tierchen vor allem auf frische und neue Triebe vieler Pflanzenarten, stechen diese an und ernähren sich von dem Pflanzensaft. Der Schaden an sich ist für die Pflanze in der Regel nicht weiter schlimm, allerdings führen Folgeerscheinungen wie Sternrußtau auf den besiedelten Blättern langfristig zum Blattverlust.

Sternrußtau kann entstehen, da Blattläuse Honigtau ausscheiden. Nicht verwerteter Zucker landet dabei auf den Blättern und bildet einen klebrigen Film, auf dem sich Pilze wohlfühlen. Ein weiteres Problem bei einem Befall ist die mögliche Übertragung von Viren. So können das Tabakmosaikvirus oder das Scharka-Virus für unangenehme Folgeschäden sorgen.

Generell verursachen Blattläuse ein Schadbild, das sich sehr vielgestaltig zeigen kann. Klare Hinweise sind außerdem:

  • Kolonien an Blattunterseiten und Trieben,
  • Kümmerwuchs, 
  • Kräuselungen der Blätter, 
  • Verfärbungen der Blätter, 
  • vertrocknete Blätter 
  • und Blattfall.

Welche Pflanzen Blattläuse bevorzugt befallen

Da es viele Blattlaus Gattungen gibt, ist auch das Wirtsspektrum recht breit gefächert. Besonders häufig zu finden sind Blattläuse an

  • Rosen, 
  • Hibiskus, 
  • Holunder, 
  • Gartenjasmin,
  • Mangold,
  • Engelstrompeten,
  • roten Johannisbeeren,
  • Schneeball
  • und Chilipflanzen.

Selbst im Nutzgarten kommt die Laus nicht selten vor. Die grüne Salatblattlaus (Nasonovia ribisnigri) mag Salate, die Schwarze Bohnenblattlaus (Aphis fabae) Bohnen und die Möhrenwurzellaus (Dysaphis crataegi) sitzt wiederum mit Vorliebe am Ansatz des Möhrengrüns. Weitere Opfer verschiedener Blattläuse sind Erdbeeren, Himbeeren und sogar Apfelbaum und Kirschbaum.

Unangenehm ist gleichermaßen die Grüne Pfirsichblattlaus (Myzus persicae), die während des Frühlings vornehmlich auf Pfirsichbäumen lebt und sich später neue Wirte sucht. Dabei schätzt sie Gemüsegewächse, weswegen auch Paprika und Zucchini Blattläuse aufweisen können. Gurken sind ebenfalls nicht sicher vor der Plage. Blattläuse an Gurkenpflanzen gehören häufig zur Gattung der grünen Gurkenblattlaus (Aphis Gossypii).

Doch damit noch nicht genug: die Grüne Erbsenblattlaus (Acyrthosiphon pisum) befällt Erbsenpflanzen. Überraschenderweise handelt es sich hierbei oft um rote Blattläuse. Zu guter Letzt kann die Mehlige Kohlblattlaus (Brevicoryne brassicae) im Garten vor allem an Blumenkohl vorkommen.

Eine stark anziehende Wirkung auf die Läuse hat grüne Farbe. Dies ist wichtig zu wissen, wenn es um bevorzugte Pflanzen geht. Somit haben Blattläuse auch

  • Petersilie, 
  • Basilikum, 
  • Minze, 
  • Kapuzinerkresse 
  • und Liebstöckel

gerne. Des Weiteren sind Blattläuse an Zimmerpflanzen und im Ziergarten häufiger vertreten. So kann Oleander Blattläuse aufweisen, aber auch an

  • Petunien,
  • Dipladenia,
  • Palmen,
  • Liguster,
  • Efeu,
  • Clematis,
  • Orchidee
  • und Bambus

kommen sie durchaus vor. Im Garten kann es hilfreich sein, statt grüner Salate rotblättrige Varianten zu kultivieren. Hier entfällt die anziehende Wirkung. Ferner gibt es verschiedene Gewächse, die eine gewisse Toleranz oder Resistenz aufweisen. Blattläuse an Himbeeren kommen beispielsweise bei Sorten wie Rutrago, Rucami, Willamette und Rumiloba seltener vor.

Blattläuse vorbeugen: Das können Sie tun

Präventive Hilfe gegen Blattläuse ist wertvoll. Grundsätzlich gilt: geschwächte Pflanzen sind anfälliger für Erkrankungen und Schädlingsbefall. Gerade bei Ziersträuchern mit üppigem Blütenflor wie Hibiskus, Gartenjasmin sowie Edel- und Beetrosen ist eine ausreichende Versorgung und Pflege essenziell, da sehr viel Kraft in die enorme Blütenpracht investiert wird und es dadurch schnell zu Mangelerscheinungen kommen kann. Wir zeigen acht Maßnahmen zum Blattläuse vorbeugen:

Stämme gründlich säubern

Zum Ende der Saison hin platzieren die Schädlinge ihre Eier gut versteckt an Gehölzen. Vor allem Baumrinde ist ein beliebter Platz. Bürsten Sie die Stämme daher gründlich ab, bevor sie den Weißanstrich vornehmen. So entfernen Sie sowohl Eier als auch überwinternde Exemplare.

Im Winter mit Pflanzenöl spritzen

Setzen Sie pflanzenölhaltige Präparate als vorbeugendes Mittel gegen Blattläuse im Winter ein. Das Öl legt sich wie ein Film auf die überwinternden Eier und unterbindet die Sauerstoffzufuhr. Somit stirbt die nächste Generation ab.

Fachgerecht düngen

Starke Pflanzen haben Schädlingen mehr entgegenzusetzen. Düngen Sie deswegen sorgfältig und fachgerecht. Unerlässlich ist es, auf zu hohe Stickstoffgaben zu verzichten, da das Pflanzengewebe hierdurch weich werden kann, sodass der Saft leichter zugänglich ist. Bei der Düngung sollten Sie die individuellen Bedürfnisse der Gewächse, den PH-Wert des Bodens sowie den passenden Zeitpunkt und die entsprechende Dosierung berücksichtigen.

Mischkulturen anlegen

Welche Pflanzen mögen Blattläuse nicht? Diese Frage ist wichtig, wenn es darum geht, Blattläuse zu vertreiben und abzuhalten. In Mischkulturen können Sie sich den abschreckenden Effekt einiger Gewächse wie

  • Lavendel,
  • Bohnenkraut,
  • Thymian,
  • Rosmarin,
  • Ysop
  • und Salbei

zunutze machen. Auf natürlichem Wege wirken die Pflanzen gegen Blattläuse und können einen Befall somit verhindern.

Abgesehen davon sind Mischkulturen auch für die Pflanzengesundheit von großer Bedeutung. Blattläuse im Hochbeet kommen häufiger vor, wenn zu wenig Abwechslung vorherrscht. Mit abschreckenden Gewächsen in der Mischkultur beugen Sie einem Überlaufen der Laus auf weitere Pflanzen vor. Achten Sie zudem auf große Abstände zwischen Wirtspflanzen und platzieren Sie Reihen nicht mit der Hauptwindrichtung. So können die Tiere nicht mit dem Luftstrom auf andere Gewächse gelangen.

Optimalen Standort wählen

Ein probates Mittel gegen die Schädlinge ist schon die Wahl des Standortes Ihrer Pflanzen. Je wohler sich ein Gewächs in Ihrem Garten fühlt, desto widerstandsfähiger ist es. Sorgen Sie folglich dafür, dass die Bedürfnisse im Hinblick auf Licht, pH-Wert und Bodenbeschaffenheit befriedigt werden. Maßnahmen zur Bodenverbesserung sind ebenfalls ratsam.

Luftfeuchtigkeit erhöhen

Erhöhen Sie zum Schutz die Feuchtigkeit rund um die Pflanzen. Auch im Zimmer können Blattläuse Orchideen weniger wahrscheinlich befallen, wenn Sie diese regelmäßig mit Wasser besprühen.

Für Ordnung sorgen

Zur Überwinterung nutzen die Läuse nicht nur Baumstämme, sondern auch abgestorbene Pflanzenteile sowie Gehölze. Daher sollten Sie die Eier und Blattläuse entfernen, indem Sie Erntereste gründlich beseitigen und Pflanzen im Frühjahr großzügig zurückschneiden.

Schachtelhalm-Extrakt vorbeugend verwenden

Die in Schachtelhalm-Extrakt enthaltene Kieselsäure ist ein beliebtes Stärkungsmittel für Pflanzen. Sprühen Sie gefährdete Gewächse einmal in der Woche damit ein, fällt es den Störenfrieden schwer, an den Saft zu gelangen.

Blattläuse mit Nützlingen natürlich bekämpfen

Wie viele andere Schädlinge haben Blattläuse natürliche Feinde. Bieten Sie diesen ein Zuhause und installieren Sie Nützlingshäuser und Insektenhotels in Ihrem Garten. Wollen Sie Blattläuse bekämpfen, helfen diese fünf Nützlinge:

1. Marienkäfer und dessen Larven

Wir empfehlen Ihnen Marienkäfer gegen Blattläuse einzusetzen, da dieser einen ihrer effektivsten Fressfeinde darstellt. Noch besser gelingt die Bekämpfung, wenn Sie Marienkäferlarven platzieren. Diese fressen pro Tag bis zu 800 der kleinen Läuse, während adulte Tiere „nur“ auf 150 pro Tag kommen.

Tipp: Sollen gegen Blattläuse Marienkäfer zum Einsatz kommen, müssen Sie vorab etwas gegen Ameisen in Ihrem Garten tun. Diese könnten der Bekämpfungsmaßnahme sonst entgegenwirken.

2. Ohrwürmer

Das Anlocken von Ohrenkneifern lohnt sich ebenfalls, wenn Sie Blattläuse natürlich bekämpfen wollen. Stellen Sie mit Holzwolle gefüllte Blumentöpfe mit der Öffnung nach unten nahe betroffener Gewächse auf, danken es Ohrwürmer Ihnen mit dem Verspeisen der lästigen Plagegeister.

3. Florfliegenlarven

Ab einer Temperatur von rund zwölf Grad Celsius lassen sich Florfliegenlarven als Nützlinge gegen Blattläuse einsetzen. Vor allem wenn Sie Blattläuse im Gewächshaus haben, ist diese Maßnahme ratsam, denn die Larven kommen auch in dieser Umgebung bestens zurecht. Sobald sie ausgewachsen sind, fliegen die Florfliegen ins Freie und müssen ersetzt werden.

Das Schöne an Florfliegenlarven ist, dass sie nicht nur für Blattläuse Fressfeinde darstellen, sondern auch Thripse, Wollläuse und Spinnmilben vertilgen.

4. Schlupfwespen

Sollen Schlupfwespen gegen Blattläuse helfen, müssen sie den Gattungen Aphidius colemani oder Aphidius ervi angehören und bei Temperaturen ab 15 Grad Celsius eingesetzt werden. Weibliche Tiere parasitieren die Schädlinge, indem sie ihre Eier direkt hineinlegen. Nach etwa zwei Wochen schlüpft die adulte Schlupfwespe und kann erneut gegen die Plage vorgehen. Eine Wespe reicht aus, um rund 200 Blattläuse zu vernichten.

5. Gallmücken

Blattläuse beseitigen Sie an Dauerkulturen im Gewächshaus besonders effektiv mit der Gallmücke. Das Gewächshaus ist deshalb ein guter Ort, da die Nützlinge es gerne hell und feucht haben. Die Puppen bringen Sie unkompliziert aus. Sie gelten als besonders effektiv gegen grüne Blattläuse, die gerne an Gurken sitzen.

Gut zu wissen: Nützlinge sind hervorragende natürliche Mittel gegen Blattläuse. Daher tun Sie gut daran, Ihren Garten möglichst naturnah zu gestalten (passende Pflanzen für Ihren persönlichen Naturgarten finden Sie in der verlinkten Rubrik). Durch das Anlegen von Totholzecken und ein artenreiches Blühpflanzenangebot gewährleisten Sie optimale Bedingungen für eine stabile Population.

Blattläuse bekämpfen: Die 11 besten Hausmittel

Hat sich die Plage erst einmal etabliert, sollten Sie Blattläuse bekämpfen. Zur Chemiekeule müssen Sie jedoch nicht greifen, da es viele gute Hausmittel gegen Blattläuse gibt, deren Einsatz leicht gelingt. Wir stellen Ihnen elf Maßnahmen vor:

1. Knoblauch

Knoblauch gegen Blattläuse können Sie auf unterschiedliche Weise einsetzen. Bei einem leichten Befall genügt es, eine Zehe in geschältem Zustand bis zur Hälfte in die Erde nahe des Pflanzenstiels zu stecken. Die Tiere vertragen die enthaltenen Öle nicht. Hat sich der Befall bereits verstärkt, sprühen Sie die Pflanze mit Knoblauchsud ein.

Rezept für Knoblauchsud

Geben Sie drei geschälte und gewürfelte Knoblauchzehen in ein verschließbares Gefäß und füllen Sie dieses mit einem Liter Wasser. Anschließend muss der Sud rund zwei Wochen lang ziehen. Mit einer Sprühflasche benetzen Sie die Pflanze nun großzügig und sollten dabei vor allem die Unterseiten der Blätter sowie die Stielansätze behandeln.

2. Oregano-Sud

Oregano gegen Blattläuse zeigt ebenfalls in Form eines Suds seine Wirkung. Rund zehn Gramm des getrockneten Krauts vermischen Sie hierfür mit einem Liter aufgekochtem Wasser. Nach dem Abkühlen filtrieren Sie den Sud und verdünnen ihn im Verhältnis 1:3 mit Wasser. Diese Mischung sprühen Sie gründlich auf die Pflanze auf.

3. Milch-Wasser-Gemisch

Möchten Sie mit Milch gegen Blattläuse vorgehen, mischen Sie diese im Verhältnis von 1:2 mit Wasser und sprühen es auf die Pflanze. Doch warum tötet Milch Blattläuse? Grund für diese Wirkung ist die enthaltene Milchsäure. Sie greift den Körper der Schädlinge an und führt so zu deren Tod.

4. Kali-Seifenlauge

Bei Kaliseife handelt es sich um eine Art Schmierseife, die gegen Blattläuse hilft. Damit das klappt, müssen Sie zunächst eine Lauge ansetzen und diese auf die betroffenen Stellen sprühen. In der Seife enthalten sind Leinöl sowie Kaliumhydroxid, die gemeinsam antiparasitär wirken. Größeren Insekten schadet sie aber nicht.

Vorsicht: Empfindliche Pflanzen mit feinem Laub können durch die Behandlung mit Seifenlauge gegen Blattläuse geschädigt werden. Testen Sie das Mittel daher vorab an einer kleinen Stelle auf Verträglichkeit.

Rezept für Kali-Seifenlauge

Ein natürliches Mittel gegen Blattläuse bereiten Sie aus 20 Gramm der Seife und einem Liter lauwarmem Wasser zu. Die Mischung muss gerührt werden, um die Seife zu lösen und steht danach sofort zum Auftragen bereit.

5. Zwiebel-Sud

Als bestes Mittel gegen Blattläuse bei Rosen gilt Zwiebel-Sud. Er tötet die Schädlinge und erweist sich als angenehm schonend für die Pflanze. Die Brühe sprühen Sie nach der Zubereitung flächig und nicht zu sparsam auf die Pflanze auf und benetzen vor allem die begehrten Lausverstecke.

Rezept für Zwiebel-Sud

Eine Gemüsezwiebel schneiden Sie zunächst in Würfel und kochen diese mit etwa einem Liter Wasser gut auf. Sofort nachdem das Wasser zu kochen beginnt, stellen Sie die niedrigste Temperatur ein und geben dem Sud etwa 30 Minuten Zeit. Durch behutsames Köcheln lösen sich die wertvollen Stoffe aus der Zwiebel. Ist die Brühe abgekühlt, entfernen Sie die Zwiebelstücke und verwenden die Flüssigkeit unverdünnt.

6. Brennnessel-Sud

Sowohl die Duftstoffe als auch weitere Substanzen aus Brennnesseln wirken der Plage entgegen. Brennnesseljauche oder Brennnesselsud gegen Blattläuse eignet sich für den Einsatz an Zier- sowie Nutzpflanzen. Sie können damit Blattläuse an Tomaten genauso bekämpfen wie an Oleander oder Schneeball.

Rezept für Brennnessel-Sud

Pflücken Sie etwa einen halben Eimer voll frischer Brennnesselblätter und übergießen Sie diese mit frischem Wasser. Der Sud muss nun etwa 48 Stunden an einem schattigen und nicht zu warmen Platz ruhen. Um Verunreinigungen zu vermeiden, schützen Sie die Öffnung mit einem Netz. Nach dem Ziehen wird die Flüssigkeit von den Blättern getrennt und unverdünnt weiterverwendet. Brennnessel gegen Blattläuse sprühen Sie am besten vollflächig auf.

7. Schwarzer Tee

Als ohnehin bewährtes Hausmittel hilft auch Schwarzer Tee gegen Blattläuse. Die enthaltenen Gerbstoffe kosten den Schädlingen zügig das Leben. Alles, was Sie tun müssen, ist zwei Teebeutel in einem halben Liter Wasser aufzukochen und etwa eine Viertelstunde lang ruhen zu lassen. Nach dem Abkühlen sprühen Sie ihn auf die Pflanze. Die Blattläuse tötet Schwarzer Tee, Pflanzen jedoch kann er nichts anhaben. Daher können Sie empfindlichere Gewächse ebenso damit behandeln.

8. Rapsöl-Gemisch

Ein probates Mittel gegen Blattläuse ist Rapsöl. Das Öl wirkt auf zweierlei Weisen: einerseits sorgt es dafür, dass die Quälgeister den Halt verlieren, andererseits legt es sich auf deren Atemöffnungen und erstickt sie. Pur anwenden sollten Sie Rapsöl gegen Blattläuse aber nicht.

Vorsicht: Das Blattläuse Bekämpfen mit Rapsöl gelingt zwar gut, wird allerdings nicht von allen Pflanzen vertragen. Vor allem empfindliche Exemplare sollten deswegen zuvor an einer kleinen Stelle testweise mit dem Mittel benetzt werden. Warten Sie vor der weiteren Behandlung, ob sich Schäden zeigen.

Rezept für Rapsöl-Gemisch

Auf fünf Liter frisches und kaltes Leitungswasser geben Sie für dieses Hausmittel gegen Blattläuse etwa 90 Milliliter Rapsöl. Um das Emulgieren zu erleichtern, fügen Sie außerdem etwas Spülmittel hinzu und rühren kräftig durch. Mit einer Pflanzenspritze tragen Sie die Mixtur dann auf. Eine Wiederholung nach etwa einer Woche bietet sich an, wenn Sie nicht alle Blattläuse mit dem Rapsöl Rezept erwischt haben.

9. Spülmittel

Spülmittel gegen Blattläuse zu nutzen, ist ein cleverer Schachzug. Es macht die Oberfläche der Pflanzen so rutschig, dass die Läuse herunterfallen und erstickt sie zusätzlich. Als vergleichsweise schonendes Mittel eignet sich Spüli gegen Blattläuse auch für den Einsatz an Rosen und Orchideen.

Um Blattläuse mit Spülmittel zu beseitigen, mischen Sie fünf Milliliter Spüli mit 500 Millilitern kaltem Wasser und vermengen beides durch kräftiges Rühren miteinander. In eine Sprühflasche gefüllt lässt sich die Lösung leicht auf die Pflanze auftragen. Eine Wiederholung nach wenigen Tagen kann nötig sein.

9. Kartoffelwasser

Beim Kochen von Kartoffeln fällt üblicherweise Kochwasser an. Dieses schütten Sie besser nicht weg, denn mit ihm können Sie Blattläuse biologisch bekämpfen. Vor allem im Gewächshaus empfiehlt sich diese Maßnahme, wenn der Befall noch nicht zu stark ist. Pflanzen werden rundum mit dem Wasser eingesprüht, eine Wiederholung nach wenigen Tagen ist risikofrei möglich.

10. Rhabarberblatt-Brühe

Hat sich die Schwarze Bohnenlaus in Ihrem Garten breitgemacht, hilft Rhabarberblatt-Brühe. Den fertigen Sud sprühen Sie einmal pro Woche auf die betroffenen Pflanzen und kontrollieren den Erfolg zwischendurch gründlich.

Rezept für Rhabarberblatt-Brühe

Kochen Sie ein halbes Kilogramm Rhabarberblätter in drei Litern Wasser auf und lassen die Mischung etwa eine halbe Stunde lang köcheln. Im Anschluss trennen Sie die Blätter von der Flüssigkeit und sprühen diese nach dem Abkühlen auf die befallenen Gewächse.

11. Essig-Mischung

Haben Ihre Rosen Blattläuse, hilft Essig. Ihn sollten Sie jedoch vorab verdünnen, da er sonst zu aggressiv für die Gewächse ist. Vermengt werden 0,5 Liter Branntweinessig mit 4,5 Litern Wasser. Etwas Spülmittel fördert die Effektivität der Lösung zusätzlich. Ist der Befall sehr stark, sollten Sie Essig gegen Blattläuse nach einer Wartezeit von höchstens drei Tagen erneut anwenden. An Jungtrieben verwenden Sie am besten nur die Hälfte der empfohlenen Essigmenge, um diese nicht zu schädigen.

Sich beim Blattläuse Bekämpfen Hausmitteln zu bedienen, lohnt sich. Mit der von uns gezeigten Auswahl sind Sie gut gerüstet gegen die Plagegeister. Weitere Mittel wie Teebaumöl, Neem, Spiritus, Backpulver, Nikotin oder auch Kaffeesatz gegen Blattläuse werden zwar ebenfalls empfohlen, deren Wirkung können wir allerdings nicht mit eigenen Erfahrungswerten untermauern. Stattdessen haben wir noch drei weitere Tipps für Sie:

Abspülen und Aufsammeln

Die Winzlinge können sich nur bedingt an Pflanzen festhalten. Mit einem Wasserstrahl lassen sie sich gut entfernen. Nach der Behandlung sammeln Sie die kleinen Tiere auf und entsorgen sie im Hausmüll. Mit dieser Methode können Sie bei einem geringen Befall Blattläuse loswerden.

Triebspitzen entsorgen

Da sich die Läuse gerne an Trieben und noch jungen Blättern aufhalten, können Sie diese zur Bekämpfung abschneiden. Das Schnittgut beseitigen Sie anschließend im Hausmüll.

Zimmerpflanzen abduschen

Blattläuse auf Zimmerpflanzen lassen sich bei einem geringen Befall gut abduschen. Hierfür schützen Sie die Erde und den Topf mit einer Plastiktüte und bringen die Pflanze in die Waagerechte. Anschließend brausen Sie die Blätter mit einem nicht zu harten Wasserstrahl ab, sodass die Läuse von der Zimmerpflanze fallen. Sollten sich am Folgetag immer noch Schädlinge auf dem Gewächs befinden, kann es einfach noch einmal geduscht werden.

Häufige Fragen zu Blattläusen

Die Blattlaus ist ein so häufig vorkommender Schädling, dass jeder Gärtner früher oder später Bekanntschaft mit ihr macht. Dadurch ergeben sich einige wichtige Fragen, zu denen nicht nur „Was hilft gegen Blattläuse?“ gehört. Wir liefern Antworten:

Warum beschützen Ameisen Blattläuse?

Ameisen und Blattläuse verbindet eine leckere Beziehung. Die Ameisen schätzen deren süßliche Ausscheidungen, daher schützen sie diese gegen Fraßfeinde wie Marienkäfer. Dabei fressen Ameisen Blattläuse eher selten, schließlich wollen sie ihre Nahrungsquelle nicht versiegen lassen. Deshalb melken sie die Läuse stattdessen und erhalten sie so.

Fressen Wespen Blattläuse?

Ja! Auch wenn Wespen im Garten nicht immer beliebt sind, erweisen sie sich als echte Hilfe im Kampf gegen die Schädlinge. Bedenken Sie dies, wenn bei der nächsten Grillfeier eine Wespe als ungeladener Gast erscheint und Sie sich dieser entledigen wollen.

Können Blattläuse fliegen?

Manche Arten und Exemplare sind dazu in der Lage. Oft entwickeln sie Flügel, wenn die Umgebungsbedingungen es erfordern. Das ermöglichen Mutationen, die bei der Klonung erfolgen.

Sind Blattläuse im Salat gefährlich?

Nein! Natürlich sollten Sie jeden Salat vor dem Verzehr gründlich waschen. Bleibt doch einmal eine Laus an ihm hängen und Sie essen diese mit, stellt das aber kein gesundheitliches Risiko dar.

Befallen Blattläuse Menschen?

Nein! Als Wirt ist der Mensch für die Blattlaus denkbar ungeeignet und daher gänzlich unattraktiv.

Fressen Raupen Blattläuse?

Nein! Raupen sind Pflanzenfresser. Es gibt jedoch einige Larven anderer Insekten, die Raupen äußerlich ähneln und sich gerne an den Läusen gütlich tun.

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