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Raupen bekämpfen Garten-Tipp

Raupen bekämpfen

Schmetterlingsraupen haben es auf Ihre geliebten Pflanzen abgesehen! Wir zeigen, welche natürlichen Mittel bei leichtem und starkem Befall helfen.

Raupen: Typisches Schadbild, häufigste Arten und was gegen sie hilft

Jeder kennt und viele lieben sie: Anmutige und verspielte Schmetterlinge, die uns im Sommer erfreuen. Vergessen ist dann, dass diese vor der Verpuppung viel Ärger bereitet haben, immerhin ernähren sich Raupen von Blattwerk jedweder Form. Nicht selten hinterlassen sie dabei eine Spur der Verwüstung. In der Regel überstehen Bäume, Sträucher und Stauden diesen Kahlfraß und treiben nach kurzer Zeit wieder aus. Um einem Befall trotzdem Herr zu werden, sollten Sie wissen, wie sich Raupen bekämpfen lassen.

Wir zeigen Ihnen in diesem Ratgeber, wie sich das Schadbild äußert und welche Arten in Gärten vorkommen. Außerdem haben wir neun hilfreiche Tipps (vier Maßnahmen + fünf Hausmittel) zusammengestellt, wie Sie biologisch gegen sie vorgehen können.

Schadbild von Schmetterlingsraupen

IMG_3039-wsDiese Schädlinge ernähren sich von allerlei Pflanzen und ihren Teilen. Daher ist es nicht einfach, einen Befall gezielt zu behandeln, denn theoretisch ist der gesamte Garten ein potenzielles Buffet. Dementsprechend kann es vorkommen, dass Sie Raupen im Apfelbaum bekämpfen und zeitgleich weitere Gewächse wie Tomaten, Kohlsorten und Johannisbeeren im Auge behalten müssen.

Das Schadbild zeigt sich anhand unterschiedlicher Zeichen. Hierzu gehören Fraßspuren an Blättern, von denen in einigen Fällen lediglich die Blattrippen übrig bleiben. Auch schreitet die Schädigung zügig fort, weshalb sich ein Raupenbefall im unbehandelten Zustand negativ auf das optische Erscheinungsbild Ihres Gartens und das Wachstum von Pflanzen auswirken kann.

Verursacher der Schäden sind Raupen verschiedener Schmetterlingsarten, die nach der Ablage von Eiern schlüpfen und sich sofort auf die Suche nach Nahrung begeben. Ein klares Signal für einen Befall sind Raupenkot auf dem Boden nahe der Pflanze und die Raupen selbst. Sie hängen oft gut versteckt unter dem Blattwerk und tarnen sich meisterhaft. Deswegen sollten Sie auch dann Maßnahmen ergreifen, wenn sich kein Tierchen, sondern nur das Schadbild zeigt.

Raupenarten unterscheiden

Eine Raupenart alleine ist meist nicht für den Befall verschiedener Pflanzen verantwortlich. Zeigt sich das vorher genannte Schadbild an unterschiedlichen Gewächsen, sind vermutlich mehrere Sorten am Werk. Raupen im Garten zu behandeln, erfordert aus diesem Grund ein wenig Wissen rund um die bevorzugten Pflanzen der häufigsten Arten.

Um diese besser erkennen zu können, finden Sie nachfolgend Informationen zu den sechs verbreitetsten Gattungen.

Kleiner Kohlweißling

XXX114593173_mHinter dem Kleinen Kohlweißling verbirgt sich ein Schmetterling, der in Mitteleuropa sehr oft zu sehen ist. Nach der Eiablage schlüpfen maximal 25 Millimeter lange Raupen mit grüner Grundfarbe und gelben Streifen. Der Falter selbst wird später hellgelbe Flügel tragen. Zwischen März und November kann ein Kohlweißling für die Erzeugung von rund vier Generationen sorgen. Im Winter überleben die Puppen gut geschützt unter der Erde.

Raupen des Kohlweißlings entfernen müssen Sie vor allem an Pflanzen, die diese Gattung schätzt. Dazu zählen Kapuzinerkresse und Kohl jeder Sorte. Vor Kohlköpfen macht der Schädling ebenfalls nicht Halt. Sitzen die Raupen an Kohlrabi, sollten Sie sie zügig beseitigen, um ein Vordringen in die Knollen zu verhindern. Gleiches gilt für Weißkohl, Grünkohl und Rosenkohl.

Großer Kohlweißling

XXX20735724_mAnders gefärbt als der Kleine Kohlweißling und ebenfalls ein Tagfalter ist der Große Kohlweißling. Unterscheiden können Sie die beiden am Rand ihrer Flügel, denn dieser ist beim Großen Kohlweißling dunkler. Drei neue Generationen kann dieser Falter zwischen März und Oktober produzieren. Nach dem Schlüpfen zeigen sich die Raupen mit bis zu 40 Millimetern Länge und dunklen Punkten deutlich anders als die des kleinen Verwandten.

Stark betroffen von einem möglichen Befall sind Kreuzblütler und erneut Kohl. Vor allem während der Sommermonate kann der Nachwuchs für verheerende Fraßschäden sorgen. Die Raupen des Großen Kohlweißlings zu beseitigen, ist daher sehr wichtig.

XXXa7293781_mKohlschabe

Die Kohlschabe wird auch als „Kohlmotte“ bezeichnet, da es sich bei diesem Falter biologisch gesehen um eine Halbmotte handelt. Ihre Raupen erreichen eine Länge von bis zu neun Millimetern, tragen ein satt grünes Gewand und sind später anhand ihres braunen Kopfes gut zu erkennen. In Mitteleuropa sind die angehenden Kohlschaben im Sommer häufig zu sehen. Sie bevorzugen Kreuzblütler und Kohl. Die Raupen sind dabei so hungrig, dass oft nur noch Skelette des Blattwerkes übrig bleiben.

Gammaeule

XXX32257111_mEin graubrauner Nachtfalter namens Gammaeule (Kohleule) produziert Raupen mit grüner oder bräunlicher Färbung und hellgelbem Streifenmuster. Anders als die bisher genannten Arten bevorzugen diese Schädlinge nicht nur Gemüsekohl, sondern gleichermaßen krautige Gewächse, Tomaten sowie Salat und machen auch vor weiteren Zierpflanzen nicht Halt.

Besonders aktiv sind sie in den Monaten Juni bis Oktober, während dieser Zeit sollten Sie unbedingt gegen die Gammaeulen Raupen vorgehen.

Kleiner Frostspanner

XXX19825723_mGenau wie die Gammaeule ist der Kleine Frostspanner ein nachtaktiver Falter. Bei dieser Gattung können nur die braun gefärbten Männchen fliegen, während Weibchen ausschließlich krabbeln. Der Kleine Frostspanner schlüpft während der Herbstmonate und legt seine Eier in Kuhlen auf der Rinde von Bäumen ab. Aus ihnen schlüpfen im Frühling Raupen, die sich an dem ausgewählten Wirtsbaum gütlich tun.

Müssen Sie an einem Apfelbaum Raupen beseitigen, handelt es sich möglicherweise um jene des Kleinen Frostspanners.

Kohlzünsler

Den Namen „Zünsler“ kennen Sie vielleicht bereits vom gefürchteten Buchsbaumzünsler, doch auch der Kohlzünsler hat es in sich. Hellbraune Flügel mit Flecken und eine Spannweite von rund 33 Millimetern sind seine Erkennungszeichen.

Um gegen den Kohlzünsler erfolgreich zu sein, müssen Sie kleine grüne Raupen bekämpfen, die Rauke, Kreuzblütler und Kohl zu schätzen wissen. Der Kohlzünsler und seine Abkömmlinge sind zwar eher selten, dennoch ist es gut, sie zu kennen, um bei einem eventuellen Befall die richtigen Schritte zu ergreifen.

Von Fernhalten bis Aufsammeln: 4 Maßnahmen, um Raupen natürlich zu bekämpfen

  1. Einsatz von Schutznetzen: Eine der besten Lösungen, um einem Befall mit Raupen vorzubeugen, ist das Schützen gefährdeter Gewächse mit Kulturschutznetzen. Sowohl im Beet als auch rund um Baumkronen lassen sich die Netze anbringen und halten die Falter von Plätzen fern, an denen sie ihre Eier ablegen möchten.
  2. Absammeln bei leichtem Befall: Bei einem eher gering ausgeprägten Befallsbild erweist sich das Absammeln als einfach und unkompliziert. Die aufgelesenen Raupen bewahren Sie sicher in einem Eimer auf und lassen sie in einem Wald fernab Ihres Gartens frei. So bleibt die natürliche Insektenvielfalt erhalten. Achten Sie darauf jedes Blatt sehr gründlich zu untersuchen und werfen Sie ebenfalls einen Blick auf die Stiele. Vor allem Raupenkot, der sich in Form kleiner dunkler Punkte zeigt, ist ein guter Wegweiser bei der Suche.
  3. Abspritzen und absammeln bei starkem Befall: Das Sammeln mit Hilfe von Wasserdruck ist sinnvoll, wenn besonders viele Raupen auf einer Pflanze sitzen. Da die kleinen Schädlinge recht unsicher an den Gewächsen haften, lassen sie sich mit dem Strahl des Gartenschlauchs einfach abspülen. Alle herabgefallenen Exemplare sammeln Sie hiernach zügig ein, um sie am Zurückkriechen zu hindern.
  4. Mit duftenden Gewächsen die Orientierung erschweren: Da sich Raupen vor allem von Düften leiten lassen, zeigen stark riechende Gewächse wie Knoblauch und Kräuter eine gute Wirkung. Legen Sie Mischbeete an, schützt das gefährdete Pflanzen. Bevor Sie beispielsweise an Tomaten Raupen bekämpfen müssen, lohnt sich das Anpflanzen duftender Nachbarn in jedem Fall. Ob Sie mit Hilfe von Knoblauch oder Basilikum Raupen behandeln sollten, hängt von der Art ab, weswegen Vielfalt am wichtigsten ist. Sollten Raupen es sich in Ihrem Gewächshaus gemütlich gemacht haben, können Düfte zwar ebenfalls wirkungsvoll sein, ein Restrisiko bleibt aufgrund des kleineren Raumes allerdings bestehen.

Diese 5 Hausmittel haben eine abschreckende Wirkung auf Raupen

Ganz egal, ob Sie von Rosen oder Rosenkohl Raupen entfernen müssen – nicht jede Spezies reagiert auf jedes Hausmittel gleich. Deshalb ist es empfehlenswert, unterschiedliche Mittel zu testen und genau zu prüfen, welches sich bewährt. Nachfolgend finden Sie unsere Top 5 samt weiteren Tipps:

Tabakasche

Der Geruch von Tabak und dessen Asche ist für die meisten Raupen und Falter sehr unangenehm. Verstreuen Sie Tabakasche auf den leicht befeuchteten Blättern, sorgt dies für eine einfache Abschreckung. Beim Einsatz dieses Hausmittels ist jedoch Vorsicht geboten, denn in zu großer Menge kann die Tabakasche den Pflanzen schaden.

Zudem müssen Sie aufpassen, dass Sie nicht ungewollt zum „Raupenhelfer“ werden. Manche Arten halten sich nämlich gezielt in der Nähe des abschreckenden Geruchs auf, um sich vor ihren natürlichen Feinden zu schützen.

Algenkalk und Knoblauch

Sowohl Algenkalk als auch Knoblauch strömen einen starken Duft aus. Raupen halten sich von Pflanzen fern, deren Blätter Sie mit einem von beiden bestäubt haben. Die Wirkung dieser Methode lässt sich noch verstärken, wenn in der Nähe gefährdeter Gewächse Knoblauch platziert wird. Dieses Hausmittel stellt eine besonders vorbeugende und befallslindernde Maßnahme dar, wenn Sie Raupen an Rosen bekämpfen möchten.

XXX1119_Raupen-und-Ameisen-LeimringMJF3NSwar2tb9Leimringe

Wenn Sie schon einmal gegen Raupen vorgehen mussten, die sich auf Bäumen verbreitet haben, wissen Sie um die viele Arbeit, die dabei entsteht. Schützen Sie Bäume deswegen künftig mit Leimringen, die Sie rund um Äste und Stämme legen können. An ihnen bleiben die Raupen kleben und lassen sich schnell entfernen.

Achtung: Wir raten Ihnen such beim Kauf stets für grüne Leimringe zu entscheiden, da die weißen Modelle Nützlingen gefährlich werden könnten.

Raupen-Sauger

Bei stärkerem Befall mit Raupen leihen Sie sich einen speziellen Sauger aus dem Fachmarkt. Mit dessen Hilfe können viele Schädlinge binnen kürzester Zeit von den Pflanzen entfernt werden. Solche Sauger kommen auch bei der Bekämpfung des gefährlichen Eichenprozessionsspinners zum Einsatz.

Fazit: Der Einsatz von Insektiziden muss nicht sein!

Schmetterlinge und Falter sind für das Gleichgewicht des Ökosystems in Garten und Natur sehr wertvoll. Sie helfen beim Bestäuben von Pflanzen und dienen nützlichen Lebewesen als Nahrung. Daher empfehlen wir im Hausgarten auf den Einsatz von chemischen Pflanzenschutzmitteln zu verzichten. Wenn Sie Raupen bekämpfen, dann biologisch. So schützen Sie die Natur und helfen aktiv bei der Erhaltung einer reichen Artenvielfalt mit.

Bildnachweis

Beitragsbild -> © Native Plants
Raupen an Kolrabi -> © Native Plants
Kleiner Kohlweißling -> © Aleksandr Makarychev / 123RF.com 
Großer Kohlweißling -> © Neven Milinković / 123RF.com 
Kohlschabe -> © Zhang Yongxin / 123RF.com 
Gammaeule -> © Grzegorz Gust / 123RF.com 
Kleiner Frostspanner Raupe -> © Grzegorz Gust / 123RF.com 
Leimringe - Produktverpackung -> Dr. Stähler

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