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Spinnmilben bekämpfen Garten-Tipp

Spinnmilben bekämpfen

Sie haben kleine weiße Flecken und feine Gespinste auf Ihren Pflanzen entdeckt? Die Spinnmilbe ist Schuld! Wie Sie sie erkennen, bekämpfen und vorbeugen.

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Spinnmilben: Typisches Schadbild, häufigste Arten und was gegen sie hilft

Dass auch extrem kleine Schädlinge in Garten und Haus zur großen Plage werden können, beweisen die Spinnmilben. Sie sind nicht einmal einen Millimeter lang und können bei einem Befall sowohl Zimmerpflanzen als auch Bäumen und Gewächsen im Garten erheblichen Schaden zufügen. Für Menschen sind sie nicht gefährlich.

In diesem Ratgeber erfahren Sie, welche Arten es zu unterscheiden gilt und welche Pflanzen besonders häufig bedroht sind. Darüber hinaus zeigen wir Ihnen, wie Sie Spinnmilben bekämpfen und vorbeugen ohne dabei Ihren geliebten Pflanzen zu schaden.

Spinnmilben: Die wichtigsten Arten und deren Merkmale

Diese Schädlinge werden nur etwa 0,25 bis 0,8 Millimeter groß. Einige verfügen über eine Spinndrüse, mit der sie feine Netze dicht unter und über der Belaubung spinnen. Die Pflanze wird nicht nur ausgesaugt, zusätzlich können auch noch Viren übertragen werden.

Unterschieden werden muss zwischen zahlreichen Gattungen, die alle zur Familie der Spinnentiere (Tetranychidae) gehören. Bekannt sind heute rund 1.200. Für Sie wichtig sind aber nur einige der folgenden drei Untergruppen:

Spinnmilben-an-GurkenblattGemeine Spinnmilbe

Die Gemeine Spinnmilbe (Tetranychus urticae) ist nur 0,5 Millimeter lang und überall auf der Welt zuhause. Wer sie mit bloßem Auge sieht, wird kleine braune oder rote Spinnmilben erkennen, die über Rückenflecken verfügen.

Wo sich dieser auch als Bohnenspinnmilbe bekannte Schädling niederlässt, verursacht er großen Schaden. Vor allem innerhalb von Gewächshäusern kann er sich rasant vermehren und macht sich an zahlreichen Pflanzen zu schaffen. Betroffen sein können nicht nur Gurken, Bohnen, Tomaten und Chilipflanzen, sondern auch Apfel- und Birnbäume sowie Hopfen. Zusätzlich stehen bei der Gemeinen Spinnmilbe auch Zierpflanzen als Wirt hoch im Kurs.

Obstbaumspinnmilbe

Bei der Obstbaumspinnmilbe (Panonychus ulmi) handelt es sich um einen 0,5 Millimeter großen Schädling. Erkennbar ist sie mit bloßem Auge nur schwer, unter der Lupe jedoch sehen Gartenfreunde kleine rote Spinnmilben, die weiße Borsten tragen.

Von einem Befall mit der Obstbaumspinnmilbe betroffen sein können Pflaume, Apfel und Birne. An Johannisbeeren und Wein fühlt sie sich ebenso wohl. Die Menge der gebildeten Gespinste ist bei dieser Spezies meist gering.

Orchideenspinnmilbe

Zu den sogenannten falschen Spinnmilben – sie bilden keine Gespinste – gehört die Orchideenspinnmilbe (Brevipalpus californicus). Sie kann mit bloßem Auge nicht erkannt werden, da ihre Länge lediglich 0,1 Millimeter beträgt. Zu dieser Gattung gehörende Spinnmilben tun sich jedoch nicht nur an Orchideen gütlich, sondern sind auch manchmal am Zitronenbaum zu finden.

Achtung: Die drei genannten Arten liefern nur einen kleinen Einblick in die Vielfalt dieser Schädlingssorte. Es ist durchaus möglich, dass Sie auf Ihren Pflanzen weitere wie beispielsweise die Nadelholzspinnmilbe (Oligonychus ununguis) entdecken.

Eine genaue Identifikation ist nicht immer leicht, da die Farbe der Schädlinge im jahreszeitlichen Verlauf und je nach Wirtspflanze schwanken kann. Daher können Spinnmilben weiß, orange, rot und ebenso braun erscheinen. Alle von ihnen verfügen über Mundwerkzeuge, mit denen sie in die Blätter einstechen und deren Saft saugen.

Warum Sie schnell aktiv gegen Spinnmilben werden sollten

XXX88985042_m-wsEin Befall kann sowohl innerhalb des Hauses als auch außerhalb auftreten. Ist dies der Fall, sollten Sie zügig entsprechende Maßnahmen ergreifen, denn die Lebensweise der Spinnentiere zeigt, wie schnell eine Ausbreitung möglich ist.

Ein Schädling alleine bleibt lediglich ein paar Wochen am Leben, ist während dieser Zeit allerdings äußerst aktiv. Warme Standorte mit niedriger Luftfeuchtigkeit weiß er zu schätzen, weswegen das Klima bei einem Befall mit Spinnmilben Ursache und Knackpunkt sein kann.

Ein Weibchen legt im Laufe ihres Lebens bis zu 100 Eier, die gut geschützt an Blattunterseiten liegen (Bild links: kleine Gruppe von frisch geschlüpften Spinnmilben an der Blattunterseite). Die Spinnmilben Eier bleiben hier jedoch nicht lange inaktiv: gerade einmal drei Tage nach der Ablage schlüpft die nächste Generation, die bereits nach ein bis zwei Wochen wieder fortpflanzungsreif ist.

Das Schadbild: Spinnmilben erkennen

Sichtbar ist ein Befall neben den feinen Gespinsten (nur bei echten Spinnmilben) durch eine Vielzahl von kleinen weißen Blattflecken. Zudem wirkt das Blatt matt, welk und kann feine weiße Pünktchen aufweisen. Diese Punkte entstehen, weil die Spinnentiere mit ihren Beißwerkzeugen in das Blatt stechen und es „anzapfen“.

Bei einem Befall im Freiland zeigt sich das Schadbild zwischen Frühjahr und Herbst, im Gewächshaus und in Innenräumen potenziell ganzjährig. Durch das Aussaugen der Zellen wird im weiteren Verlauf der Verdunstungsschutz zerstört, die Blätter welken und fallen ab. Weiteren Schaden richten die Winzlinge durch das Absondern giftiger Sekrete mit dem Speichel ab.

Unser Tipp: Es ist möglich, dass sich anfangs gar keine Gespinste zeigen und nur die veränderte Blattfärbung auffällt. Ist dies der Fall, besprühen Sie die Pflanze vorsichtig mit Wasser. So bilden sich bei vorhandenen Gespinsten gut sichtbare Tropfen und offenbaren den Befall. Nur auf Gespinste alleine sollten Sie sich allerdings nicht verlassen.

Wo sich Spinnmilben häufig niederlassen

Wenngleich es einige Pflanzen gibt, die von den kleinen Schädlingen bevorzugt befallen werden, verkörpert dieses Spinnentier nicht gerade einen wählerischen Gourmet. Gibt es schwache Pflanzen, die nicht in das übliche Beuteschema fallen, sind sie ebenso potenzielle Opfer. Nachfolgend finden Sie eine Liste mit Gewächsen, die besonders gut zu den Bedürfnissen der Plagegeister passen und entsprechend oft heimgesucht werden.

Spinnmilben an Rosen

Befallenes-GurkenblattZeigen Rosen einen Spinnmilben Befall handelt es sich in aller Regel um die gemeine Form. Sie ist leicht anhand der ausgebildeten Gespinste zu erkennen und auch die Färbung der Blätter ist bei betroffenen Rosen recht markant. Als besonders gefährdet gelten Rosen in Gewächshäusern und an sehr warmen Standorten. Spinnmilben an Rosen bekämpfen müssen Sie daher meist dort, wo sich das Spinnchen wohl fühlt.  

Spinnmilben auf Gurken

Während der Sommermonate, wenn die Gurken allmählich wachsen, zieht es die Gemeine Spinnmilbe ins Freie. In abgedeckten Beeten und Gewächshäusern kann der Befall aber durchaus auch in milden Frühlingen geschehen. Flecken auf den Blättern und Gespinste nahe der Triebe sind klare Anzeichen dafür, dass Spinnmilben Gurken befallen haben.

Spinnmilben im Apfelbaum

Hat sich die Obstbaumspinnmilbe im Apfelbaum niedergelassen, ist rasches Aktivwerden wichtig. Vor allem die Blätter sollten Sie regelmäßig auf Befallszeichen prüfen, da Gespinste alleine kein ausreichender Indikator sind. Tummeln sich auf dem Apfelbaum Spinnmilben, besteht das Risiko der Übertragung unterschiedlicher Viren.

Weitere betroffene Gewächse

XXX96328137_mOb Gurke, Apfelbaum oder Rose – Spinnmilben sind hier zwar des Öfteren zu finden, jedoch nicht ausschließlich. Ebenso betroffen sind Gewächse wie

  • Zitrusgewächse
  • Efeu
  • Hanf
  • sowie natürlich Tomaten und Chilipflanzen

Nicht sicher ist außerdem Oleander. Dabei spielt der Standort zunächst keine entscheidende Rolle. Sowohl im Freiland als auch im Gewächshaus und auf dem Balkon fühlen sich die Schädlinge grundsätzlich wohl.

Spinnmilben auf Zimmerpflanzen

Die Winzlinge sind nicht nur im Nutz- und Ziergarten problematisch. In Innenräumen finden sie das gesamte Jahr über beste Lebensbedingungen und können sich nahe der Heizung oder an sonnigen Plätzen während der Wintermonate weiterhin fortpflanzen. Wenn Zimmerpflanzen Spinnmilben aufweisen, sollten Sie zügig handeln. Ganz besonders häufig breiten sich die Schädlinge auf

  • Zimmerazaleen,
  • Zimmerhibiskus
  • Gummibäumen,
  • Zyperngras,
  • und Palmen

aus. Ebenfalls begehrt bei Spinnmilben sind Orchideen. Um einem Befall in Innenräumen vorzubeugen, sollten Sie trockenes und warmes Klima vermeiden. Pflanzen sprühen Sie am besten regelmäßig und gründlich mit klarem Wasser ein. Ferner ist es ratsam auf der Fensterbank nahe der Blumentöpfe kleine Wasserschalen aufzustellen, die die Blätter und die Luft durch Verdunstung zusätzlich befeuchten.

Zeigen sich Spinnmilben an Orchideen oder anderen Zimmerpflanzen, muss das betroffene Gewächs schleunigst von anderen Pflanzen fortgebracht werden. Die erste Maßnahme ist vorsichtiges Abspülen der gesamten Pflanze mit Wasser. Hiernach wird der gesamte überirdische Bereich vollständig in eine transparente Plastiktüte eingehüllt. Anschließend kann die Pflanze inklusive ihrer Umhüllung wieder zurückgestellt werden. Es dauert rund zwei Wochen, bis die Spinnmilben abgestorben sind.

Spinnmilben natürlich bekämpfen: 5 hilfreiche Hausmittel

Ist ein Befall mit den Schädlingen festgestellt, müssen Sie Spinnmilben bekämpfen. Ein unkontrolliertes Belassen der Population ist nicht zu empfehlen, da dies den Pflanzen erheblichen Schaden zufügen kann.

Gewächse im Freiland spülen Sie am besten gründlich ab. Stellt sich dabei heraus, dass der Befall bereits stark fortgeschritten ist, sollten Sie je nach Verträglichkeit damit beginnen, Triebe und Blätter mit Gespinsten oder Punkten zu entfernen. Die Pflanzenreste gehören unbedingt in den Biomüll, um die Bekämpfung von Spinnmilben nicht zu behindern.

Sowohl für Zimmerpflanzen als auch für Gewächse im Freiland gilt: Kommen gegen Spinnmilben Hausmittel zum Einsatz, haben Sie eine recht große Auswahl. Sie sollten jedoch darauf achten, dass sich das ausgewählte Mittel gegen Spinnmilben mit den Bedürfnissen der Pflanze verträgt:

  1. Rapsöl gegen Spinnmilben: Gewächse mit vergleichsweise hartem Laub lassen sich mit Rapsöl behandeln. Hierfür besprühen Sie die Blätter vorsichtig mit dem Öl. Sobald die Spinnentiere mit ihm in Kontakt kommen, verkleben ihre Atemöffnungen und sie ersticken.
  2. PP-Raubmilben-e2dgtX3IAYwqfHNützlinge gegen Spinnmilben einsetzen: Die PP-Raubmilben sind die natürlichen Fressfeinde der Schädlinge. Die passenden Raubmilben gegen Spinnmilben können Sie bei uns online bestellen. Die Raubmilben fressen die Winzlinge nicht nur, sondern vermehren sich in wohlgenährtem Zustand weiter. So entsteht ein Schutzsystem, das einem weiteren Befall vorbeugt. Dieser Weg, um Spinnmilben biologisch zu bekämpfen, hat sich bereits im gewerblichen Gartenbau bewährt. Neben den PP-Raubmilben können auch ACA-Raubmilben und Gallmücken für die Bekämpfung von Spinnmilben eingesetzt werden. Florfliegen theoretisch auch, aber nur im sehr frühen Befallsstadium.
  3. Teebaumöl gegen Spinnmilben: Einen Versuch wert ist auch die Verwendung von Teebaumöl. Geben Sie 15 Tropfen Öl auf etwa 500 Milliliter Wasser, schütteln Sie die Mixtur gut und besprühen Sie die betroffene Pflanze mehrmals täglich.
  4. Spinnmilben bekämpfen mit Nikotin: Als Spinnmilben Hausmittel Nikotin zu verwenden, kann sich ebenfalls lohnen. Vermengen Sie etwas Zigarettenasche mit Wasser, erhalten Sie ein Mittel gegen Spinnmilben zum Gießen. Sorgen Sie dafür, dass die Pflanze mit dem Wasser gut benetzt wird. Vorsicht geboten ist allerdings bei empfindlichen Gewächsen. Verwenden Sie nicht zu viel Asche.
  5. Spinnmilben mit Neem beseitigen: Neemöl gegen Spinnmilben wirkt dank des Inhaltsstoffes Azadirachtin. Die Spinnentiere können sich nach der Aufnahme nicht weiterentwickeln, was die Eiablage stoppt. Neem sollten Sie nur dann nutzen, wenn Sie keine Raubmilben einsetzen. Diese könnten durch das Azadirachtin sonst auch Schaden erleiden.

Zusätzlich zu den genannten fünf Hausmitteln gibt es zahlreiche weitere Empfehlungen. So sollen auch Ackerschachtelhalmbrühe, Milch, Spülmittel und Essig gegen Spinnmilben helfen.

 

3 einfache Tipps, wie Sie Spinnmilben vorbeugen

Die kleinen Schädlinge lieben trockene, warme Witterung. Achten Sie daher gerade im Gewächshaus auf eine ausreichende Luftfeuchtigkeit und regelmäßiges Lüften. Außerdem werden oft Pflanzen an sicheren Standorten wie unter Dachvorsprüngen und anderen trockenen Lagen, beispielsweise Hortensien, Efeu und andere Kletterpflanzen, befallen. Gerade in warmen Trockenheitsperioden sollten Sie regelmäßig gießen und vor allem Blätter und Triebe gründlich befeuchten.

Die Stärkung von Pflanzen ist ein zweiter wichtiger Schritt zur Prävention. Spinnmilben entfernen müssen Sie meist nur bei Gewächsen, die diese aufgrund einer bereits geschwächten Konstitution befallen haben. Pflegen Sie Ihre Pflanzen daher gut, achten Sie auf eine fachgerechte Düngung (hierfür empfehlen wir Ihnen für Topf- und Kübelpflanzen unseren Manna Cote Blumenlangzeitdünger und für Gartenpflanzen unseren Manna Spezial Gartendünger) und einen vorteilhaften Standort.

An Obstbäumen bietet eine solide Pflege des Stammes im Herbst ausreichend Schutz. In der Regel überwintern Spinnmilben zwar im Gewächshaus und an anderen geschützten Plätzen, doch auch in Kuhlen an Baumstämmen kann sich der ein oder andere Schädling finden. Das Kalken des Stammes vor dem Winter dient ebenfalls der Vorbeugung.

Bildnachweis:
Beitragsbild -> © Native Plants
Rote Spinnmilben auf Blatt -> © Native Plants
Befallenes Tomatenblatt -> © flokit / 123RF.com
Makroaufnahme von frisch geschlüpften Spinnmilben -> © wollertz / 123RF.com 

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