Apfel 'Ingrid Marie' Malus 'Ingrid Marie'
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Kurzbeschreibung Apfel 'Ingrid Marie'
- Mittelgroße Früchte grün gelb sonnenseits rot
- Aromatisch saftig süß säuerlicher Geschmack
- Genussreife von Oktober bis März
- Für Backen, Kochen, Frischverzehr und Most
- Historische Sorte mit Liebhaberwert
Überblick Apfel 'Ingrid Marie'
Wuchs
| Wuchsart | Obstbaum, Die Stammhöhe bleibt im Alter gleich |
|---|---|
| Wuchseigenschaft | Buschig, Kompakte Krone ohne Verkahlung, Gut verzweigt |
| Wuchsgröße Kleinstamm | Geeignet für kleinere Gärten. Kann durch regelmäßigen Schnitt gut auf einer Höhe von 3-4 Meter gehalten werden |
| Wuchsgröße Halbstamm | Für größere Gärten und Streuobstwiesen. Kann durch regelmäßigen Schnitt gut auf einer Höhe von 4-6 Meter gehalten werden. |
| Wuchshöhe im Alter | bis 6 m |
| Wuchsbreite im Alter | bis 5 m |
| Zuwachs pro Jahr | 50 bis 100 cm |
| Wurzelsystem | Herzwurzler |
Blüte
| Blütenform | Schalenförmig |
|---|---|
| Blütenart | Einfach - Ungefüllt |
| Blütenfarbe | Weiss |
| Blütezeit | Apr, Mai |
| Einstufung Befruchter | Mittlere Blütezeit, Mittelspäte Blütezeit, Diploid (Passende Befruchtersorten weiter unten) |
Frucht
| Frucht | Obst, Kernfrucht |
|---|---|
| Fruchtform | Rundlich bis leicht flach, Mittelgroß |
| Fruchtschale | Glatt, Grün-gelb, sonnenseits rötlich |
| Geschmack | Aromatisch, Süß-säuerlich |
| Reifezeit und Lagerfähigkeit | Herbstapfel, Winterapfel (Gute Lagerfähigkeit) |
| Erntezeit | September, Oktober |
| Genussreife | Oktober bis März |
| Ertrag | Mittel bis hoch, Schwankend |
| Fruchtverwendung | Backen und Kochen, Genuss direkt vom Baum, Tafelapfel (Frischverzehr), Zur Herstellung von Saft, Most, Cidre |
Blatt
| Blattfarbe | Dunkelgrün |
|---|---|
| Blatteigenschaft | Sommergrün |
Standort & Eigenschaften
| Standort | Sonnig, Geschützt vor starkem Wind |
|---|---|
| Boden | Normaler Gartenboden, Durchlässig - Staunässe meiden |
| Bedeutung für die Natur | Bietet Nahrung für Insekten |
| Winterhärte | Gut winterhart |
| Gesundheit | Gesundheit OK |
| Herkunft | Dänemark |
| Botanische Einstufung | Kultursorte |
| Klassifizierung der Pflanze | Allergikerapfel, Historische, alte Sorte, Liebhabersorte/Rarität |
Pflanzempfehlung
| Pflanzzeit | Ganzjährig (vor allem Frühjahr und Herbst) |
|---|---|
| Verwendungsbeispiele | Für den Hausgarten, Für den Obstgarten, Schrebergarten oder für die Streuobstwiese |
| Pflanzabstand | Mindestens 5 Meter zu anderen Obstbäumen |
| Topf- und Kübelbepflanzung | Nicht empfohlen - besser Freiland |
Ein Hauch von Dänemark im Obstgarten
Malus 'Ingrid Marie'
Synonyme: Hoed Orange, Ingrid Maries Æble, Karin Schneider (Mutation)
Herkunft und Geschichte
Der Apfel Ingrid Marie entstand um 1910 als Zufallssämling auf der dänischen Insel Fünen im Schulgarten von K. Madsen, der die Sorte nach seiner Tochter benannte. 1936 kam sie in den Handel und verbreitete sich rasch in Nordeuropa. Heute gilt sie als historische Sorte mit besonderem Aroma und wurde 2021 in Norddeutschland zur Streuobstsorte des Jahres gekürt.
Wuchs und Standort
Der Baum wächst buschig, gut verzweigt und bildet eine kompakte Krone ohne Verkahlung. Als Kleinstamm eignet er sich für kleinere Gärten und kann durch Schnitt auf 3 bis 5 m Höhe gehalten werden. Als Halbstamm erreicht er 4 bis 6 m Höhe, im Alter bis zu 6 m hoch und 5 m breit. Der jährliche Zuwachs liegt bei 50 bis 100 cm. Als Herzwurzler steht er stabil und eignet sich für Hausgärten und Obstwiesen. Am besten gedeiht er an sonnigen, windgeschützten Standorten auf durchlässigen Gartenböden, Staunässe sollte vermieden werden.
Blüte und Befruchtung
Von April bis Mai schmückt sich 'Ingrid Marie' mit schalenförmigen, weißen Blüten, die sich aus zart rosafarbenen Knospen entwickeln. Während der Blütezeit werden die Blüten von Bienen und anderen bestäubenden Insekten besucht. Die Sorte blüht mittel bis mittelspät und ist diploid, wodurch sie auch als Pollenspender für andere Apfelsorten geeignet ist. Passende Befruchtersorten finden Sie weiter unten auf dieser Seite.
Frucht und Geschmack
Die Früchte sind mittelgroß, rundlich bis leicht flach und besitzen eine glatte Schale. Die Grundfarbe ist grün‑gelb, die Sonnenseite färbt sich intensiv rot bis dunkelrot, oft mit fleckiger Zeichnung. Das Fruchtfleisch ist aromatisch, saftig und süß‑säuerlich. Geerntet wird im September und Oktober. Als Herbst‑ und Winterapfel ist er gut lagerfähig: Die Genussreife beginnt im Oktober und reicht bis März. Der Ertrag ist mittel bis hoch, zeigt jedoch Schwankungen zwischen ertragreichen und schwächeren Jahren.
Verwendung und Vielseitigkeit
Ingrid Marie ist ein vielseitiger Apfel: Er eignet sich für den Frischverzehr direkt vom Baum, als Tafelapfel, zum Backen und Kochen sowie zur Herstellung von Saft, Most und Cidre. Sein ausgewogenes Aroma macht ihn auch für Apfelkuchen und winterliche Desserts beliebt. Zudem gilt er als Sorte, die von vielen Allergikern gut vertragen wird.
Pflanzung und Pflege
Ingrid Marie wird der Kategorie „Gesundheit OK“ zugeordnet. Als historische Sorte bringt sie besonderen Charme in den Garten und belohnt mit aromatischen Früchten, wenn man ihr die nötige Aufmerksamkeit schenkt. Sie bevorzugt sonnige, warme und windgeschützte Standorte, an denen sie sich am besten entfalten kann. Mit der richtigen Pflege entwickelt sie sich zu einem charaktervollen Baum, der nicht nur köstliche Äpfel liefert. Für Liebhaber alter Sorten ist sie damit eine echte Bereicherung, die Tradition und Genuss im Garten vereint. Da sie jedoch etwas anspruchsvoller in der Pflege ist, eignet sie sich vor allem für Gärtner mit Erfahrung im Obstbau, weniger für absolute Einsteiger.
Besonderheiten und Fazit
Die Apfelsorte 'Ingrid Marie' zählt zu den bekanntesten historischen Sorten Skandinaviens und wird aufgrund ihres aromatischen Geschmacks bis heute geschätzt. Neben ihrem hohen Genusswert besitzt sie auch eine besondere kulturgeschichtliche Bedeutung, da sie seit vielen Jahrzehnten erfolgreich im Obstbau verwendet wird.
Im Frühjahr schmückt sich der Baum mit zahlreichen Blüten, die während der Blütezeit regelmäßig von Bienen und anderen blütenbesuchenden Insekten besucht werden. Darüber hinaus nimmt 'Ingrid Marie' einen wichtigen Platz in der modernen Apfelzüchtung ein, da sie als Elternsorte bekannter Apfelsorten, darunter 'Elstar', verwendet wurde.
Mit ihrem ausgewogenen Aroma, ihrer bewährten Anbaueignung und ihrer Bedeutung für die Apfelzüchtung gehört 'Ingrid Marie' bis heute zu den empfehlenswerten historischen Apfelsorten für Hausgärten und Streuobstwiesen.
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