Apfel 'Hirschknäckerla' Malus 'Hirschknäckerla'
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Kurzbeschreibung Apfel 'Hirschknäckerla'
- Gelbe Schale mit roter Marmorierung
- Intensiv süß und angenehm saftig
- Genussreif von September bis November
- Ideal für Backen, Saft, Most und Frisch
- Historische, robuste Apfelsorte für Gartenneulinge
Überblick Apfel 'Hirschknäckerla'
Wuchs
| Wuchsart | Obstbaum, Die Stammhöhe bleibt im Alter gleich |
|---|---|
| Wuchseigenschaft | Aufrecht, Kompakt, Breitbuschig |
| Wuchsgröße Kleinstamm | Geeignet für kleinere Gärten. Kann durch regelmäßigen Schnitt gut auf einer Höhe von 3-5 Meter gehalten werden |
| Wuchsgröße Halbstamm | Für größere Gärten und Streuobstwiesen. Kann durch regelmäßigen Schnitt gut auf einer Höhe von 4-6 Meter gehalten werden. |
| Wuchshöhe im Alter | bis 6 m |
| Wuchsbreite im Alter | bis 5 m |
| Zuwachs pro Jahr | 50 bis 100 cm |
| Wurzelsystem | Herzwurzler |
Blüte
| Blütenform | Schalenförmig |
|---|---|
| Blütenart | Einfach - Ungefüllt, Bienenweide |
| Blütenfarbe | Weiss |
| Blütezeit | Apr, Mai |
| Einstufung Befruchter | Mittlere Blütezeit, Mittelspäte Blütezeit |
Frucht
| Frucht | Obst, Kernfrucht |
|---|---|
| Fruchtform | Kleine bis mittelgroße Früchte, Rundlich bis leicht flach |
| Fruchtschale | Gelb, rote Streifung oder Marmorierung als Deckfarbe |
| Geschmack | Saftig, Sehr süß |
| Reifezeit und Lagerfähigkeit | Herbstapfel |
| Erntezeit | September, Oktober |
| Genussreife | September bis November |
| Ertrag | Hoch und regelmäßig |
| Fruchtverwendung | Backen und Kochen, Genuss direkt vom Baum, Tafelapfel (Frischverzehr), Zur Herstellung von Saft, Most, Cidre |
Blatt
| Blattfarbe | Dunkelgrün |
|---|---|
| Blatteigenschaft | Sommergrün |
Standort & Eigenschaften
| Standort | Sonnig, Halbschattig |
|---|---|
| Boden | Normaler Gartenboden, Durchlässig - Staunässe meiden |
| Besonderheit | Robuste, pflegeleichte Pflanze |
| Bedeutung für die Natur | Bienenweide / Insektenfreundlich |
| Winterhärte | Gut Winterhart |
| Gesundheit | Sehr gute Gesundheit |
| Herkunft | Deutschland |
| Botanische Einstufung | Kultursorte |
| Klassifizierung der Pflanze | Gesunde, robust Sorte (für Gartenneulinge), Historische, alte Sorte, Liebhabersorte/Rarität |
Pflanzempfehlung
| Pflanzzeit | Ganzjährig (vor allem Frühjahr und Herbst) |
|---|---|
| Verwendungsbeispiele | Für den Hausgarten, Für den Obstgarten, Schrebergarten oder für die Streuobstwiese |
| Pflanzabstand | Mindestens 5 Meter zu anderen Obstbäumen |
| Topf- und Kübelbepflanzung | Nicht empfohlen - besser Freiland |
Klein, süß und traditionsreich – ein Apfel mit fränkischer Seele
Malus 'Hirschknäckerla'
Synonyme: Knäckerla, Kneckerlein, Kneckerlein rot, Kneckerle
Herkunft und Geschichte
Der 'Hirschknäckerla' ist eine traditionsreiche Apfelsorte aus Franken, die bereits im Jahr 1651 im Nürnberger Obstbuch von Wolfgang Jacob Dümler erwähnt wurde. Als fränkische Lokalsorte ist sie tief mit der regionalen Obstbaugeschichte verwurzelt und gilt bis heute als beliebter Süßapfel unter Kennern. Ihre geringe Größe, intensive Süße und robuste Natur machen sie zu einer echten Rarität, die in Supermärkten kaum zu finden ist – dafür umso mehr in naturnahen Gärten und Streuobstwiesen.
Wuchs und Standort
Der 'Hirschknäckerla' wächst aufrecht und kompakt mit einer breitbuschigen, gut verzweigten Krone, die auch im Alter ihre Form behält. Als Kleinstamm erreicht er eine Höhe von etwa 3 bis 5 Metern, als Halbstamm bis zu 6 Meter. Mit einem jährlichen Zuwachs von bis zu einem Meter entwickelt er sich gleichmäßig und lässt sich gut in Form halten. Der Herzwurzler bevorzugt durchlässige, nährstoffreiche Gartenböden und gedeiht zuverlässig an sonnigen bis halbschattigen Standorten. Dank seiner guten Winterhärte eignet er sich auch für rauere Lagen und Höhenstandorte – ein echter Allrounder für den naturnahen Garten.
Blüte und Befruchtung
Im April und Mai zeigt der 'Hirschknäckerla' eine schalenförmige, ungefüllte Blüte in Weiß mit rosafarbenen Knospen. Die mittlere bis mittelspäte Blütezeit macht ihn zu einem wertvollen Bestandteil im Bestäubungsgefüge. Die Blüten sind besonders bienenfreundlich und bieten einen hohen Nektar- und Pollenwert. Passende Befruchtersorten finden Sie weiter unten auf dieser Seite.
Frucht und Geschmack
Die meist kleinen, teils mittelgroßen Früchte sind rundlich bis leicht abgeflacht und zeigen eine gelbe Grundfarbe mit roter Streifung oder Marmorierung – auf der Sonnenseite oft intensiver geflammt. Das Fruchtfleisch ist fest, saftig und ausgesprochen süß mit geringem Säureanteil. Diese intensive Süße macht den 'Hirschknäckerla' besonders geeignet für süße Backwaren, Dörrobst, Getränke und Obstbrände. Auch als Tafelapfel überzeugt er durch seinen frischen Geschmack und seine gute Bekömmlichkeit.
Verwendung und Vielseitigkeit
Der 'Hirschknäckerla' ist ein echter Alleskönner: Ob als Tafelapfel, für die Küche oder zur Mostherstellung – seine Vielseitigkeit überzeugt. Besonders geschätzt wird er für süße Backwaren, Dörrobst und als Saftapfel. Die Früchte sind leicht zu verarbeiten und eignen sich hervorragend für kleinere Gärten mit hohem Nutzwert. Seine intensive Süße verleiht Gebäck und Getränken eine besondere Note.
Pflanzung und Pflege
Die Pflanzung ist ganzjährig möglich, bevorzugt im Frühjahr oder Herbst. Ein Pflanzabstand von mindestens fünf Metern zu anderen Obstbäumen sollte eingehalten werden. Der 'Hirschknäckerla' ist eine gesunde, robuste Apfelsorte mit sehr guter Widerstandskraft gegenüber Krankheiten und Schädlingen. Er gilt als besonders pflegeleicht und anspruchslos – ideal für Hobbygärtner und Gartenneulinge. Auch ohne intensiven Schnitt liefert er zuverlässig hohe Erträge. Ein gelegentlicher Formschnitt kann die Fruchtbildung zusätzlich fördern.
Besonderheiten und Naturnähe
Als historische Liebhabersorte mit regionaler Herkunft und hoher ökologischer Bedeutung ist der 'Hirschknäckerla' eine Bereicherung für naturnahe Gärten. Seine Blüten sind eine wertvolle Nahrungsquelle für Insekten, und seine Früchte überzeugen durch Geschmack und Vielseitigkeit. Die Kombination aus Tradition, Robustheit und intensiver Süße macht ihn zu einem echten Schatz im Obstgarten.
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