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Kupfer Felsenbirne
Amelanchier lamarckii
Bei der Kupfer-Felsenbirne handelt es sich um einen in vielerlei Hinsicht attraktiven Gast für naturnahe Gärten und Terrassen. Amelanchier lamarckii stammt aus dem Osten Nordamerikas, kam jedoch schon vor vielen Jahren nach Europa. Bereits im 18. Jahrhundert schätzten Menschen sie hier aufgrund ihres schmuckvollen Aussehens und ihrer Verträglichkeit mit dem hiesigen Klima.
Schon bevor Sie die Kupfer-Felsenbirne kaufen, erfahren Sie hier alles Wissenswerte rund um Pflege, Pflanzen und das, was die Pflanze auszeichnet.
Eigenschaften der Kupfer-Felsenbirne
Details in Kürze:
Wuchs
mehrstämmiger Strauch mit überhängenden Zweigen, leicht schirmförmiger, schöner Wuchs
Wuchshöhe
im Alter bis 6 Meter hoch
Wuchsbreite
im Alter bis zu 2,5 Meter breit (freistehend)
Zuwachs pro Jahr
ca. 50 bis 80 cm
Belaubung
oval mit kupferfarbenem Austrieb, über den Sommer frischgrün, leuchtend orangerote Herbstfärbung
Immergrün
nein
Blüte/Frucht
weiße Blütentrauben in großer Zahl; dunkelviolette/schwarze essbare Beeren
Blütezeit
April
Standort
sonnig bis halbschattig
Boden
sandig-lehmiger Gartenboden
Rückschnitt
Auslichtungsschnitt / Verjüngungsschnitt
Winterhärte
sehr gut
Besonderheit
auffallende Herbstfärbung, essbare Früchte
Verwendung
Einzel- oder Gruppenpflanze, Blütenhecke, Vogelnährgehölz, Fruchtgehölz, robustes Blütengehölz
Kübelbepflanzung
aufgrund der Wuchsgröße eher ungeeignet, im Stil Urbaner Gärten im großen Kübel (mind. 30 l) aber möglich
Amelanchier lamarckii trägt diesen Namen, da Jean-Baptiste de Lamarck, ein französischer Botaniker, sie im 18. Jahrhundert erstmals beschrieb. Gelegentlich kommt es namentlich zu Verwechslungen mit Amelanchier canadensis.
Die Kupfer-Felsenbirne, die auch Kupferbirne oder Korinthenbaum bezeichnet wird, ist wohl eines der schönsten Gehölze für den Garten. Ihre Form, die Laubfarbe und ihre hübschen Blüten sowie Früchte machen sie zu einem echten Alleskönner.
Das sind die wichtigsten Fragen und Antworten rund um die Kupfer-Felsenbirne:
Welche Wuchsform hat die Kupfer-Felsenbirne?
Die Felsenbirne lamarckii zeigt einen leicht überhängenden Wuchs. Als Strauch entfaltet sich die Kupfer-Felsenbirne mehrstämmig, leicht schirmförmig und harmonisch. Im Austrieb sind die Blätter herrlich kupferfarben, später im Sommer frischgrün.
Wann fruchtet die Kupfer-Felsenbirne und sind ihre Früchte essbar?
Die Früchte von Amelanchier lamarckii tauchen im Anschluss an die Blüte auf. Dies ist etwa ab Juni der Fall. Sie leuchten zunächst hellrot und dunkeln dann Schritt für Schritt nach, bis sie schließlich dunkel-lila sind.
Die Früchte schmecken süßlich und können einfach so genascht oder zu Saft und Marmelade verarbeitet werden. Wer möchte, lässt die kleinen Beeren für heimische Vögel hängen und sorgt so für wertvolle Nahrung.
Wann blüht die Kupfer-Felsenbirne und welche Blütenfarbe hat sie?
Ab April kommt es bei der Kupfer-Felsenbirne zur Blüte. Dann zeigt sich eine Vielzahl kleiner, strahlendweißer Blütentrauben. Zwischen acht und zehn Einzelblüten sind je Traube an der Pflanze zu finden. Das lässt die Kupfer-Felsenbirne wie einen Baum mit Blütenkrone wirken.
Wie hoch wird die Kupfer-Felsenbirne und wie schnell wächst sie?
Die Kupfer-Felsenbirne erreicht eine Größe von bis zu sechs Metern im Alter. Sie wird ungefähr zweieinhalb Meter breit, sofern sie freistehend gepflanzt wird. Pro Jahr zeigt die Kupfer-Felsenbirne ein Wachstum von 50 bis 80 Zentimetern.
Welche Herbstfärbung hat die Kupfer-Felsenbirne?
Die Kupfer-Felsenbirne ist im Herbst ein besonders hübscher Anblick. Hier überrascht sie mit einer bunten Färbung aus gelb, rot und orange.
Ist die Kupfer-Felsenbirne bienenfreundlich?
Absolut! Bienen und andere Insekten lockt Amelanchier lamarckii zur Blütezeit in großer Zahl an. Die reichhaltige Blüte verspricht vielen Nützlingen wertvolle Nahrung, weshalb mehrere Exemplare in einer blühenden Hecke oder im naturnahen Vorgarten eine gute Idee sind.
Ist die Kupfer-Felsenbirne winterhart?
Dank der sehr guten Frostverträglichkeit kommt Amelanchier lamarckii im Winter mühelos zurecht. Lediglich im Kübel kann die Pflanze etwas Unterstützung durch Vlies gebrauchen. Immergrün ist sie übrigens nicht – im Herbst wirft die Kupfer-Felsenbirne alle Blätter ab.
Ist die Kupfer-Felsenbirne giftig?
Amelanchier lamarckii ist zwar nicht giftig, kann jedoch Cyanogene Glykoside in den Kernen der Früchte und anderen Pflanzenteilen enthalten. Von übermäßigem Verzehr mit Zerkauen der Kerne und von einem Verzehr der Blätter raten wir daher unbedingt ab. Gerade bei Kindern sollten Eltern darauf achten, dass die Pflanzenteile nicht zum Spielen verwendet und die Beeren nicht in großer Zahl gegessen werden.
Verwendungs- und Pflanzempfehlung für die Kupfer-Felsenbirne
Pflanzempfehlung in Kürze:
Pflanzabstand
ca. 1,0 bis 1,4 Meter
Als Kübelpflanze:
aufgrund der Wuchshöhe eher ungeeignet, als Hingucker im Stil von Urban Gardening aber für viele Jahre in einem großen Kübel (mind. 30 l) machbar
Pflanzempfehlung
einzeln oder in Gruppen mit anderen Sträuchern und Gehölzen in einer lockeren, natürlichen Hecke im Garten
Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, Amelanchier lamarckii in den Garten zu integrieren. Die Pflanze steht sowohl als Solitär als auch inmitten einer bunten Hecke äußerst stilvoll da und sorgt im Wechsel der Jahreszeiten für farbliche Abwechslung.
Unsere liebsten Einsatzzwecke sind:
Kupfer-Felsenbirne als blühende Hecke
Es ist sehr gut möglich, aus Amelanchier lamarckii eine sortenreine Hecke zu gestalten oder den Strauch in ein gemischtes Ensemble zu integrieren. Dank der schönen Herbstfärbung und der Blüten lohnt es sich, die Kupfer-Felsenbirne so zu kombinieren, dass sich Blüten und Farben schön ergänzen. Dank ihrer leckeren Früchte lockt Amelanchier lamarckii im Herbst heimische Vögel an, die die Hecke beleben und zum spannenden Ort für Naturfans machen.
Kupfer-Felsenbirne im Kübel
Eigentlich ist Amelanchier lamarckii aufgrund ihrer Wuchsgröße eher ungeeignet für die Kübelpflanzung. In großen Kübeln ab einem anfänglichen Volumen von rund 30 Litern kann sie jedoch einige Jahre kultiviert werden. So fungiert die Felsenbirne mit Herbstfärbung, Beeren und Blüte als Hingucker im Stil von Urban Gardening. Im Winter sollte sie möglichst geschützt stehen und im Sommer nicht zu lange austrocknen.
Sonstige Verwendungsbeispiele
Zusätzlich zu den beiden genannten Beispielen kommt die Kupfer-Felsenbirne auch in diesen Gartensituationen ideal zur Geltung:
als Einzelpflanze im Vorgarten
als Bienen- und Insektenweide
als Vogelnährgehölz im Gehölzstreifen
als Fruchtgehölz mit essbaren Beeren
als robustes Blütengehölz für die Uferbepflanzung
als schmuckvoller Hingucker an Sitzplätzen
Tipps für die Pflanzung und Pflege der Kupfer-Felsenbirne
Mit ihren zahlreichen Vorzügen und Möglichkeiten ist Amelanchier lamarckii bei vielen Gartenfreunden äußerst beliebt. Dass das Gehölz zusätzlich recht anspruchslos im Hinblick auf seine Pflege ist, macht die Wahl perfekt.
Wir zeigen, worauf Sie bei Amelanchier lamarckii achten müssen:
Standort und Boden: Sonnig bis habschattig mag die Kupfer-Felsenbirne den Standort. Sandig lehmiger Boden bietet sich für dieses Gehölz an. Kübel sollten mindestens 30 Liter fassen und über die Jahre hinweg gegen größere Modelle ausgetauscht werden.
Pflanzzeit und -abstand: Die Pflanzzeit für Amelanchier lamarckii sollte im besten Fall in das späte Frühjahr gelegt werden, im zeitigen Herbst nach der Reife der Beeren ist es jedoch auch günstig. Als Pflanzabstand empfehlen wir etwa einen bis 1,4 Meter.
Pflege: Die Kupfer-Felsenbirne braucht kaum Pflege. Weder Frost noch Trockenheit oder Nässe können ihr kurzfristig etwas anhaben. Es lohnt sich, sie im Sommer regelmäßig zu gießen und im Frühling eine Düngergabe einzuplanen. Was den Schnitt betrifft, sollte Amelanchier lamarckii nur behutsam verjüngt werden. Radikale Schnitte duldet sie nicht und wirkt hiernach kahl. Entfernen Sie nach der Blüte überschüssige Triebe stets dicht an der Abzweigung, um eine Infektion mit Erregern oder Pilzen zu vermeiden.
Fazit: Amelanchier lamarckii als Hingucker und Naschobst-Lieferant
Die Kupfer-Felsenbirne ist schnellwachsend und mit ihrer schönen Farbe zwischen Frühling und Herbst ein echter Blickfang im Garten. Sie eignet sich bestens als Terrassenbegleiter in großen Kübeln und fühlt sich auch im naturnahen Gehölzstreifen wohl.