Weiße Fliege bekämpfen
Die weiße Fliege und ihre Larven tun sich an Ihren Pflanzen gütlich? Welche Hausmittel bei einem Befall in Garten, Gewächshaus und Wohnung helfen.
© flokit / 123RF.com
Aussehen, Schadbild und was gegen sie hilft
Die weiße Fliege macht es sich gerne in Garten und Gewächshaus gemütlich. Auch Zimmerpflanzen sind nicht sicher vor ihr. Ein Befall ist zwar nicht immer gefährlich, kann sich allerdings zur echten Plage entwickeln.
Im diesem Beitrag erfahren Sie alles rund um den Schädling und seine Lebensweise. Wir zeigen Ihnen wie Sie die weiße Fliege bekämpfen und ihr vorbeugen können.
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Lebensweise der weißen Fliege
Die weiße Fliege war in Deutschland nicht immer zu finden. Durch die Globalisierung aber gelangte sie im 19. Jahrhundert auf dem Transportweg aus Südamerika nach Mitteleuropa. Hier kann sie nur dort überleben, wo die Umgebungsbedingungen stimmen. Warm und leicht feucht muss es sein. Bei winterlichen Temperaturen stirbt der Schädling im Freiland.
Umso wohler fühlt sich das Tierchen dafür in Gewächshäusern, Wintergärten und der Wohnung. Dort legen Weibchen binnen ihres rund vierwöchigen Lebens bis zu 400 winzige, gelblich-grüne Eier an den Unterseiten der Blätter ab. Wie schnell sich aus den Eiern Larven entwickeln, ist von der Umgebungstemperatur abhängig. Bei frühlingshaften 16 Grad dauert das rund acht Wochen. Steigen die Temperaturen auf rund 24 Grad an, reichen gerade einmal vier Wochen aus.
Die bewegungsunfähigen Larven sitzen an den Blattunterseiten und saugen bereits eifrig Pflanzensaft. Auch die adulten Exemplare ernähren sich auf die gleiche Weise, weswegen ein starker Befall vor allem für geschwächte Gewächse problematisch werden kann.
Der Schädling legt während seines gesamten Lebens Eier, die sich parallel zueinander entwickeln. Bei einem Befall sind daher alle Stadien auf der Pflanze und im Substrat zu sehen. Aus diesem Grund kann es vor allem an warmen Stellen zu einer raschen Vermehrung kommen.
nicht links liegen. In einigen Fällen kommt es auch zu einem Auftreten der weißen Fliege an Buchsbaum und Minze.
Sind Gemüsepflanzen, Obst oder Kohl betroffen, bleiben deren Früchte weiterhin genießbar. Grünkohl mit weißer Fliege ist essbar, wobei sich die festsitzenden Eier und Larven nur mit Mühe entfernen lassen. Ob er gegessen wird, müssen Gartenfreunde deswegen selbst entscheiden.
6. Biologische Spritzmittel ausbringen
Die weiße Fliege behandeln Sie mit Hausmitteln ebenso effektiv. Die nachfolgenden drei Spritzmittel lassen sich in der heimischen Küche leicht und schnell zubereiten. Mehrfach aufgetragen unterstützen Sie dabei, die Plagegeister in den Griff zu bekommen.
Rapsöl-Mischung
Rapsöl gegen weiße Fliege wenden Sie dabei als Mischung an. Kombinieren Sie einen Teil Rapsöl mit drei Teilen Wasser und sprühen die betroffene Pflanze großflächig damit ein. Das Öl verstopft die Atemöffnungen der Insekten und tötet sie so. Beim weiße Fliege Bekämpfen mit Rapsöl wiederholen Sie den Vorgang im Abstand von wenigen Tagen mehrfach.
Vorsicht:
Das Weiße Fliege bekämpfen mit Rapsöl gelingt zwar gut, wird allerdings nicht von allen Pflanzen vertragen. Vor allem empfindliche Exemplare sollten deswegen zuvor an einer kleinen Stelle testweise mit dem Mittel benetzt werden. Warten Sie vor der weiteren Behandlung, ob sich Schäden zeigen.
Brennnessel-, Knoblauch- oder Basilikum-Sud
Aus allen drei Gewächsen lassen sich gute Spritzbrühen herstellen. Basilikum- oder Brennnesselsud gegen weiße Fliege bereiten Sie einfach zu, indem sie die Blätter der Pflanzen wenige Tage in Wasser einlegen und gut durchziehen lassen. Soll Knoblauch gegen weiße Fliege zum Einsatz kommen, kochen sie zwei gehackte Knollen in einem Liter Wasser auf und lassen die Mischung rund eine Stunde lang abkühlen.
Jede dieser Brühen wird für die weiße Fliege Bekämpfung mit einer Sprühflasche auf der Pflanze verteilt. Achten Sie dabei darauf, auch die Unterseiten gründlich zu benetzen.
Kernseifen-Lauge
Statt Schmierseife gegen weiße Fliege verwenden Sie lieber Kernseife. Lösen Sie 40 Gramm fein geraspelte Seife in einem Liter lauwarmem Wasser auf und tragen das Gemisch mit einem Pinsel oder Tuch auf die Blätter auf. Damit keine Seife in das Erdreich gelangt, schützen Sie es mit einer Folie oder einem Tuch. Die Kernseifen-Lauge sollte circa eine Stunde lang einwirken dürfen, bevor Sie sie mit warmem Wasser abspülen.
7. Weiße Fliege in Blumenerde: Substrat wechseln
Die Weiße Fliege ist während ihres Lebenszyklus auch im Substrat von Pflanzen zu finden. Die oberirdische Behandlung reicht daher nicht aus, um die Plage gänzlich zu beseitigen. Bei Zimmerpflanzen tauschen Sie das Substrat behutsam aus und achten dabei darauf, die Wurzeln nicht zu beschädigen. Um festsitzende Larven, Fliegen und Eier zu entfernen, spülen Sie den Wurzelballen vor dem Wiedereinsetzen vorsichtig ab.
Findet sich die weiße Fliege an Gartenpflanzen wie Buchsbaum, kann die Erde nicht gänzlich ausgetauscht werden. In diesem Fall genügt es, die obere Schicht abzutragen und danach durch frische zu ersetzen.
Das alte Substrat muss sorgfältig entsorgt werden. Auf dem Komposthaufen oder in einem Eimer könnten sich die Schädlinge weiterhin entwickeln, um Ihre Pflanzen nur wenig später erneut zu befallen.