Spinnmilben bekämpfen
Spinnmilben: Typisches Schadbild, häufigste Arten und was gegen sie hilft
Dass auch extrem kleine Schädlinge in Garten und Haus zur großen Plage werden können, beweisen die Spinnmilben. Sie sind nicht einmal einen Millimeter lang und können bei einem Befall sowohl Zimmerpflanzen als auch Bäumen und Gewächsen im Garten erheblichen Schaden zufügen. Für Menschen sind sie nicht gefährlich. In diesem Ratgeber erfahren Sie, welche Arten es zu unterscheiden gilt und welche Pflanzen besonders häufig bedroht sind. Darüber hinaus zeigen wir Ihnen, wie Sie Spinnmilben bekämpfen und vorbeugen ohne dabei Ihren geliebten Pflanzen zu schaden.
Spinnmilben erfolgreich mit diesen Nützlingen bekämpfen
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Achtung:
Die drei genannten Arten liefern nur einen kleinen Einblick in die Vielfalt dieser Schädlingssorte. Es ist durchaus möglich, dass Sie auf Ihren Pflanzen weitere wie beispielsweise die Nadelholzspinnmilbe (Oligonychus ununguis) entdecken.
Eine genaue Identifikation ist nicht immer leicht, da die Farbe der Schädlinge im jahreszeitlichen Verlauf und je nach Wirtspflanze schwanken kann. Daher können Spinnmilben weiß, orange, rot und ebenso braun erscheinen. Alle von ihnen verfügen über Mundwerkzeuge, mit denen sie in die Blätter einstechen und deren Saft saugen.
Spinnmilben an Rosen
Wenn Rosen von Spinnmilben befallen sind, handelt es sich meist um die gemeine Spinnmilbe, erkennbar an den feinen Gespinsten auf den Blättern und deren gelblich-bronzefarbener Verfärbung. Besonders anfällig sind Rosen in Gewächshäusern oder an warmen Standorten. Frühe Anzeichen sind seidige Netze auf den Blättern, wo die Milben leben und sich vermehren.
Zur Bekämpfung ist regelmäßige Kontrolle wichtig. Natürliche Feinde wie Raubmilben können helfen, ohne chemische Mittel. Auch das Abwaschen der Blätter unter Wasserdruck oder die Anwendung von Neemöl können wirksam sein. Gute Pflege und Luftzirkulation verhindern erneuten Befall, sodass die Rosen gesund bleiben und gedeihen können.
Spinnmilben auf Gurken
Während der Sommermonate, wenn Gurken langsam heranwachsen, suchen Gemeine Spinnmilben gerne das Freie auf. Aber auch in abgedeckten Beeten und Gewächshäusern kann ein Befall schon im milden Frühling auftreten. Anzeichen dafür sind Flecken auf den Blättern und feine Gespinste nahe den Trieben der Gurkenpflanzen.
Diese winzigen Schädlinge bevorzugen warme, trockene Bedingungen und saugen die Säfte aus den Blättern, was zu gelblichen Verfärbungen führt. Die Gespinste dienen ihnen als Versteck und zur Eiablage, was ihre Ausbreitung begünstigt.
Um einen Befall zu bekämpfen, ist es wichtig, die Pflanzen regelmäßig zu kontrollieren und befallene Bereiche zu entfernen. Natürliche Feinde wie die Raubmilben können helfen, die Spinnmilbenpopulation zu reduzieren.
Spinnmilben im Apfelbaum
Hat sich die Obstbaumspinnmilbe im Apfelbaum niedergelassen, ist rasches Aktivwerden wichtig. Vor allem die Blätter sollten Sie regelmäßig auf Befallszeichen prüfen, da Gespinste alleine kein ausreichender Indikator sind. Tummeln sich auf dem Apfelbaum Spinnmilben, besteht das Risiko der Übertragung unterschiedlicher Viren.
Weitere betroffene Gewächse
Ob Gurke, Apfelbaum oder Rose – Spinnmilben sind hier zwar des Öfteren zu finden, jedoch nicht ausschließlich. Ebenso betroffen sind Gewächse wie
- Zitrusgewächse
- Efeu
- Hanf (Cannabis)
- sowie natürlich Tomaten und Chilipflanzen
Nicht sicher ist außerdem Oleander. Dabei spielt der Standort zunächst keine entscheidende Rolle. Sowohl im Freiland als auch im Gewächshaus und auf dem Balkon fühlen sich die Schädlinge grundsätzlich wohl.
Spinnmilben auf Zimmerpflanzen
Die Winzlinge sind nicht nur im Nutz- und Ziergarten problematisch. In Innenräumen finden sie das gesamte Jahr über beste Lebensbedingungen und können sich nahe der Heizung oder an sonnigen Plätzen während der Wintermonate weiterhin fortpflanzen. Wenn Zimmerpflanzen Spinnmilben aufweisen, sollten Sie zügig handeln. Ganz besonders häufig breiten sich die Schädlinge auf
- Zimmerazaleen
- Zimmerhibiskus
- Gummibäumen
- Zyperngras
- und Palmen
aus. Ebenfalls begehrt bei Spinnmilben sind Orchideen. Um einem Befall in Innenräumen vorzubeugen, sollten Sie trockenes und warmes Klima vermeiden. Pflanzen sprühen Sie am besten regelmäßig und gründlich mit klarem Wasser ein. Ferner ist es ratsam auf der Fensterbank nahe der Blumentöpfe kleine Wasserschalen aufzustellen, die die Blätter und die Luft durch Verdunstung zusätzlich befeuchten.
Zeigen sich Spinnmilben an Orchideen oder anderen Zimmerpflanzen, muss das betroffene Gewächs schleunigst von anderen Pflanzen fortgebracht werden. Die erste Maßnahme ist vorsichtiges Abspülen der gesamten Pflanze mit Wasser. Hiernach wird der gesamte überirdische Bereich vollständig in eine transparente Plastiktüte eingehüllt. Anschließend kann die Pflanze inklusive ihrer Umhüllung wieder zurückgestellt werden. Es dauert rund zwei Wochen, bis die Spinnmilben abgestorben sind.
Zusätzlich zu den genannten fünf Hausmitteln gibt es zahlreiche weitere Empfehlungen. So sollen auch Ackerschachtelhalmbrühe, Milch, Spülmittel und Essig gegen Spinnmilben helfen.