Pflanz- und Pflegeanleitung für Ziergräser
In diesem Pflanz- und Pflegeratgeber finden Sie alle wichtigen Informationen, die Sie benötigen, um Ziergräser erfolgreich zu pflanzen und zu pflegen.
Kurzüberblick – das lesen Sie hier in diesem Garten-Tipp
Pflanz- und Pflegeanleitung für Ziergräser
Ziergräser sind aus unseren Gärten, von Balkonen und Terrassen nicht mehr wegzudenken. Ihre Vielfalt an Formen, Farben und Texturen macht sie zu beliebten Gestaltungselementen. In diesem Pflanz- und Pflegeratgeber erfahren Sie alles Wichtige über die Auswahl, Pflanzung und Pflege von Ziergräsern, damit Sie lange Freude an diesen vielseitigen Pflanzen haben.
Bodenverhältnisse
Gräser sind in der Regel anspruchslos und kommen mit normaler Gartenerde gut zurecht. Allerdings variieren ihre Ansprüche an Standortbedingungen und Bodenverhältnisse je nach Art. Ein gut vorbereiteter, lockerer und unkrautfreier Boden ist für alle Gräser wichtig. Staunässe sollten Sie unbedingt vermeiden, da sie vor allem im Winter schädlich ist.
Für Steingärten oder Steppenpflanzungen bevorzugen Gräser wie Blauschwingel (Festuca) und Federgras (Stipa) einen mageren Boden. Hier kann durch Einarbeitung von Splitt, Kies oder Sand die Bodenbeschaffenheit optimiert werden.
Waldgräser wie Marbel (Luzula) und Waldschmiele (Deschampsia) hingegen bevorzugen einen humosen, frischen Boden und freuen sich über eine Gabe von gut verrottetem Laubkompost.
Auswahl der richtigen Gräser
Die Auswahl der passenden Gräser ist der erste Schritt zu einem erfolgreichen Gräsergarten. Es gibt eine Vielzahl von Gräsern, die für verschiedene Standorte und Verwendungszwecke geeignet sind. Ziergräser wie das Lampenputzergras (Pennisetum alopecuroides) oder das Blaue Pfeifengras (Molinia caerulea) sind ideal für sonnige Plätze und trockene Böden. Schattige Bereiche können mit Waldschmiele (Deschampsia cespitosa) oder Japanischem Waldgras (Hakonechloa macra) bepflanzt werden. Achten Sie bei der Auswahl darauf, die Standortansprüche der Gräser zu berücksichtigen, um ein gesundes Wachstum zu gewährleisten.
Pflanzung
Damit sich die Gräser gut entwickeln, sollten Sie bei der Pflanzung einige Punkte beachten:
- Boden vorbereiten: Unkräuter gründlich entfernen und die Bodenansprüche des jeweiligen Grases berücksichtigen.
- Wässern: Die Pflanzen nach Zustellung auspacken und in einem Eimer mit Wasser etwa 10 Minuten lang wässern.
- Pflanzloch: Ein Pflanzloch in doppelter Größe des Topfballens ausheben. Die Pflanze vorsichtig einsetzen, dabei darauf achten, dass sie nicht tiefer sitzt als zuvor im Topf.
- Angießen: Die Erde leicht andrücken und die Pflanze gut wässern.
- Wasserbedarf: In Trockenperioden und heißen Sommern benötigen die Gräser im Pflanzjahr zusätzliche Wassergaben.
Tipp: Gräser für Kübel- und Topfbepflanzung
Viele Gräser eignen sich hervorragend für die Bepflanzung von Kübeln, Töpfen und Blumenkästen. Je nach Gräserart kann es notwendig sein, das Pflanzsubstrat durch Zugabe von Sand oder Kies anzupassen.
Pflege von Gräsern
- Gräser brauchen für eine gute Standfestigkeit und gesundes Wachstum ausreichend viel Platz. Bei zu engem Stand können die Horste nur schwer Abtrocknen und die Pflanzen werden anfällig für Krankheiten wie Schimmelpilz und Rost.
- Auch Unkräuter nehmen der Pflanze nur unnötig Platz und außerdem Wasser und Nährstoffe weg. Samenunkräuter unbedingt vor der Samenreife jäten. Aufwachsende Unkrautkeimlinge in Gräserhorsten sind nur schwer zu entfernen.
- Einige Grasarten wie Chinaschilf, Reitgras, Blaustrahlhafer oder Schwingel neigen dazu nach einigen Jahren von der Mitte heraus abzusterben. Hier ist es ratsam, die betroffene Pflanze auszugraben und ein Teilstück in gute, ausgetauschte Erde(z. B. Pflanzerde oder Kompost) zurück zu setzen.
- Frost- und Nässeempfindliche Gräser, u. a.Pampasgras und Pfahlrohr, bindet man im Herbst zu einem Schopf (in Form eines Indianerzeltes) zusammen. So wird das Eindringen von Feuchtigkeit ins Pflanzeninnere, und dadurch entstehende Fäulnis, verhindert. Eine dünne Laubabdeckung dient zusätzlich als Schutz vor Frösten.
- Binden Sie andere große Gräser (Chinaschilf, Rutenhirse) ebenfalls zu einem Schopf zusammen, es erleichtert Ihnen den Rückschnitt und verhindert, dass Wind und Witterung die Halme im Garten, beim Nachbarn oder gar der ganzen Siedlung verteilt.
- Frostige Tage und Wintersonne können wintergrüne Gräser enorm schädigen. Durch den gefrorenen Boden kann die Pflanze kein Wasser aufnehmen, was durch die Transpiration der Blätter jedoch erforderlich ist. Eine Abdeckung mit Tannenzweigen spendet den nötigen (Sonnen)Schutz.
Düngen von Ziergräsern
Ähnlich wie mit den Bodenverhältnissen verhält es sich auch bei der Düngung von Gräsern. Lediglich die Prachtgräser (Pampasgras, Chinaschilf, Rutenhirse, Reitgras, Lampenputzergras) benötigen im Frühjahr eine Düngergabe von etwa 50g/m², z. B. Hornspäne oder Manna Spezial Gartendünger. Gräser für den Steingarten, Steppe- und Heidepflanzungen (Festuca, Moskitogras, Federgras, Schillergras) brauchen keine Düngergabe. Hier gilt: weniger ist mehr! Bei zu stark gedüngten Böden verlieren die Gräser ihren natürlichen Wuchscharakter, das Gewebe wird weich und die Pflanzen sind dadurch nicht mehr standfest und anfällig für Krankheiten.
Rückschnitt von Ziergräsern im Garten
Gräser werden generell erst im Frühjahr geschnitten. Zum einem bieten sie im Winter, mit Tau und Reif überzogen, einen reizvollen Anblick. Doch weitaus wichtiger ist der natürliche Winterschutz. In abgeschnittenen, hohlen Halmen sammelt sich im Winter leicht Wasser, was schnell zu Fäulnis führt.
Hier noch ein paar Tipps bevor sie mit dem Rückschnitt beginnen
- Immergrüne Gräser, wie viele Seggen (Carex), das Bärenfellgras, der Blauschwingel (Festuca) oder Marbel-Arten (Luzula), müssen in der Regel nicht geschnitten werden. Hier ist es ausreichend alte, braune Blätter und Halme durch Auszupfen oder Auskämmen zu entfernen. Man fährt dabei am besten mit der Hand, wie mit einem Rechen, über die Pflanzen. Bitte tragen Sie Gartenhandschuhe, da die Blätter sehr scharfkantig und stachelig sein können.
- Sommergrüne Arten, die im Spätsommer und Herbst blühen, wie Rutenhirse (Panicum), Goldleistengras (Spartina), Chinaschilf (Miscanthus), Japanwaldgras (Hakonechloa) oder Pfeifengras (Molinia) fangen erst sehr spät im Frühjahr an zu treiben. Der Rückschnitt ist hier je nach Witterung noch bis Mitte April möglich.
- Deutlich früher, bereits Anfang März, sollte man dem Reitgras (Calamagrostis) oder der Waldschmiele (Deschampsia) ihre Frühjahrsfrisur verpassen. Sie sind früh treibende Gräser und stehen schon gegen Mitte April mit sattem grünem Neuaustrieb im Beet während die eben erwähnten Spätzünder noch keine Reaktion zeigen.
- Der Rückschnitt erfolgt etwa handbreit bzw. 10 bis 20 cm über dem Boden, dabei sollten keine neuen Triebe verletzt werden. Kleinere Gräser sind schnell und einfach mit einer guten Gartenschere zurückgeschnitten. Bei Solitärgräsern können Ihnen maschinelle Geräte wie Heckenschere oder Freischneider die Arbeit deutlich erleichtern.
Unsere Auswahl an Ziergräsern
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