Pflanz- und Pflegeanleitung für Farne
Kurzüberblick – das lesen Sie hier in diesem Garten-Tipp
Die richtigen Boden- und Standortverhältnisse für Farne
Farne sind wahre Waldbewohner und bevorzugen daher auch im Garten schattige, kühle Plätze mit feuchtem, humusreichem Boden. Um schweren Lehmboden oder sehr sandigen Gartenboden zu verbessern, empfiehlt sich die Beimischung von Laubkompost, um den Humusanteil zu erhöhen. Einige Farne gedeihen besonders gut auf saurem Boden, weshalb hier die Einarbeitung von Torf sinnvoll ist.
Viele Farne wachsen hervorragend unter Bäumen und Sträuchern, wo das Falllaub im Herbst als Kompost dienen kann. Sie können das Laub auch auf der Pflanzfläche liegen lassen, da es sich mit der Zeit zu wertvollem Humus zersetzt. Diese natürliche Laubdecke verhindert Unkrautwuchs und reduziert die Bodenverdunstung. Vorsicht ist jedoch bei Walnusslaub geboten, da dessen hohe Gerbsäurekonzentration das Wachstum von Farnen und Stauden hemmen kann.
Einige Ausnahmen wie der Streifenfarn gedeihen auf steinigem Boden, in Mauerfugen oder im Steingarten. Dieser Farn verträgt an schattigen Plätzen sogar Trockenheit und toleriert sonnigere Standorte, benötigt dann aber viel Feuchtigkeit. Achten Sie auf die spezifischen Ansprüche Ihres gewählten Farns, die in der jeweiligen Artikelbeschreibung zu finden sind.
Vermeiden Sie unbedingt Staunässe, besonders im Winter. Ob Sie ein neues Beet anlegen oder ein bestehendes umgestalten, eine gründliche Vorbereitung der Pflanzfläche ist unerlässlich. Dazu gehören das Umgraben und das vollständige Entfernen von Wurzelunkräutern wie Quecke, Giersch oder Ackerwinde. Nach dem Umgraben kann der Boden, falls nötig, mit Kompost oder Pflanzerde aufbereitet werden. Arbeiten Sie das Material grob in den Boden ein und planieren Sie das Beet anschließend mit einem Rechen oder einer Harke.
Farne im Garten pflanzen: Tipps für ein gesundes Wachstum
Ein sorgfältig vorbereitetes Beet oder Pflanzloch ist Grundlage für ein gutes Gedeihen aller Pflanzen. Danach kann es ans Einpflanzen gehen, hier noch ein paar hilfreiche Tipps:
- Schon vor der Pflanzung ist zu überlegen, ob ein winter- oder sommergrüner Farn für Ihre Pflanzung in Frage kommt. Soll der Farn in ein bestehendes Beet integriert werden, sollte sich Sie die Auswahl auch nach den Nachbarpflanzen richten. Stehen spätaustreibende Pflanzen wie Funkien oder Prachtspieren in unmittelbarer Nähe, ist es ratsam einen wintergrünen Farn zu wählen. Er gibt ihrem Beet auch im Winter etwas Farbe und Struktur.
- Nach Zustellung des Paketes sollten Sie die Pflanzen sofort auspacken und gut Wässern. Dazu die Pflanzen in einen Eimer stellen und bis zum Topfrand mit Wasser füllen. Nach etwa 10 Minuten hat die Erde einiges an Wasser aufgenommen und ist gesättigt.
- Bei Neuanpflanzungen empfiehlt es sich die Pflanzen zunächst auf der Fläche auszulegen um evtl. noch Veränderungen der Pflanzabstände oder den benachbarten Pflanzen vorzunehmen. Grundsätzlich beginnt man beim Auslegen und Pflanzen immer mit Gehölzen (Bäume, Sträucher). Unter ihnen finden die Farne später den nötigen Schatten.
- Große Solitärfarne wie der Königsfarn wirken auch als Einzelpflanze sehr imposant. Bei niedrigeren Sorten wirkt eine kleine Gruppe von 3 oder 5 Pflanzen, im Dreiecksverband gepflanzt, sehr eindrucksvoll und natürlich.
- Beim Austopfen sollten Sie etwas vorsichtig vorgehen, starkes Ziehen könnte Triebe und Wedel verletzten. Schnell und sicher bringen Sie die Pflanze aus dem Topf, indem Sie zuerst alle Wurzeln, die aus dem Topfboden gewachsen sind, mit einer Schere abschneiden. Anschließend mit einer Hand den Topf kopfüber festhalten und mit der anderen den Boden leicht zusammendrücken. Die Pflanze sollte dann leicht aus dem Topf rutschen.
- Heben Sie mit einem Spaten ein ausreichend großes Pflanzloch aus. Je nach Bedürfnis des Farnes kann etwas Torf oder Pflanzerde untergemischt werden. Beim Einsetzen sollte die Pflanze nicht tiefer sitzen als zuvor im Pflanztopf. Anschließend die Erde gleichmäßig festdrücken, dabei aber nicht zu stark verdichten.
- Ganz wichtig ist nun das großzügige Wässern rund um den Pflanzbereich. Dafür am besten eine Gießkanne mit Brause verwenden, so kann das Wasser gut von der Erde aufgenommen werden. Bei Neuanlage eines Beetes ist der Einsatz eines Rasensprengers sehr vorteilhaft.
- Vor allem im Pflanzjahr muss bei trockenem Wetter regelmäßig und kräftig gegossen werden.
Farne für die Topf- und Trogbepflanzung
Farne können eine wunderbare Ergänzung für Topf- und Troggärten sein und bezaubern durch ihr üppiges Grün und ihre filigrane Struktur. Diese Pflanzen eignen sich besonders gut für schattige Bereiche auf der Terrasse, dem Balkon oder entlang von Gartenwegen. Sie bringen nicht nur eine elegante Note in Ihre Außenbereiche, sondern tragen auch zu einem angenehmen Mikroklima bei.
Damit Farne in Töpfen oder Trögen optimal gedeihen, ist es wichtig, ihre speziellen Bodenbedürfnisse zu berücksichtigen. Ein Pflanzsubstrat, das mit Torf oder Laubkompost angereichert ist, bietet die notwendigen Nährstoffe und die ideale Feuchtigkeitsspeicherung. So können Sie sicherstellen, dass Ihre Farne prächtig wachsen und ihre volle Schönheit entfalten.
In unserer Verwendungskategorie: Für Balkonkästen und kleine Töpfe finden Sie die dafür geeigneten Farne. Weitere, wichtige Informationen zur Topfbepflanzung finden Sie unter: Allgemeine Pflanz- und Pflegeanleitung für Balkonkästen und kleine Töpfe
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Durchschnittliche Bewertung von 4.7 von 5 Sternen
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Düngung von Farnpflanzen
Farne müssen nicht zwingend gedüngt werden, denn diese Aufgabe übernimmt der oben schon oft erwähnte Laubkompost. Er sorgt nicht nur für eine gute Bodenstruktur, sondern ist auch sehr nährstoffreich. Wenn Sie im Frühjahr die nebenstehenden Blütenstauden und Sträucher mit organischem Dünger (z. B. Hornspäne oder Hornmehl) versorgen, schadet dem Farn eine kleine Düngergabe sicherlich nicht. In der Hauptwachstumszeit von Frühjahr bis Sommer kann dem Gießwasser ab und zu auch eine selbst hergestellte Brennnesseljauche zugefügt werden. Der hohe Stickstoffanteil sorgt für kräftig grüne Wedel.
Pflege von Farnpflanzen
Farne sind, vorausgesetzt der Standort ist richtig gewählt, sehr pflegeleichte und langlebige Pflanzen.
- Am Naturstandort im Wald werden die Farne im Winter ganz natürlich vom abgefallenen Herbstlaub geschützt. Auch im Garten ist eine leichte Laubabdeckung zu empfehlen. Auch Spätfrostschäden an früh treibenden Farnen können so verhindert werden.
- Falls Sie kein Laub zur Hand haben, können auch Tannenzweige oder ein Winterschutzvlies verwendet werden. Sie sollten es mit der Laubabdeckung aber nicht übertreiben. Unter einem großen, nassen Laubhaufen besteht die Gefahr der Fäulnis und der Ausbreitung von Schimmelpilzen. Das Laub am besten nur locker über die Pflanzen streuen.
- Farne werden nur selten von Schädlingen befallen. Ein uns bekannter Schädling sind die Larven des Dickmaulrüßlers. Sie leben im Boden und fressen an den Wurzeln von Farnen und Stauden. Zur biologischen Bekämpfung der kleinen weißen Larven kommen Fadenwürmer (HM Nematoden) zum Einsatz.
- Das jäten von Unkräutern bleibt in keinem Garten aus und ist mehrmals im Jahr notwendig. Sie entziehen dem Boden nur unnötig Wasser und Nährstoffe.
- Farne lieben einen feuchten Boden, deshalb ist es wichtig, dass Sie in Trockenperioden und auch im Pflanzjahr gut wässern. Staunässe hingegen mögen Farne nicht. Wir empfehlen unser Bewässerungssystem!
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Rückschnitt von Farnpflanzen
Wichtig vor dem Rückschnitt von Farnen ist zu wissen, ob es sich um eine sommer- oder wintergrüne Art handelt. Die entsprechende Information finden Sie in der jeweiligen Artikelbeschreibung.
Die Wedel sommergrüner Farne werden im Herbst braun und können dann bodennah abgeschnitten werden. Ebenso besteht die Möglichkeit eines Rückschnitts im Frühjahr. Hier sollten Sie unbedingt darauf achten, frisch getriebene, neue Wedel nicht zu verletzten.
Wintergrüne Farne schneidet man im Frühjahr zurück. Wird der Anblick des Farnes durch abgeknickte oder bräunliche Wedel unschön, ist der richtige Zeitpunkt für die Frühjahrsrasur. Auch hier sollten Sie vorsichtig vorgehen, die frischen Wedel könnten schon austreiben.
Fazit
Farne sind vielseitige und pflegeleichte Pflanzen, die sowohl im Garten als auch in Töpfen und Trögen eine gute Figur machen. Sie bevorzugen schattige, feuchte Standorte und einen humusreichen Boden. Mit der richtigen Vorbereitung und Pflege, wie der Anreicherung des Bodens mit Torf oder Laubkompost und regelmäßigem Gießen, können Farne prächtig gedeihen. Besonders im Garten bieten sie durch ihre elegante Struktur und ihr üppiges Grün einen ansprechenden Blickfang. Die Anleitung von Native Plants bietet wertvolle Tipps für die erfolgreiche Pflanzung und Pflege von Farnen.
Die Welt der Farne
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