Nützlinge richtig schützen

Liebe Gartenfreunde,
wenn es um die Schädlingsbekämpfung geht, entscheiden sich immer mehr von Ihnen für Nützlinge als biologische Helferlein. Das befürworten wir sehr, da wir davon überzeugt sind, dass es im heimischen Garten keiner „Chemiekeule“ bedarf.
Im Rahmen der Beschreibungen zum jeweiligen Nützling haben wir bereits einige Informationen für Sie zusammengestellt und wichtige Fragen beantwortet. Dennoch erhalten wir immer wieder Anfragen speziell zum richtigen Ausbringen und zum Schutz der Nützlinge.
Deshalb möchten wir in diesem Blog-Beitrag noch etwas näher auf diese Themen eingehen und haben außerdem noch fünf bebilderte DIY-Anleitungen für Unterkünfte gesammelt.

Die Wetterlage beachten

Gerade bei Marienkäferlarven spielt das Wetter bei der Ausbringung eine wichtige Rolle. Die Nützlinge müssen gegen starken Wind, Regen sowie vor allem gegen sehr niedrige und hohe Temperaturen geschützt werden.
Deshalb empfehlen wir Ihnen vor dem Kauf von Nützlingen den Wetterbericht für die kommende Zeit zu prüfen und den Einsatz der Helfer dementsprechend zu planen. Bei manchen Nützlingen (z.B. verschiedene Nematoden-Arten) ist es zudem möglich diese ein paar Tage im Kühlschrank zu lagern, wenn Sie diese nicht sofort ausbringen können.

Nützlinge mit DIY-Unterkünften schützen

Wir bieten Ihnen diese wiederverwendbaren Nützlingsbox aus Holz zum Schutz und leichteren Ausbringen der Nützlinge. Sollten Sie jedoch eine selbstgemachte Lösung bevorzugen, haben wir nachfolgend fünf geeignete DIY-Alternativen zusammengestellt, die wenig kosten und schnell hergestellt sind.

1. Das Bambus-Hotel

• Wenn Sie noch Bambusstäbe über haben, können Sie 5-10 cm lange Stücke in den Boden stecken oder an einem Ast befestigen
• Dies bietet den Larven von Marienkäfern oder Florfliegen einen guten Schutz

2. Ein Nest aus Heu oder Holzwolle

• Aus Heu/Stroh oder Holzwolle können Sie mit der Hand kleine Nester formen
• Diese eignen sich ideal für den Einsatz in Pflanzkästen oder in Gemüsebeeten

3. Die Tannenzapfen-Unterkunft

• Tannenzapfen sind (fast) immer zu finden und das natürlichste Material in Ihrem Garten
• Sobald der Tannenzapfen getrocknet ist, öffnet sich dieser und bietet Nützlingen Schutz
• Auch hier ist ein flexibler Einsatz möglich – einfach dort hinlegen, wo Sie ihn gerade brauchen (z.B. im Beet oder in kleinen Gehölzen.

4. Der Tontopf als Wolkenkratzer

• Auch mit kleinen alten Tontöpfen (gerne mit Heu/Stroh oder Holzwolle füllen) können Sie eine schützende Unterkunft für Nützlinge schaffen
• Sie können diese entweder ins Beet stellen oder als „hängende Glocke“ in befallenen Gehölzen anbringen

5. Die Notlösung für Bastler

• Als Notlösung können Sie auch alte Milchtüten verwenden
• Dafür schneiden Sie den Tetra Pak in der Mitte auf und waschen diesen gut aus. Anschließend füllen Sie ihn mit Heu/Stroh oder Holzwolle und platzieren ihn neben oder im befallenen Gewächs