Birnbäume pflanzen und pflegen
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Birnbäume pflanzen und pflegen
Ob Pflanzung, Pflege oder Schädlinge: Wie Ihr Birnbaum von Anfang an gesund wächst und leckere Früchte ausbildet.
Wichtig:
Beschneiden Sie einen Birnbaum, der unter Feuerbrand leidet, müssen Sie Ihr gesamtes Schnittwerkzeug im Anschluss sehr sorgfältig reinigen und alle Flächen sowie Geräte desinfizieren. Sonst kann es passieren, dass sich das Bakterium Erwinia amylovora auf andere Bäume überträgt.
Schwarze Blätter am Birnbaum
Entdecken Sie, dass Ihr Birnbaum schwarze Blätter bekommt, muss nicht zwingend gleich Feuerbrand dahinterstecken. So äußern sich nicht nur Birnen Krankheiten anhand der Blätter, sondern auch widrige Umstände: besonders kühle Temperaturen, große Feuchtigkeit und Nachtfrost können dafür sorgen, dass sich das Laub binnen kürzester Zeit dunkel verfärbt.
Obstbaumkrebs
Der Obstbaumkrebs wird durch den Pustelpilz Neonectria verursacht. Dieser dringt durch Verletzungen in den Baum ein und vermehrt sich dort. Anfangs weisen die Triebe lediglich leichte bräunliche Stellen auf, im weiteren Verlauf allerdings kann es zur Ausbildung großer Geschwulste und zum Aufplatzen der Rinde kommen. Orangefarbene oder rote Pusteln sind ein weiterer Hinweis auf die Erkrankung.
Da es sich bei Obstbaumkrebs um eine Krankheit handelt, die recht komplex sein kann und nicht nur bei Birnen vorkommt, haben wir einen gesonderten Ratgeber verfasst. Hier erfahren Sie, wie Sie Obstbaumkrebs behandeln und welche Risikofaktoren es gibt.
Birnbaum Schädlinge
Abgesehen von Krankheiten können auch Schädlinge dem Birnbaum zusetzen. Zu den wichtigsten gehören nicht nur Insekten, sondern ebenso Nagetiere. Eine Gefahr können vor allem diese fünf Plagegeister darstellen:
- Birnenblattsauger: Dieser Schädling saugt an den Blättern des Birnbaums, was sich im Schadbild niederschlägt. Auf den Blattoberflächen finden sich klebrige Honigtau-Ablagerungen sowie Verkrüppelungen. Den Birnenblattsauger können Sie wie Blattläuse bekämpfen. Befallene Blätter sammeln Sie idealerweise direkt auf oder entfernen sie. Die Entsorgung über den Hausmüll empfiehlt sich.
- Wühlmäuse: Wühlmäuse sind insbesondere für junge Birnbäume problematisch. Sie nähern sich den Gewächsen unterirdisch und fressen die Wurzeln an. Bei jungen Bäumchen kann dies zu einer Mangelversorgung mit Nährstoffen und dementsprechendem Absterben des Baums führen. Wissen Sie, dass es bei Ihnen Wühlmäuse gibt, pflanzen Sie Ihren Baum am besten in einen passenden Gitterkorb.
- Apfelwickler: Wenngleich sein Name auf eine andere Obstsorte hinweist, kann der Apfelwickler auch Birnbäume befallen. Nach der Flugzeit im Frühsommer legt das Insekt Eier auf Früchten und Blättern ab. Ein Befall führt zu verfrühtem Fall der Früchte. Mit Wellpappe um den Baumstamm und weiteren Maßnahmen wie dieser Pheromonfalle können Sie den Apfelwickler bekämpfen und sinnvoll vorbeugen.
- Birnengallmücke: Diese kleine Mücke legt ihre Eier auf den Blüten des Birnbaums ab. Später finden sich in den Früchten Fraßspuren. Im weiteren Verlauf verfaulen die Birnen und fallen vom Baum. Eine Schwarzfärbung der Birnen ist ein deutliches Indiz für einen Befall mit der Birnengallmücke. Entfernen Sie die Früchte und entsorgen Sie sie in einem verschlossenen Beutel über den Hausmüll.
- Birnenprachtkäfer: Anders als die anderen Schädlinge macht sich der Birnenprachtkäfer nicht über Früchte und Blüten her, sondern platziert seine Eier in den Vertiefungen der Baumrinde. Sobald die Larven schlüpfen, dringen sie an Ort und Stelle durch die Rinde in tiefere Schichten ein und hinterlassen Fraßgänge. Bei einem Befall sollten Sie die betroffenen Stellen sorgfältig entfernen und mit einem geeigneten Balsam behandeln.