Unsere Süßkirsche und die Kirschfruchtfliege

Wie haben wir uns dieses Frühjahr doch auf die vielen Früchte an unserem Süßkirschbaum gefreut. Sobald die Früchte annähernd rot waren, wurde ungeduldig, fast täglich probiert, ob die Kirschen schon reif und lecker süß sind.

Ungebetener Besuch: Die Maden der Kirschfruchtfliege

Kaum war es dann soweit, dass die Kirschen prall und dunkelrot vom Baum leuchteten, als wir die erste Made in einer Kirsche fanden. Dann in der nächsten und in der danach und so weiter! Genervt und fast schon frustriert, baute ich die Leiter ab und erklärte die Kirschsaison damit frühzeitig für beendet.

Hühner als Geheimtipp gegen die Kirschfruchtfliege

Hahn und Hennen unter dem Kirschbaum
Unser Hahn Horsti und seine Mädels unterm Kirschbaum

Unsere Gartenbäuerin gab uns den Tipp unsere Zwerghühner unter dem Kirschbaum laufen zu lassen, da die für uns ekligen Maden eine eiweißhaltige Delikatesse für das Federvieh darstellt. Also wurde der Auslauf, der sich zum Glück direkt neben dem Kirschbaum befindet, mit einem mobilen Weidezaun vergrößert und die Hühner machten sich ab da ans Werk.

Alle paar Tage haben wir aufgrund der wirklich vielen Kirschen zusätzlich das befallene Fallobst zusammengerecht und in der Biotonne entsorgt. Eine Entsorgung über unseren Komposthaufen wäre kontraproduktiv, da die Kirschfruchtfliege ja sonst von dort aus im kommenden Frühjahr starten würde.

Die Befürchtung unseres Jüngsten, die Frühstückseier könnten aufgrund der einseitigen Ernährung nun mehr nach Kirschen schmecken – hat sich im Übrigen nicht bewahrheitet 🙂

Ausblick: Wie geht es nun weiter?

Unsere Hühner waren zwar fleißig, wir befürchten aber, dass es ein Teil der Maden in den Boden geschafft hat, wo diese sich nun verpuppen, überwintern und im Mai – sobald die Kirschen sich färben und es wärmer wird – schlüpfen, um sich wieder über unsere Kirschen her zu machen.

Daher lassen wir die Zwerghühner nun bis zum Spätsommer unterm Kirschbaum scharren und dann wieder im Frühjahr (sicherheitshalber bereits ab April) – in der Hoffnung, dass die Hühner die neue Generation Kirschfruchtfliegen dann noch erwischen. Wir werden wieder berichten.

Gärtner Christoph
Ein Artikel von Gärtner Christoph

Schlagwörter