Clematiswelke vorbeugen
Unterscheidung nach Art und was Sie tun können
Wundervolle Farben und prächtige Blüten sind es, die die Clematis bei Gartenfreunden so beliebt macht. Zeigt die schöne Pflanze plötzlich Anzeichen der Clematiswelke, gibt es ohne Behandlung aber schon bald keinen Grund zur Bewunderung mehr. Dabei spielen sogar zwei Arten dieser Erkrankung eine Rolle.
Wir zeigen Ihnen, worin sich Phoma- und Fusarium-Clematiswelke unterscheiden und wie Sie die Krankheit bekämpfen können. Zudem halten wir einige Tipps zur Vorbeugung bereit.
Achtung:
Wird die Erkrankung nicht rechtzeitig behandelt, kommt es zum Absterben des kompletten überirdischen Teils Ihrer Clematis. Gut ist, dass sie nicht auf das Wurzelwerk übergeht, weswegen eine einst befallene Pflanze mit etwas Geduld in den nächsten Jahren wieder austreiben kann.
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Bedarfsgerecht pflanzen
Humusreicher und lockerer Boden tut der Clematis gut. Entfernen Sie Wurzeln anderer Gewächse im Erdreich und schützen Sie sie gegebenenfalls mit einer Wurzelsperre. Eine Drainage mit Kies hilft dabei, Wasser besser abfließen zu lassen. Bewahren Sie die Clematis vor zu starker Sonnenstrahlung und setzen Sie sie so tief ein, dass wenigstens ein Knospenpaar unterhalb der Erdoberfläche liegt. Dies stabilisiert die Pflanze.
Übrigens: Wie Sie Ihre Clematis richtig pflanzen, zeigen wir Ihnen in der verlinkten Anleitung.
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Kontrolle der Pflanze ab Mai
Betrachten Sie die unteren Blätter Ihrer Clematis bereits im Mai regelmäßig. Dies beugt einem Befall zwar nicht vor, hilft allerdings dabei, die Clematiswelke zu behandeln, wenn sie noch nicht zu weit fortgeschritten ist. -
Das Beet sauber halten
Alle Blätter, die Ihre Clematis verloren hat, sollten vollständig entsorgt werden. Das gilt auch für Reste aus dem vorigen Jahr, denn auf ihnen kann sich der Erreger sonst gut entwickeln. -
Vorsichtig wässern
Die oberen Teile der Clematis dürfen beim Gießen nicht nass werden. Achten Sie daher darauf, nur die Wurzeln zu gießen.
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Einen guten Standort wählen
Zu viel Feuchtigkeit durch Regen ist für die Clematis genauso schlecht wie ständiges Gießwasser auf das Blattwerk. Platzieren Sie Ihre Pflanzen folglich am besten an einem vor Regen geschützten Platz mit guter Durchlüftung. Ein Standort mit schattigem Fuß verhindert starkes Aufwärmen des Wurzelbereiches, was dem Pilz das Leben ebenfalls schwer macht.
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Die Pflanze stabilisieren
Je mehr sich eine Clematis bewegen und wackeln kann, desto höher steigt das Risiko für Verletzungen des Stängelgrunds. Dort dringt der Erreger besonders gerne ein. Stabilisieren Sie die Clematis deshalb mit Hilfe von Stäben. Dafür empfehlen wir Ihnen dieses Rankgitter aus Bambus zum Selbstaufbau.
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Sinnvoll düngen und wässern
Eine gestärkte Clematis kann sich dem Erreger der Phoma-Clematiswelke besser widersetzen. Aus diesem Grund sollte die Pflanze mit einem entsprechenden Universaldünger gepflegt und bedarfsgerecht gewässert werden. Zu viel Wasser erzeugt Staunässe, zu wenig wiederum schwächenden Wasserstress.
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Hausmittel: Pflanzenstärkung mit Salicylsäure
Die in blutverdünnenden Medikamenten enthaltene Acetylsalicylsäure soll als Hausmittel helfen, die Pflanze zur Vorbeugung der Clematiswelke natürlich zu behandeln. Geben Sie hierfür fünf Kopfschmerztabletten in 2,5 Liter Wasser und nutzen die Mischung als Gießwasser. Dies hat einen stärkenden Effekt und macht die Clematis widerstandsfähiger gegen den Erreger.
Sie fanden unseren Ratgeber bisher hilfreich? Sollten Sie noch weitere Unterstützung im Kampf gegen Schädlinge und Krankheiten im Garten benötigen, möchten wir an dieser Stelle gerne auf unsere anderen Artikel hinweisen.
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Richtig pflanzen
Die Clematis sollten Sie auf einem tiefgründig gelockerten Boden anpflanzen, um eine gute Entwicklung ihrer Wurzeln zu ermöglichen. Der Einsatz von humusreicher Erde ist ratsam. Staunässe im Bereich der Wurzeln können Sie mit einer Drainageschicht vorbeugen. Damit es nicht zu Schäden durch starke Sonneneinstrahlung kommt, sollte die Clematis mit Hilfe eines Netzes vor allem im Winter abgedeckt werden. Die Clematis sollte ca. 5 bis 7 cm tiefer wie im Topf eingepflanzt werden. Mindestens ein bis zwei Knospenpaare müssen unter der Erde liegen. Somit wird der Stand stabiler und die Triebe knicken nicht so leicht um.
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Die Pflanze trocken halten
Wie die meisten Pilze schätzt Coniothyrium clematidis-rectae eine feuchte Umgebung. An einem regengeschützten Platz mit guter Durchlüftung fühlt sich Ihre Clematis wohl und ist vor dem Erreger sicherer. Achten Sie beim Gießen darauf, die Blätter und Triebe nicht nass zu machen.
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Stärkende Maßnahmen ergreifen
Um Ihre Clematis widerstandsfähiger zu machen, düngen Sie sie artgerecht und sorgen für eine ausgewogene Wasserzufuhr. Wir empfehlen Ihnen dazu unseren Universaldünger für Gartenpflanzen.
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Unkraut beseitigen
Da sich unter der Pflanze in dichtem Unkraut viel Feuchtigkeit sammeln kann und die lästigen Gewächse Ihrer Clematis wichtige Nährstoffe rauben, sollten Sie Unkräuter regelmäßig entfernen. Etwas Rindenmulch kann für zusätzlichen Schutz sorgen.
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Verletzungen der Pflanze vermeiden
Da beide Arten der Clematiswelke durch Verletzungen eindringen, hilft eine Stabilisierung der Pflanze auch beim Vorbeugen gegen Fusarium. Behandeln Sie Ihre Clematis stets schonend und vermeiden es bei der Pflege, Blätter oder Triebe zu beschädigen.