Clematis pflanzen und pflegen
Clematis pflegen: Alles rund um Schnitt, Dünger und Überwinterung
Eine solide Clematis Pflege schützt vor unangenehmen Erkrankungen, Minderwuchs und sorgt für eine prächtige Blüte. Wichtig ist hier in Abhängigkeit der Sorte nicht nur ein Rückschnitt, sondern auch artgerechtes Düngen und Wässern. Mehr über die entscheidenden Details erfahren Sie in den folgenden Abschnitten.
Clematis zurückschneiden: Wann und wie?
Der Rückschnitt bei Clematis ist je nach Art und Sorte verschieden. Dabei muss unterschiedlich oft und auch tief geschnitten werden, um einen nachhaltigen und kräftigen Wuchs sowie einen schönen Blütenflor zu ermöglichen.
So gilt beispielsweise für viele Hybriden ein zögerlicheres Vorgehen als bei sommerblühenden Vertretern. Wilde Arten können wiederum gänzlich ohne Schnitt auskommen. Die jeweilige Empfehlung in unseren Artikelbeschreibungen gibt Aufschluss darüber, wie und ob Sie Ihre Waldrebe schneiden müssen.
Tipp für den ersten Schnitt:
Sie sollten Ihre Clematis im ersten Frühjahr nach dem Pflanzjahr auf circa 30 bis 50 Zentimeter herunterschneiden. Dadurch erhalten Sie eine stärker verzweigte und kräftige Clematis, an der Sie viel Freude haben werden.
Eine gute Orientierungshilfe beim Clematis Schnitt ist auch die jeweilige Schnittgruppe:
Clematis Schnittgruppe 1: Die Frühjahrsblüher
In Schnittgruppe eins werden jene Gattungen eingeordnet, deren Knospen schon in der letzten Saison angelegt wurden. Dies bedeutet, dass sie am alten Holz blühen und infolgedessen keinen Schnitt benötigen. Zu dieser Gruppe zählen Clematis alpina (Alpen-Waldrebe) sowie montana (Berg-Waldrebe).
Es kann sein, dass Sie Clematis der Schnittgruppe eins doch einmal beschneiden müssen, um wieder kräftigere Blüten anzuregen oder die Größe des Gewächses zu verringern. Wann Sie die Clematis schneiden, ergibt sich aus der Blütezeit: Nach dem Mai ist der Schmuck verblüht und ein Schnitt möglich.
Clematis Schnittgruppe 2: Blüte im Frühling und Spätsommer
Schnittgruppe zwei beschreibt Clematis, die zweifach jährlich blühen. Die erste Blüte findet an Trieben des Vorjahres statt, während die zweite an neuen Trieben zu beobachten ist. Einige Hybridsorten zählen zu dieser Schnittgruppe. Beim Schnitt empfiehlt es sich, während des Winters – zwischen November und Januar – etwa die Hälfte der Vorjahres-Triebe zu beschneiden.
Extra-Tipp
Hybridsorten neigen nicht selten zu Verkahlung im unteren Bereich. Ein großzügiger Rückschnitt in fünfjährigem Abstand verhindert dies. Die Waldrebe schneiden Sie auf maximal 20 und wenigstens 50 Zentimeter zurück.
Clematis Schnittgruppe 3: Die Sommerblüher
Es gibt Clematis, die lediglich an jenen Trieben blühen, die sich erst im neuen Jahr bilden. Berücksichtigen sollten Sie dies unter anderem bei den Gattungen viticella und tangutica sowie einzelnen Hybridsorten mit großen Blüten, die allesamt in Schnittgruppe drei eingeordnet werden.
Möchten Sie Sorten wie Clematis viticella schneiden, nehmen Sie gerne einen beherzten Rückschnitt zwischen November und Dezember vor. Die Haupttriebe dürfen ohne Scheu auf rund 30 bis 50 Zentimeter zurückgeschnitten werden. So hat die Waldrebe genügend Zeit, neue Triebe auszubilden, die dank ihrer Länge ausreichend Platz für frische Blüten bieten.
Gärtner-Tipp
Die Sommerblüher unter den Waldreben sind auf einen Rückschnitt angewiesen. Bleibt dieser aus, kann es einerseits zu Verkahlung und andererseits zu einer immer kargeren Blüte kommen.
Fazit
Mit der richtigen Pflege wird die Clematis zur wahren Pracht in Ihrem Garten. Durch die Beachtung einfacher Pflanz- und Pflegetipps wie die Wahl des optimalen Standorts, regelmäßiges Düngen und gezielten Rückschnitt, können Sie eine üppige Blüte und gesundes Wachstum sicherstellen. Ihre Clematis wird Ihnen Jahr für Jahr Freude bereiten. Entdecken Sie jetzt die Vielfalt der Clematis und holen Sie sich diese bezaubernde Kletterpflanze für Ihren Garten bei Native Plants.