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Aprikosenbaum pflanzen und pflegen Garten-Tipp

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Aprikosenbaum pflanzen und pflegen

Richtig pflanzen, pflegen und Krankheiten vorbeugen: So wächst Ihr Aprikosenbaum gesund und liefert saftige Früchte.

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Aprikosenbaum pflanzen: Zeitpunkt, Abstand und Standort

IMG_7950-wsMit ihrem süß-saftigen Fruchtfleisch passen Aprikosen (Prunus armeniaca) perfekt in jeden Naschgarten. Ganz einfach machen es diese Bäume Gartenfreunden jedoch nicht, denn sie stellen besondere Anforderungen.

Bevor Sie einen Aprikosenbaum pflanzen, sollten Sie sich daher eingehend über die passenden Rahmenbedingungen informieren. Wir haben alles, was wissenswert ist, für Sie zusammengefasst.

Wann Aprikosenbaum pflanzen?

Nur die Geduldigsten unter uns möchten einen Aprikosenkern einpflanzen. Schließlich dauert es einige Zeit, bis aus Kern und Sprössling ein Bäumchen geworden ist, das Früchte tragen kann. Vermutlich tendieren auch Sie deshalb dazu, direkt einen Baum auszuwählen und in Ihren Garten zu integrieren.

Eine elementare Rolle spielt beim Aprikosenbaum Pflanzen die Jahreszeit. Es bietet sich dabei aber nicht nur ein Zeitpunkt an. Ihre Aprikose pflanzen können Sie sowohl in den Monaten Oktober und November (noch vor dem Frost) als auch später im März und April, wenn sich die Minusgrade verabschiedet haben.


Übrigens: Bei Aprikosen kann die Sortenwahl wichtig sein, wenn es um die Anfälligkeit für Krankheiten geht. Wollen Sie Aprikosen kaufen, finden Sie bei uns widerstandsfähige Vertreter wie 'Ungarische Beste' und 'Kuresia®'.


Vor der Pflanzung sollten Sie den Boden sorgfältig auflockern und den Baum im Wurzelbereich behutsam einritzen. Vor allem im Frühling benötigt das Gewächs während der ersten Wochen viel Feuchtigkeit, allerdings darf es nicht zu Staunässe kommen.

Welcher Pflanzabstand gilt bei Aprikosenbäumen?

Ein durchschnittlicher Aprikosenbaum braucht etwa acht Quadratmeter Platz. Ihn können Sie sowohl freistehend an einem geeigneten Standort platzieren als auch nahe einer Wand. Vor allem das Kultivieren als Spalierobst ist bei diesen Obstbäumen sehr beliebt. Hier reduziert sich der Platzbedarf entsprechend.

Welches sind der ideale Boden und Standort für Aprikosenbäume?

107147242_m-wsDa die süßen Steinfrüchte aus besonders warmen und trockenen Gefilden stammen, wünscht sich Ihr Aprikosenbaum einen Standort, der diesen Bedingungen möglichst nahekommt. Der optimale Platz bietet dem Gewächs

  • volle Sonne
  • ausreichend Wärme
  • Schutz vor Wind
  • und Schutz vor Regen.

Erneut erweist sich die Platzierung an einer Hauswand als sinnvoll, denn dort lässt sich auch der Regenschutz leichter bewerkstelligen.

Der Boden, in den die Aprikose ihre Wurzeln schlägt, sollte nährstoffreich und warm sein. Keinesfalls verträgt das Gewächs viel Feuchtigkeit, Staunässe und kühle Böden. Vor der Pflanzung lohnt sich die Verbesserung des Untergrundes je nach aktueller Beschaffenheit.

Bei sehr undurchlässigen Böden empfehlen wir die Auflockerung mit Sand und das Anlegen einer Drainageschicht. Wenn Sie Ihren Aprikosenbaum im Topf kultivieren, sollten Sie ebenso auf eine gute Drainage achten.

Ist das Erdreich sehr sandig und eher nährstoffarm, kann das Aufbessern mit Kompost aus Laub oder Rinde für einen vorteilhaften Humusgehalt sorgen und dem Baum somit eine gute Wachstumsgrundlage bieten.

Aprikosenbaum pflegen: Düngen, Schneiden und Überwintern

Hat sich Ihr Baum erst einmal seinen Platz in Ihrem Garten gesichert, wollen Sie ihm selbstverständlich eine bestmögliche Umgebung schaffen. Entscheidend bleibt für den Aprikosenbaum eine Pflege, die seine individuellen Bedürfnisse berücksichtigt. Darauf kommt es an:

Aprikosenbaum düngen: Wann und womit?

Aprikosenbäume sind im Vergleich zu anderen Obstpflanzen auf eine geringere Nährstoffzufuhr angewiesen. Dennoch kann es sinnvoll sein, mit behutsamen Düngergaben zu arbeiten und die Ausbildung von Früchten zu unterstützen.

Im Frühling weiß die Aprikose frischen Gartenkompost im Wurzelbereich zu schätzen. Je Quadratmeter rund um den Baum können Sie dabei bis zu drei Liter in den Boden einarbeiten. Dies fördert einen ausgewogenen Humusgehalt und somit auch die Gesundheit des Baums.

Prinzipiell gilt für das restliche Jahr: bei Aprikosen ist eine zu hohe Nährstoffversorgung kontraproduktiv und kann eine verzögerte Reifung der Triebe auslösen. Der Baum ist dann sehr viel anfälliger für Frostschäden im Winter.

Aprikosenbaum schneiden: Wann und wie?

Damit Sie bei Aprikosen zur Erntezeit aus den Vollen schöpfen können, ist der regelmäßige Schnitt des Baumes wichtig. Nehmen Sie einen Erstschnitt im Frühjahr vor und entfernen Sie etwa 30 Prozent der Trieblänge und der Verästelungen. Nach getaner Arbeit sollten am Baum zwischen drei und fünf starke Äste zurückbleiben.

Geht es darum, Aprikosenbäume zu schneiden, ist weniger intensives Eingreifen vorteilhaft. Diese Bäume gedeihen gut, neigen jedoch nicht so sehr zum Verkahlen. Daher lohnt es sich, nach der Ernte im Sommer einen behutsamen Schnitt vorzunehmen. Wenn Sie Ihre Aprikose schneiden, konzentrieren Sie sich auf Triebe, die senkrecht nach oben wachsen und entfernen Sie diese.

Wie Sie Ihren Aprikosenbaum schneiden sollten und was konkret zu beachten ist, erfahren Sie in unserem Extra-Ratgeber.


Gut zu wissen: Wenngleich ein Aprikosenbaum keinen starken Schnitt benötigt, kann er im Alter etwas „müde“ werden und weniger Erträge liefern. In diesem Fall dürfen Sie die Schere gerne mutiger ansetzen und alte Zweige so einkürzen, dass nahe der Basis vitale Seitentriebe stehenbleiben.


IMG_8044-wsAprikosenbaum überwintern

Etwa bis zu einer Temperatur von minus 18 Grad Celsius hält es die Aprikose im Garten gut aus. Problematisch für die Gewächse ist meist also nicht der Winter, sondern dessen späte Ausläufer.


Fröste um den Beginn der Blütezeit herum zerstören die künftige Ernte, weshalb Sie rechtzeitig Schutzmaßnahmen ergreifen sollten. Mit einem Vlies rund um die Krone Ihres Baums lassen sich Frostschäden an Blüten und Knospen häufig vermeiden. So bleibt Ihnen die Ernte trotz widriger Bedingungen sicher.

Wenngleich der Aprikosenbaum winterhart ist, verhält es sich bei der Kultur in Topf und Kübel grundsätzlich anders. Der Wurzelballen ist hier nicht durch den Gartenboden geschützt, sondern der Kälte deutlich direkter ausgesetzt. Dies kann zu einem Durchfrieren und letztlich zu starken Frostschäden am Baum führen.

Holen Sie eine Aprikose im Kübel daher über den Winter an einen gut geschützten Platz, stellen Sie sie auf eine Styroporplatte und umwickeln Sie den Wurzelbereich mit wärmendem Vlies. Alternativ empfehlen wird das Umplatzieren der Pflanze an einen hellen, frostfreien Ort, an dem es trotzdem nicht zu warm sein darf. Ein unbeheizter Wintergarten oder eine Garage kommen infrage.

Aprikosen ernten: Wann und wie?

80047618_m-wsAll die Mühe rund um die Pflege hat sich gelohnt, wenn Sie zur Aprikosenernte mehrere Hände voller leuchtender Früchte ins Haus holen können. Der Zeitpunkt der Reifung kommt für gewöhnlich ab Juli und kann bis in den September hinein reichen.

Eine reife Aprikose erkennen Sie an ihrer leuchtend orangefarbenen Haut mit leicht roten Bäckchen und der auf Druck sanft nachgebenden Oberfläche. Die Frucht pflücken Sie ohne sie zu quetschen und inklusive des kleinen Stielansatzes.

Sollten Sie bei Ihren Aprikosen nicht warten können, bis diese vollkommen reif sind, ist das nicht schlimm. Pflücken Sie die Früchte gerne schon etwas vor der idealen Reife und lagern Sie sie warm. So kann das Naschobst im Haus noch nachreifen.


Achtung: Aprikosen lassen sich nicht allzu lange lagern. Haben Sie viele Früchte geerntet, frieren Sie diese am besten ein. Dafür sollten die Früchte halbiert und entsteint werden. Tauchen Sie sie in Zitronensaft, bleiben die Aprikosen auch nach dem Auftauen schön orange.


 

Verbreitete Aprikosenbaum Krankheiten

Wie andere Kern- und Steinfrüchte können auch Aprikosen an Krankheiten leiden, die die Blätter und Früchte betreffen. Hier spielt das Thema Vorbeugung eine entscheidende Rolle, denn manche Probleme lassen sich nach dem Ausbruch kaum effektiv beseitigen. Wir zeigen Ihnen die wichtigsten Aprikosenbaum Krankheiten:

Kräuselkrankheit am Aprikosenbaum

Von dieser Erkrankung haben erfahrene Gartenfreunde sicherlich bereits gehört. Die Kräuselkrankheit kann Aprikose, Pfirsich sowie Nektarine befallen und wird durch den Schlauchpilz „Taphrina deformans“ ausgelöst. Einmal ausgebrochen, lässt sich die Krankheit kaum eindämmen, weshalb Prävention das A und O darstellt.

Ist Ihr Baum von Taphrina deformans befallen, zeigen sich die Blätter verformt und verfärbt. Es bilden sich weiße und rötliche Verdickungen und die Blätter fallen im frühen Sommer ab. Die nächste Blattgeneration sieht meist wieder normal aus. Dies bedeutet aber nicht, dass der Baum gesund ist.

Oftmals führt die Kräuselkrankheit zu verminderter Knospenausbildung und kann Ihnen somit die Ernte vermiesen. Ihr beugen Sie durch eine kluge Standortwahl, den regelmäßigen Auslichtungsschnitt, eine gute Nährstoffversorgung und die Unterpflanzung mit Kapuzinerkresse vor.

Monilia (Spitzendürre) am Aprikosenbaum

Nicht fehlen darf bei verbreiteten Aprikosenbaum Krankheiten auch Monilia. Erneut ist ein Pilz der Bösewicht. Er dringt über die Blüten in die Triebe ein und lässt diese von der Spitze an verwelken. Zu erkennen ist dies nicht nur an verfärbten Triebspitzen, sondern ebenfalls an welken Blüten und Blättern, die nicht zu Boden fallen.

Ein feuchter und kühler Frühling liefert dem Pilzerreger ideale Voraussetzungen, um Ihre Bäume zu befallen. Die Vorbeugung sieht ganz ähnlich wie bei der Kräuselkrankheit aus: gestalten Sie den Standort möglichst aprikosenfreundlich, sorgen Sie für eine gute Luftzirkulation und bieten Sie dem Baum genügend Nährstoffe, um ihn zu stärken.

Bei einem Befall sollten Sie schnell handeln: schneiden sie alle betroffenen Triebe und Zweige etwa 20 Zentimeter in den gesunden Bereich hinein, denn auch hier kann sich der Pilz bereits unsichtbar aufhalten. Alle entfernten Teile müssen unbedingt im Hausmüll entsorgt werden, da sie sich auf dem Kompost sehr bereitwillig weitervermehren.

Aprikosenbaum trägt keine Früchte

Ein echtes Horrorszenario: der Aprikosenbaum trägt nicht! Haben Sie sich auf eine reichhaltige Ernte gefreut und bleibt diese aus, beginnt meist eine langwierige Suche nach der zugrundeliegenden Ursache. Dabei können fehlende Früchte ein Hinweis darauf sein, dass es dem Baum selbst an etwas fehlt.

So bilden Aprikosenbäume eventuell keine Früchte aus, wenn

  • sie nicht fachgerecht geschnitten werden,
  • sie zu wenig Wärme und Licht erhalten,
  • Spätfröste die Blüten und Knospen zerstören,
  • der Boden zu nährstoffarm ist,
  • der Baum mit dem Pilz Taphrina deformans befallen ist,
  • oder in sehr trockenen Zeiten zu wenig gewässert wurde.

Grundsätzlich sollten Sie zunächst die wahrscheinlichsten Ursachen überprüfen. Die Überlegung, welche Pflegemaßnahmen der Baum in den vergangenen Jahren genossen hat, führt nicht selten schon zur Antwort auf die Frage nach Gründen für die ausbleibende Ernte.

Bei sehr alten Aprikosenbäumen ist ein Nachlassen der Fruchtausbildung im Übrigen normal. Hier empfiehlt sich daher der oben beschriebene Verjüngungsschnitt oder alternativ das Ziehen eines neuen Bäumchens aus Ablegern.

Bildnachweis:

- Hauptbild -> © fotokostic /123RF.com
- rosa Blüte vor blauem Himmel -> © Native Plants
- Aprikosen am Baum -> © nevodka / 123RF.com
- Frost auf Blüte -> © Native Plants
- Aprikosenmarmelade -> © yelenayemchuk / 123RF.com

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