Kirschfruchtfliege bekämpfen
Die Maden der Kirschfruchtfliege vermiesen Ihnen mal wieder die Kirschernte? Unsere 7 Tipps helfen Ihnen dabei die Plagegeister endlich loszuwerden.
Aussehen, Schadbild und was gegen sie und ihre Larven hilft
Die Kirschfruchtfliege verdirbt vielen Gärtnern den Appetit auf die sonst so beliebten Sommerfrüchte. Ab Ende Juni, wenn die Kirschen rot werden und dickfleischig von den Bäumen leuchten, ist es bei einem Befall mit der Freude schnell vorbei. Höchste Zeit, etwas gegen die Fliege und ihren Nachwuchs zu tun! Daher sollten Sie die Kirschfruchtfliege bekämpfen und vorbeugende Maßnahmen ergreifen. Wie Sie Ihre Bäume schützen und den kleinen Schädling zweifelsfrei identifizieren können, erfahren Sie hier.
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Richtige Sortenwahl
Da die Kirschfruchtfliege es auf gelbe Kirschen abgesehen hat, pflanzen Sie am besten frühe Sorten wie Earlise, Lapins oder Burlat. Wenn der kleine Schädling unterwegs ist, sind die Früchte bereits rot und entsprechend unattraktiv. Gelbfruchtige Sorten und Sauerkirschen (z.B. Karneol oder Morina) sind ebenfalls weniger anfällig für einen Befall.
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Den Boden abdecken
Die Larven der Kirschfruchtfliege krabbeln entweder aus Fallobst, oder lassen sich zu Boden fallen. Ihr Ziel ist es, sich in das Erdreich zu graben, woran Sie sie tunlichst hindern sollten. Mit einem Vlies oder Folie, die ab Mai unter dem Baum ausgebreitet werden, schaffen Sie eine unüberwindbare Barriere.
Säubern Sie die Unterlage regelmäßig und entsorgen Sie Fallobst sowie Maden. Auf dem Kompost sind befallene Früchte und Larven nicht gut aufgehoben, sie gehören in den Hausmüll. Alternativ verpacken Sie alles in einem Kunststoffsack und verschließen diesen fest. Nach einigen Tagen in der Sommersonne sind die Larven tot und der Inhalt des Sacks kann kompostiert werden.
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Schutznetze anbringen
Über den Kirschbaum ein Schutznetz gegen die Kirschfruchtfliege zu spannen, erweist sich bei kleinen Bäumen als sinnvoll. Dank der engen Maschen kann die Kirschfruchtfliege das Netz nicht durchdringen und bleibt hungrig. Bei größeren Bäumen ist das Anbringen von Kulturschutznetzen zwar schwierig, Sie können jedoch zumindest einzelne Äste schützen.
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Gelbtafeln verwenden
Gelbe Leimtafeln locken die Insekten an und halten sie fest. Die gefangenen Fliegen können so keine weiteren Eier mehr ablegen. Leimtafeln sind aufgrund des Wirkungsgrades nur für das Monitoring und höchstens zur Befallsreduktion geeignet. Eine erfolgreiche Bekämpfung der Kirschfruchtfliege mit Gelbtafeln ohne weitere Maßnahmen wird nicht funktionieren!
Gelbtafeln sind im Übrigen kaum eine Gefahr für nützliche Insekten wie Hummeln oder auch Bienen, da diese von Düften angelockt werden. Möchten Sie das Risiko dennoch verringern, lassen Sie die Gelbtafeln nur bis zur vollständigen Reife Ihrer Kirschen im Baum hängen.
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Fruchtmumien absammeln
Kirschen, die am Baum hängen geblieben sind, sollten Sie genauso konsequent entsorgen wie Fallobst. Anderenfalls könnten sich ausgerechnet hier Larven verstecken, die einen erneuten Befall im kommenden Jahr hervorrufen.
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Den Unterwuchs spät mähen
Gehören Ihre Kirschen zu den mittelreifen Sorten, mähen Sie den Unterwuchs besser spät im Jahr. So bleibt der Boden unter dem Baum länger kühl, was das Schlüpfen der ausgewachsenen Fliegen auf einen späteren Zeitpunkt verschiebt.
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Nützlinge und natürliche Feinde einsetzen
Es ist ratsam, für die Kirschfruchtfliege eine biologische Bekämpfung mit Hilfe von Nützlingen und natürlichen Feinden anzustreben. Diese reduzieren den Bestand der Larven und fangen die kleinen Fliegen teilweise auch aus der Luft
- Hühner
Hühner lieben die proteinhaltigen kleinen Larven und sind somit ein gutes Mittel gegen die Kirschfruchtfliege. Zäunen Sie die Fläche unter dem Kirschbaum einfach mit einem Weidezaun ein und schon verkleinert sich die kommende Population der Kirschfruchtfliege durch Hühner. In kleineren Hausgärten haben sich Zwerghühner bewährt. Weiterer Pluspunkt: Neben dem Nützlingseinsatz unterm Obstbaum erhalten Sie bei artgerechter Haltung auch noch leckere Frühstückseier aus dem eigenen Garten! - Heimische Vögel
Es empfiehlt sich, bei einem Befall mit der Kirschfruchtfliege die Bekämpfung an der Seite hungriger Vögel zu wagen. Schaffen Sie mit Hilfe von Vogelhäusern gute Lebensbedingungen für Mauersegler und Schwalben, fangen diese die winzigen Fliegen aus der Luft und helfen dabei, den Bestand einzudämmen. - Insekten
Zu den natürlichen Feinden der Kirschfruchtfliege gehören außerdem Laufkäfer, Schlupfwespen und Spinnen. In einem naturnahen und lebendigen Garten sind sie gute Begleiter, wenn es darum geht, den Schädling zu dezimieren.
- Hühner
Übrigens:
Wir haben noch einige weitere Ratgeber rund um Schädlinge im Garten zusammengestellt, damit Sie bestens über jeden noch so kleinen Plagegeist informiert sind!