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Weinreben pflanzen und pflegen Garten-Tipp

Weinreben pflanzen und pflegen

Richtig pflanzen, pflegen und Krankheiten behandeln: So gedeihen Ihre Weinreben prächtig und bilden knackige Trauben aus.

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Weinreben pflanzen: Zeitpunkt, Abstand und Standort

Ob als natürliche Verkleidung für Fassaden oder leckere Abwechslung im Naschgarten: Weinreben erfreuen sich seit Langem großer Beliebtheit. Die oftmals schnell wachsenden und gut kletternden Pflanzen lassen sich vielfältig einsetzen, benötigen aber ein für sie geeignetes Umfeld.

Wir zeigen Ihnen, was Sie beim Weinreben Pflanzen in Ihrem Garten berücksichtigen müssen und wie die spätere Pflege aussehen sollte.

Wann Weinreben pflanzen? 

Wann Sie Wein pflanzen sollten, ist abhängig von der Art der Kultivierung. Prinzipiell empfiehlt sich für Weinreben eine Pflanzzeit im April, Containerware lässt sich allerdings auch im frühen Sommer problemlos in den Garten integrieren.

Vermeiden sollten Sie frostige Phasen zwischen Spätherbst und Spätwinter, um das Gewächs keinem allzu großen Stress auszusetzen.


Übrigens: Haben Sie für das Wein Pflanzen den Zeitpunkt festgelegt, nutzen Sie die Wochen davor, um Ihre Lieblingssorte zu bestimmen. Wenn Sie Weinreben kaufen möchten, finden Sie bei uns populäre Vertreter wie zum Beispiel 'Venus', 'Muscat Bleu' oder 'Vanessa'.


Welcher Pflanzabstand gilt bei Weinreben? 

Damit sich der Wein im Garten richtig entfalten und schmackhafte Trauben ausbilden kann, braucht er ausreichend Platz. Bedenken Sie daher beim Weinreben Pflanzen, dass genügend Abstand eingehalten werden sollte.

Zwischen einzelnen Gewächsen liegen im Idealfall etwa zwei bis vier Meter. Das gilt vor allem, wenn die Pflanzen an einer Mauer oder Hauswand ranken sollen, denn dann ist meist auch eine Entwicklung in die Breite geplant.

Welches sind der ideale Boden und Standort für Weinreben? 

Weinreben lieben es genau wie Tafeltrauben, an einem warmen Platz zu stehen, der ordentlich Sonnenlicht bietet. Entscheiden Sie sich deshalb im besten Fall für geschützte Lagen mit südlicher Ausrichtung, an denen die Gewächse ebenfalls von Wind und Regen nicht allzu sehr beeinträchtigt werden.

Da Weinreben im Garten recht anfällig für Spätfröste sein können, sollten Sie auch dies in Ihre Überlegungen miteinbeziehen. Gerade geschützte Plätze nahe einer Hauswand können über die kühlen Nächte im Frühjahr hinweghelfen.

Begutachten Sie vor dem Weintrauben Pflanzen den Standort, den Sie ausgewählt haben und konzentrieren Sie sich dabei auf die Bodenbeschaffenheit. Erde für Weinreben sollte ausreichend Nährstoffe liefern und gut durchlässig sein. Im Vergleich zu manch anderem Gewächs mögen Weinstöcke durchaus auch kalkhaltigen Boden.

Pflanzen Sie Ihre Weinrebe im Kübel, ist Schutz vor Frost umso wichtiger. Zudem sollte eine gute Drainagefähigkeit gegeben sein, denn Staunässe mögen diese Gewächse nicht. Für das Weinrebe Pflanzen im Topf gilt ferner, dass das vorgesehene Gefäß groß genug sein sollte. Ausgediente Weinfässer stellen eine schöne Möglichkeit mit genügend Platz für das Wurzelwerk dar.

Weinreben pflegen: Düngen, Schneiden und Überwintern

Haben Sie sich erst einmal dazu entschlossen, einen Weinstock zu pflanzen, möchten Sie in den kommenden Jahren natürlich nicht auf eine reichhaltige Ernte verzichten. Damit das gelingt, benötigen diese Gewächse nicht nur einen passenden Standort, sondern auch eine gute Behandlung.

Wie Sie Ihre Weinreben richtig pflegen und worauf es bei der Wasserversorgung ankommt, haben wir in den folgenden Abschnitten für Sie zusammengefasst:

Weinreben düngen: Wann und womit? 

In Sachen Nährstoffversorgung sind Rebstöcke glücklicherweise nicht besonders anspruchsvoll. Für die Weinreben Pflege sind daher keine speziellen Mittel erforderlich. Ihren Wein düngen Sie im Frühling mit reifem Kompost und arbeiten diesen behutsam in das Erdreich um die Pflanze herum ein.


Wichtig: Zu viel Stickstoff bekommt Wein nicht. Bedenken Sie dies, wenn Sie Ihre Weinrebe düngen und verzichten Sie auf sehr stickstoffhaltige Präparate. Diese könnten sonst die Entstehung unterschiedlicher Krankheiten begünstigen.


Weinreben gießen: Wann und wie? 

Ob Sie Ihre Weinrebe gießen müssen, ist abhängig vom Standort, dem Klima sowie dem Alter des Gewächses:

  • Gerade junge Pflanzen brauchen im ersten Jahr nach der Integration in Ihren Garten zusätzliche Flüssigkeit, da sie noch nicht ausreichend verwurzelt sind.
  • Bei älteren Rebstöcken ist eine extra Versorgung mit Wasser nicht zwingend nötig, da es sich um recht tief wurzelnde Pflanzen handelt. Lange Trockenheit und sinkende Grundwasserspiegel können aber auch hier eine Bewässerung notwendig machen.

Möchten Sie Wein in Kübeln anpflanzen, haben die Gewächse selbstverständlich keinen Zugang zum Grundwasser, weshalb regelmäßiges Gießen essenziell für das Überleben der Pflanze ist. Gießen Sie jedoch nicht zu stark und achten Sie darauf, dass keine Staunässe entsteht.

Weinreben schneiden: Wann und wie?

Lassen Sie Ihrer Weinrebe die ideale Pflege zukommen, wird sie nicht nur reich tragen, sondern auch bereitwillig wachsen. Sobald Sie Wein anbauen, spielt ein regelmäßiger Schnitt eine bedeutende Rolle. Wie Sie Ihre Weinrebe schneiden, unterscheidet sich je nach Standzeit und Erziehungsform, weswegen wir dieses Thema in einem gesonderten Ratgeber detailliert aufgreifen.

Grundsätzlich gilt in der Weintrauben Pflege, dass ein erster Schnitt schon nach der Pflanzung am einjährigen Trieb erfolgen sollte. So wird die Ausbildung eines gesunden Haupttriebes gefördert. In den folgenden Jahren wird der Haupttrieb dann jeweils im Frühjahr angeschnitten, wodurch sich schöne Seitentriebe bilden. Im späten Winter nach dem Frost sollte außerdem ein Zapfenschnitt vorgenommen werden, um so die Fruchtbildung anzuregen.


Unser Tipp: Auch im Sommer empfiehlt sich ein Schnitt, wenn Sie Ihre Weinrebe korrekt pflanzen und pflegen möchten. Das Blattwerk sollte regelmäßig ausgelichtet werden, nicht tragende Triebe können Sie entfernen. So sorgen Sie für beste Bedingungen, bis Sie am Wein ernten können.


Weinreben überwintern 

Weinreben sind in der Regel gut winterfest. Gerade am ausgereiften und gesunden Holz können auch Temperaturen weit unterhalb des Gefrierpunktes kaum nennenswerte Schäden verursachen. Dennoch ist es an kühlen und frostgefährdeten Standorten sinnvoll, eine Weinrebe winterfest zu machen.

Soll Ihr Wein überwintern und dabei etwas geschützt sein, häufen Sie rund um die Stammbasis ein wenig Erde an. Auch Kompost bietet sich dafür an. Die zusätzliche Schicht kann bis in den kommenden Frühling hinein so belassen werden, dann aber benötigt die Veredelungsstelle wieder etwas Luft.

Bei jungen Rebstöcken im ersten Standjahr lohnt sich das Abdecken mit einem Winterschutzvlies, da sie tendenziell stärker zurückfrieren als bereits gewachsene und etablierte Pflanzen.

Weinreben in Kübeln brauchen etwas mehr Schutz vor eisigen Temperaturen. Sie sollten entweder sorgfältig mit einem Thermovlies umwickelt und auf eine Styroporplatte gestellt, oder an einen hellen und kühlen Ort gebracht werden. Eine Garage mit Fenstern oder ein unbeheizter Wintergarten eignen sich gut, um Ihre Weinrebe zu überwintern.

Wein ernten: Wann und wie?

Kommt bei Ihren Weintrauben die Erntezeit, erkennen Sie dies anhand verschiedener Anzeichen. Wichtig ist bei farbigen Trauben, dass sie ihren gewünschten Farbton erreicht haben. Noch etwas konkreter lässt sich die Frage „Wann sind Weintrauben reif?“, mit einem Blick auf die kleinen Stiele beantworten. Sobald diese leicht verholzen, kann geerntet werden.

Schneiden Sie die Beeren am besten in Trauben ab und lagern Sie diese nicht übereinandergestapelt. Im Weinbau wird dies zwar praktiziert, hier aber folgt auf die Lese meist direkt die Pressung. Für den späteren Verzehr sollten die Weinbeeren allerdings möglichst unversehrt bleiben.

Häufige Weinreben Krankheiten und Schädlinge

Haben Sie Ihrem Wein fachgerechte Pflege zukommen lassen, ist dies bereits eine optimale Grundlage zur Vorbeugung diverser Erkrankungen.

Trotzdem kann es passieren, dass sich plötzlich Symptome zeigen, die Weintrauben bei Krankheiten aufweisen. In diesem Fall ist es elementar, dem Verdacht zügig nachzugehen und gegebenenfalls eine Bekämpfung des Problems vorzunehmen.


Gut zu wissen: Sehr anfällig kann eine Weinrebe für Krankheiten sein, die durch Pilze ausgelöst werden. Um Ärger mit Wein und Pilzbefall zu vermeiden, lohnt sich der Griff zu weitestgehend resistenten Sorten.


In unseren Pflanzen-Steckbriefen haben wir jeweils vermerkt, wie sich die Gewächse gegenüber Pilzen verhalten. Wenn Sie erstmals Weintrauben pflanzen, können Sie so direkt zu widerstandsfähigeren Varianten greifen.

Mögliche Pilzerkrankungen, die an Wein auftauchen können, sind:

  • Echter Mehltau (Uncinula necator): Leidet die Weinrebe an Mehltau der echten Form, herrschte zuvor meist trockenes und warmes Wetter. Heller Belag auf den Blättern, der sich in den kommenden Tagen dunkel verfärbt, ist ein deutliches Anzeichen. Im weiteren Verlauf können auch die Trauben befallen werden. Sie verändern dann zunächst ihre Farbe und platzen anschließend.
  • Falscher Mehltau (Plasmopara viticola): Er entsteht gerne bei nasskalter Witterung und offenbart sich unter anderem anhand lederartiger Beerenhaut, Blattfall sowie hellen Flecken auf den Blättern. Auf den Blattunterseiten fällt außerdem ein weißlicher Schimmelbelag auf. Effektive Tipps zur Mehltau Bekämpfung finden Sie im verlinkten Ratgeber.
  • Grauschimmel: Der Pilz Botrytis cinerea ist für die Entstehung dieser Erkrankung verantwortlich. Wie andere Pilze als Verursacher von Wein Krankheiten, fällt dieser schnell durch einen Belag auf, der gräulich schimmert. Im weiteren Verlauf kommt es zu Fäulnisprozessen, die Beeren schrumpfen ein und die Pflanze weist bräunliche Flecken auf.

Interessant: Im Weinbau kann ein Befall mit Botrytis cinerea sogar erwünscht sein. Aus dem dadurch weniger wasserhaltigen Lesegut stellen Winzer sogenannte edelsüße Weine her. Im Garten und bei Tafeltrauben gehört der Grauschimmel jedoch weiterhin zu den unliebsamen Krankheiten an Weinreben.


Abgesehen von Pilzen können Weinreben verschiedene Schädlinge anziehen. Sie schaden der Pflanze zwar nicht immer direkt, machen Ihnen aber die Ernte streitig. Die drei wichtigsten sind:

  • Traubenwickler: Problematisch an einem Befall mit dem Traubenwickler sind in erster Linie die Larven der zweiten Generation, die auch Sauerwurm genannt werden. Sie schädigen die Weinbeeren und machen die gesamte Pflanze anfälliger für Pilzerkrankungen wie Grauschimmel.
  • Pockenmilben: Lässt sich die Pockenmilbe (auch Rebenblattgallmilbe genannt) auf dem Wein in Ihrem Garten nieder, erkennen Sie das an den knubbeligen Pocken auf den Blattoberseiten. An den Unterseiten der Blätter wiederum ist bei einem Befall ein haariger Belag mit weißer oder rotbrauner Färbung zu sehen. Bei einem schwachen Befall sind die Auswirkungen lediglich optischer Natur, sehr große Populationen der Milben können der Pflanze jedoch Schaden zufügen. Vor allem die Ansiedelung natürlicher Feinde wie Raubmilben, Florfliegen oder Marienkäfer sind bei der Vorbeugung sehr hilfreich.
  • Vögel: Vögel können ebenfalls als Schädling an Weinreben auftreten. Kein Wunder, schließlich wissen sie die süßen Beeren mindestens genauso sehr zu schätzen wie wir Menschen. Aus diesem Grund kann es sinnvoll sein, Ihre Rebstöcke rechtzeitig vor der Ernte mit einem Vogelschutznetz abzudecken und den hungrigen Luftikussen so den Zugang zu versperren.
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