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Nektarinenbaum pflanzen und pflegen Garten-Tipp

© Inacio Pires / 123RF.com

Nektarinenbaum pflanzen und pflegen

Ob Pflanzung, Pflege oder Krankheiten: Wie Ihr Nektarinenbaum von Beginn an prächtig wächst und viele Früchte ausbildet.

Nektarinenbaum pflanzen: Zeitpunkt, Abstand und Standort

Im eigenen Garten soll das Naschangebot so vielfältig und schmackhaft wie nur möglich ausfallen? Dann dürfen saftige Nektarinen selbstverständlich nicht fehlen! Wer jedoch plant, einen Nektarinenbaum zu pflanzen, sollte sich mit der Natur dieses Gewächses auskennen.

Am richtigen Platz und mit der passenden Pflege locken schon bald die ersten reifen Früchte. Im Folgenden erfahren Sie, wie das gelingt.

Wann Nektarinenbaum pflanzen?

Ein guter Zeitpunkt, um einen Nektarinen Baum in Ihren Garten zu integrieren, ist der Frühling. Zu dieser Jahreszeit ist es nicht allzu kühl und das Bäumchen kann sich gut an seine neue Umgebung gewöhnen. Achten Sie darauf, den Baum in ein großes Pflanzloch zu setzen, das etwa 1,5-mal tiefer als die Wurzellänge ausfallen sollte.


Gut zu wissen: Spätfröste kann die Nektarine (Prunus persica nectarina) nicht ausstehen. Bei der Neupflanzung werfen Sie daher am besten einen Blick auf den Kalender und warten bei widriger Witterung lieber noch etwas ab.


Welcher Pflanzabstand gilt bei Nektarinenbäumen?

Es lohnt sich, bei der Pflanzung einen Abstand von 1,5 bis 2,5 Metern einzuhalten. Dies gewährleistet, dass die Nektarine ausreichend Licht bekommt und schützt vor Pilzerkrankungen aufgrund mangelnder Durchlüftung.


Übrigens: Bei Nektarinen müssen Sie im Gegensatz zu Äpfeln oder Birnen nicht mehrere Bäume pflanzen. Als Selbstbefruchter kann sich diese Gattung nämlich problemlos eigenständig um eine reichhaltige Ernte kümmern.


Welches sind der ideale Boden und Standort bei Nektarinenbäumen?

Damit sich jede Nektarine am Baum optimal entwickeln kann, braucht das Gewächs innerhalb Ihres Gartens einen Standort, der seinen Bedürfnissen gerecht wird. Da diese Gattung aus südlicheren Gefilden stammt, weiß sie Plätze zu schätzen, an denen es sonnig und warm ist. Auch sollte der Standort nicht zu windig sein. Möchten Sie einen Nektarinenbaum kaufen und im Kübel kultivieren, gelten die gleichen Tipps.

Viele Hobbygärtner stellen ihre Nektarinenbäume an eine nach Süden ausgerichtete Hauswand. Sollten Sie dies ebenfalls vorhaben, achten Sie auf einen Abstand von mindestens 1,5 Metern zwischen Wand und Baum. Anderenfalls könnte die Wärme der Wand für einen verfrühten Austrieb sorgen.

Wichtig ist es für Nektarinen ferner, dass sie genügend Feuchtigkeit erhalten. Der Boden sollte deshalb nicht zu schnell austrocknen, weshalb wir regelmäßiges Mulchen empfehlen. Abgesehen hiervon bevorzugen diese Obstpflanzen nährstoffreiche, humose Böden mit leicht saurem Charakter.


Unser Tipp: Zu viel Kalk schadet Nektarinenbäumen und fördert Chlorose (Bleichsucht). Verwenden Sie zum Gießen daher am besten nur aufgefangenes Regenwasser.


Nektarinenbaum pflegen: Düngen, Schneiden und Überwintern

Nach dem Einpflanzen braucht Ihr Nektarinenbaum Pflege. Dabei sollten Sie sowohl auf die Nährstoffversorgung als auch auf einen regelmäßigen Schnitt achten und die Bäumchen im Winter vor zu strenger Kälte schützen. Wir zeigen Ihnen, worauf es ankommt.

Nektarinenbaum düngen: Wann und womit?

Zwei oder drei Mal pro Jahr freut sich Ihr Nektarinenbaum über eine Düngergabe. Dieser Volldünger eignet sich hierfür ideal. Düngen Sie Ihren Baum im Frühjahr und im Sommer. Kurz vor und während der Vegetationsruhe in Herbst sowie Winter sollten Sie eine übermäßige Nährstoffgabe hingegen vermeiden.

Nektarinenbaum schneiden: Wann und wie?

Ob großer Baum oder Zwergnektarine – die richtige Pflege umfasst stets auch einen fachgerechten Beschnitt. Bei diesen Bäumen gedeihen die Früchte an den im vorigen Jahr gebildeten Trieben.

Möchten Sie Ihre Nektarine schneiden, warten Sie, bis der Baum seine Knospen ausgebildet hat. Dann können Sie die verschiedenen Knospen leichter voneinander unterscheiden und laufen nicht Gefahr, wertvolle Früchte zu verlieren. Beim Schnitt entfernen Sie zunächst das gesamte Altholz und anschließend alle Zweige, die sich nach innen richten.

Auf Zapfen (also nicht unmittelbar am Stamm) geschnitten werden dürfen:

  • Falsche Fruchtriebe: Sie tragen lediglich einzelne, runde Knospen
  • Holztriebe: Sie tragen nur spitz zulaufende Blattknospen

Nicht auf diese Weise schneiden sollten Sie alle Triebe, bei denen die rundlichen Knospen in Dreiergruppen mit jeweils zwei Blattknospen stehen. Dort werden Ihre Nektarinen gedeihen, weshalb die Triebe nur so weit eingekürzt werden sollten, dass zwischen vier und acht Dreiergruppen stehen bleiben.


Achtung: Nektarinenbäume sollten erst im dritten Jahr nach der Pflanzung geschnitten werden. Im Anschluss daran kann ein jährlicher Schnitt durchgeführt werden.


Nektarinenbaum überwintern

Vielleicht fragen Sie sich, ob Ihr neuer Nektarinenbaum winterhart sein wird? Prinzipiell können wir hier Entwarnung geben, denn die Bäume vertragen winterliche Kälte recht gut. Trotzdem lohnt es sich, einen Winterschutz anzulegen, um Frostschäden zu vermeiden. Möchten Sie im Freiland einen Nektarinenbaum überwintern, sollten Sie

  • etwas Laub oder Stroh auf dem Boden rund um den Stamm verteilen,
  • und bei jungen Bäumen den Stamm mit einem Vlies einwickeln.

Nicht ausreichend sind diese Maßnahmen, wenn Sie eine Zwergnektarine überwintern wollen, die im Kübel steht. Dieses Bäumchen sollten Sie an einen hellen, frostfreien Platz ohne Zugluft stellen. Ein Wintergarten oder die Garage eignen sich gut, während es dem Bäumchen im Haus schnell zu warm wird.

Nektarinenbaum Krankheiten und Schädlinge

Bei Nektarinen können verschiedene Krankheiten und Schädlinge den Spaß an der Ernte verderben. Veränderungen zeigen sich je nach Erkrankung sowohl an den Blättern als auch an den Früchten. In Gestalt der Kräuselkrankheit, der Monilia-Fruchtfäule sowie Blattläusen gehen wir Ihnen auf die drei häufigsten Bedrohungen ein.

Nektarinenbaum Kräuselkrankheit

Stellen Sie fest, dass sich an Ihrem Nektarinenbaum die Blätter kräuseln und weisen diese leicht rot gefärbte Verdickungen auf, leidet Ihr Bäumchen an der sogenannten Kräuselkrankheit. Diese wird durch einen Befall mit einer Schlauchpilzart ausgelöst.

Einmal ausgebrochen, kann die Erkrankung im gleichen Jahr nicht mehr behandelt werden und wirkt sich höchstvermutlich auch auf die Fruchtentwicklung aus. Viele Bäume verlieren ihre Früchte gänzlich, bevor diese reifen können.

Der Kräuselkrankheit Herr werden können Sie nur im kommenden Frühling, wenn die Knospen anschwellen. Besprühen Sie eine der Knospen mit etwas Farbspray und bilden sich Risse, ist es soweit: dann kann der Baum mit einem passenden Mittel gegen Pilze behandelt werden.


Wichtig: Die Kräuselkrankheit entsteht häufig, wenn Nektarinen zu feucht stehen. Haben Sie Probleme mit dieser Erkrankung, kann es sinnvoll sein, den Baum in einen Kübel umzupflanzen und an einen regengeschützten Ort zu stellen.


Monilia-Fruchtfäule

Auch diese Pilzerkrankung kann für Nektarinen zur Gefahr werden. Auf den Früchten bilden sich faule Stellen mit hellen Schimmelauflagerungen, die sich rasch vergrößern. Der Erreger selbst gelangt meist über kleine Verletzungen in die Früchte, kann aber gleichermaßen die Triebe befallen.

Da Sie die Monilia-Fruchtfäule bei einem Befall nicht effektiv bekämpfen können, beschränken sich die Maßnahmen auf Vorbeugung und Eindämmung. Entfernen Sie betroffene Früchte nach Möglichkeit direkt und lassen Sie Fallobst nicht auf dem Boden liegen. Darüber hinaus empfiehlt es sich, diese nicht mehr genießbaren Früchte im Hausmüll zu entsorgen, nicht jedoch auf dem Kompost.

Die beste Prävention gegen Monilia ist ein regelmäßiger Schnitt, eine ausgewogene Düngung und eine Umgebung, die den Baum nicht schwächt.


Extra-Tipp: Ob sich Monilia in Ihrem Garten breit macht, erkennen Sie an sogenannten Zeigerpflanzen, deren Blüten bei einem Befall welken und vertrocknen. Zu diesen gehört beispielsweise die Forsythie. Zeigt sie Symptome, können Sie die Erkrankung aufhalten, bevor sie sich ausbreitet.


Blattläuse

Blattläuse wissen Nektarinenbäume zu schätzen. Sie sitzen an Trieben, Blättern sowie Blüten und laben sich am leckeren Pflanzensaft. Infolgedessen kommt es zu unterschiedlichen Symptomen, die sich abhängig von der Stärke des Befalls mehr oder weniger ausgeprägt zeigen. Anzeichen für einen Blattlausbefall sind unter anderem:

  • Verformungen der Blätter
  • abfallende Knospen
  • Wachstumsstörungen
  • plötzliches Welken

Einem Befall beugen Sie am besten mit verschiedenen Maßnahmen vor, Wir raten Ihnen beispielsweise zum Einsatz von Marienkäferlarven oder Florfliegenlarven, die großen Appetit auf die Plagegeister haben. Auch ein natürlicher Garten, der weiteren Nützlingen einen Lebensraum bietet, kann der Blattlaus die Grundlage entziehen. Zudem haben wir viele Tipps in unserem bebilderten Artikel zum Thema Blattläuse bekämpfen für Sie zusammengetragen.

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