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Hecke schneiden Garten-Tipp

Der richtige Zeitpunkt für den Heckenschnitt

Viele Gartenbesitzer sind nicht sicher, wann das Hecke schneiden am sinnvollsten ist. Und vielleicht fragen auch Sie sich, ob Ihre Gewächse einen Schnitt im Frühling besser vertragen als im Winter. Wichtig ist es hier, nicht nur Grundregeln, sondern auch rechtliche Rahmenbedingungen und entscheidende Ausnahmen zu kennen. Wir zeigen Ihnen, worauf es ankommt.

Wie oft Hecke schneiden? Optimale Schnitttermine und Ausnahmen

Wenn Sie Ihre Hecke schneiden möchten, sollten Sie die Jahreszeit im Blick behalten. Der erste Schnitt sollte vorgenommen werden, wenn die Heckenpflanzen noch nicht gänzlich aus der Winterruhe erwacht sind.

Der Februar eignet sich daher gut als Monat für den Heckenschnitt, denn nun vertragen ihn die Heckenpflanzen besser. Zudem haben Sie dadurch noch etwas mehr Zeit, bis die neuen Triebe erscheinen und die Hecke bleibt länger schön. Achten Sie aber unbedingt darauf, in einer frostfreien Zeit zu schneiden.

Formschnitt ab dem Johannistag

Nach dem Frühling können Sie bereits über das Hecke Schneiden im Sommer nachdenken. Hier kann die Bearbeitung des Grüns sinnvoll sein, sofern Sie sich an geltende Gesetze halten. Ab dem 24. Juni bietet sich ein behutsamer Rückschnitt vieler Gewächse an. Im Zuge dessen können Sie auch jene Abweichungen ausgleichen, die während des Schnitts im Frühjahr noch nicht zu sehen waren.

Warten Sie mit dem sommerlichen Verschönerungsschnitt möglichst so lange, bis sich neue Triebe ausgebildet haben. Sonst kann es passieren, dass die frische Form schon bald wieder Geschichte ist.

Während des Hochsommers darf die Hecke Ruhe genießen, um kurz vor dem Herbst noch einmal von alten und wenig vitalen Trieben befreit zu werden. So kommt die gesamte Hecke besser über den nächsten Winter.

Hecke schneiden, wann am besten? Wichtige Ausnahmen

Was den Februar-Schnitt betrifft, so gilt diese Empfehlung nicht für alle Heckenpflanzen gleichermaßen. Es gibt Ausnahmen, bei denen das Hecke Schneiden im Winter sogar negative Folgen haben kann.

Dazu gehören frühblühende Gewächse wie Schneeball, Forsythie und Jasmin. Schneiden Sie diese Pflanzen früh, fällt die kommende Blüte deutlich schwächer aus da diese Sträucher ihre Blütenknospen bereits im Vorjahr angelegt haben. 

Die allermeisten frühblühenden Sträucher und Gehölze sollten direkt nach der Blüte zurückgeschnitten werden - so erhalten Sie sich ein blühfreudiges und vitales Gehölz.

Was hinsichtlich Wetter und Temperatur zu berücksichtigen ist

Der Zusammenhang zwischen Heckenschnitt und Witterungsverhältnissen ist bedeutungsvoll und sollte entsprechend berücksichtigt werden. Das Hecke Schneiden bei Frost ist keine gute Idee, sofern das Thermometer zeitweilig auf unter -5 Grad Celsius fällt. In diesem Fall ist es für die Hecke schlicht zu kalt, weswegen Schnittverletzungen nicht richtig heilen können.

Ebenso vorsichtig sollten Sie sein, was das Hecke Schneiden bei Hitze betrifft. Die Hitze an sich ist für das Gewächs weniger problematisch, allerdings geht diese meist mit stärkerer Sonneneinstrahlung einher. In der prallen Sonne aber sollten Sie Ihre Hecke besser nicht schneiden, denn trockene Schnittkanten könnten ein Verwelken begünstigen.

Regnet es am Tag des Schnitts, sollten Sie individuell prüfen, ob Ihr Vorhaben Sinn macht oder nicht. Eine nasse Hecke zu schneiden, ist dann unbedenklich, wenn sie in den kommenden Stunden abtrocknen kann. An allzu feuchten Tagen steigt nach einem Beschnitt jedoch die Gefahr eines Befalls mit schädlichen Organismen, weshalb Sie die geplante Gartenarbeit verschieben sollten.

Daher gilt: Optimalerweise schneiden Sie Ihre Hecke an einem bewölkten Tag mit moderaten Temperaturen.

Gesetzeslage: Vogelschutzgesetz und Ruhezeiten

Beachtet werden muss vor dem Heckenschnitt der Vogelschutz bzw. der Inhalt des Bundesnaturschutzgesetzes (BNatSchG). Paragraph 39 schreibt seit 2010 deutschlandweit vor, dass zwischen dem 1. März und dem 30. September keine radikalen Schnittmaßnahmen an Hecken vorgenommen werden dürfen. Auch die Entsorgung von Hecken und das Zürücksetzen auf den Stock sind während dieser Zeit nicht erlaubt.

Grundsätzlich also gibt es für das Hecke Schneiden einen Zeitraum, der rechtlich als Verbotszone fungiert. Sollten Sie in dieser Zeit Ihre Hecke radikal zurückschneiden, drohen je nach Wohnort Bußgelder von bis zu 10.000 Euro! Ein behutsamer Formschnitt, ohne Vögel und andere Bewohner zu stören, ist aber weiterhin erlaubt.

Wichtig: Sobald eine Hecke beispielsweise nach einem Sturm oder durch anderweitigen Einfluss zum Verkehrshindernis wird, kann die zuständige Naturschutzbehörde eine Sondererlaubnis erteilen. Paragraph 39 des Bundesnaturschutzgesetzes lässt sich so außer Kraft setzen, um die allgemeine Sicherheit zu gewährleisten. Im Alleingang sollten Sie das allerdings nicht beurteilen, sondern lieber einen Experten zu Rate ziehen.

Ruhezeiten gelten ebenfalls, wenn es um die Arbeit im Garten geht. Verzichten sollten Sie auf das Hecke Schneiden am Sonntag, schließlich ist geräuschvolles Arbeiten hier laut Geräte- und Maschinenlärmschutzverordnung den ganzen Tag über untersagt.

Auch unter der Woche gelten Ruhezeiten für Heckenschere und Co.: Werktags muss zwischen 20:00 und 7:00 Uhr auf laute Arbeiten verzichtet werden. Eine gesetzlich vorgeschriebene Mittagsruhe gibt es im Übrigen nur für sehr laute Geräte ohne EU-Umweltzeichen.

Übrigens: Wenngleich der Gesetzgeber keine pauschale Mittagsruhe vorschreibt, kann dies in Ihrer Gemeinde anders geregelt sein. Informieren Sie sich deshalb bezüglich kommunaler Vorgaben, denn so schützen Sie sich vor Ärger mit Nachbarn und dem Ordnungsamt.

Hecke richtig schneiden: Form, Schnur-Methode und Werkzeug

Eine schöne, blickdichte Hecke entsteht nicht von allein, sondern nur durch regelmäßige und konsequente Pflege sowie einen guten Schnitt. Wenn Sie Ihre Hecke richtig schneiden, sorgen Sie nicht nur für eine attraktive Form, sondern fördern auch deren Gesundheit und Wuchs.

In diesem Kapitel widmen wir uns der idealen Form, zeigen Ihnen, wie Sie mit der Schnur-Methode einen geraden Schnitt erreichen und geben Empfehlungen für passende Werkzeuge. Außerdem erfahren Sie, wie Sie Löcher und Lücken ausgleichen können und wie die Verjüngung sowohl bei strauchigem als auch baumähnlichem Wuchs gelingt.

Vorweg: Verschiedene Heckenpflanzen sind giftig und können Irritationen der Haut hervorrufen. Daher raten wir Ihnen, Hecken stets mit langärmliger Oberbekleidung und guten Handschuhen zu schneiden. Nebenbei schützen diese Maßnahmen beim Arbeiten mit spitzen Ästen vor schmerzhaften Kratzwunden.

Die richtige Schnittform

Für ein gesundes Wachstum sind Heckenpflanzen nicht nur auf ausreichend Flüssigkeit sowie Nährstoffe angewiesen. So spielt auch Sonnenlicht beim Hecke Schneiden eine entscheidende Rolle. Die ideale Form ist deshalb der sogenannte „Trapezschnitt“, bei dem die Hecke oben schmaler als unten ausfällt.

Auf diese Weise erhalten die unten liegenden Zweige genügend Licht und Sie beugen einer Verkahlung Ihrer Hecke vor. Eine gute Pflege schützt zusätzlich vor braunen Stellen, Löchern und kahlen Bereichen. Worauf es dabei ankommt, haben wir in einer separaten Anleitung zum Thema „Hecke pflegen und gesund halten“ für Sie zusammengefasst.

Während des Schnitts sollten Sie darauf achten, behutsam vorzugehen, da sie sonst die Hecke verschneiden könnten. Etwa ein Drittel jener Triebe, die noch neu sind, sollten nach dem Beschnitt übrig sein. Müssen Sie eine sehr lange Hecke schneiden, nutzen Sie am besten eine elektrische Heckenschere.

Vorsicht: Bei kleineren elektrischen Heckenscheren gibt es in aller Regel ein Kabel für die Stromversorgung. Seien Sie hier ganz besonders aufmerksam, um das Kabel nicht zu beschädigen. Anderenfalls besteht große Verletzungs- und sogar Lebensgefahr!

Hecke gerade schneiden mit Schnur

Selbstverständlich gilt es, nicht nur die Gesundheit der Gewächse im Auge zu behalten, sondern auch eine ansehnliche Form zu erzielen. Bei dichten Hecken ist es deswegen umso wichtiger, gerade Linien zu schaffen und unschöne Wellen zu vermeiden.

Möchten Sie Ihre Hecke kürzen oder stutzen und dabei möglichst akkurat vorgehen, empfehlen wir das Spannen einer Schnur zwischen zwei Pfosten oder Stäben, die Sie vor Arbeitsbeginn sicher im Boden verankern. Während des Schnitts können Sie sich dann Schritt für Schritt entlang der Schnur vorarbeiten und verhindern ungewollte Abweichungen.

Mit Hilfe der Schnur können Sie zudem gewährleisten, dass Ihre Hecke nicht zu hoch ausfällt. In den meisten Gemeinden gibt es feste Vorgaben bezüglich der Höhe von Hecken rund um Grundstücke, die Sie nicht überschreiten sollten. Eine Schnur, in entsprechendem Abstand zum Boden gespannt, erleichtert die Aufgabe.

Gut zu wissen: Die Schnur-Methode lohnt sich bei fast allen Hecken in Kombination mit elektrischer oder motorisierter Hilfe. Bei Kirschlorbeer sollten Sie allerdings keine motorisierten Scheren einsetzen, da sonst unschöne Beschädigungen der Blätter entstehen. Kirschlorbeer schneiden Sie am besten mit einer klassischen Gartenschere, wenngleich diese Aufgabe mehr Geduld erfordert.

Tipps zur Wahl des Werkzeugs

Der Heckenschnitt kann je nach Größe der Gewächse und Länge der Hecke sehr mühsam sein und viel Zeit in Anspruch nehmen. Umso wichtiger ist es, dass Sie sich die Arbeit einfacher machen, indem Sie auf passendes Werkzeug setzen.

Für Verjüngungsschnitte, Ausbesserungen nach dem Februar-Schnitt und den Schnitt im September verwenden Sie ergonomische Gartenscheren, mit denen sich einzelne Triebe und schmale Äste durchtrennen lassen. Solche Scheren gibt es auch mit Teleskopfunktion, sodass Sie höhere Kirschlorbeerpflanzen komfortabler in Form bringen können.

In anderen Fällen gilt: Heckenscheren erleichtern die Arbeit deutlich. Überlegen Sie sich vor der Anschaffung gut, worauf es bei Ihrer Hecke ankommt. Müssen Sie beispielsweise eine hohe Hecke schneiden, kann eine Teleskop-Heckenschere Gold wert sein.

Eine gute Heckenschere muss in kleinen Gärten nicht zwingend motorisiert sein. Haben Sie lediglich eine überschaubare Hecke zu pflegen, reicht eine Handschere vollkommen aus. Ihr Vorteil: Sie können auch während der Ruhezeiten fleißig sein.

Große Hecken bearbeiten Sie am leichtesten mit elektrischen Heckenscheren oder benzinbetriebenen Modellen. Elektrische Scheren mit Akku ermöglichen etwas mehr Bewegungsfreiheit als ihre kabelgebundenen Verwandten, müssen aber natürlich aufgeladen sein.

Wie Sie Löcher und Lücken in der Hecke schließen

Löcher in einer liebevoll gepflegten Hecke sind mehr als nur ärgerlich. Gartenfreunde stören sich nicht selten einen ganzen Sommer lang an den unschönen Stellen und sollten daher zu ausgleichenden Maßnahmen greifen.

Bei kleinen Löchern, die sich beispielsweise an

  • Buchsbaum,
  • Liguster,
  • Scheinzypresse,
  • Hainbuche
  • und Thuja

zeigen, kann Licht ausreichen, um Lücken zu schließen. Versuchen Sie hier, zunächst die Belichtung durch Wegnahme von Ästen und Schattenspendern in der Nähe zu verbessern.

Große Löcher lassen sich mit Licht allein nicht ausgleichen. In diesem Fall empfiehlt es sich, Triebe der Heckenpflanze zu führen. Dafür nehmen Sie einen schmalen Bambusstab und platzieren ihn quer in der Lücke. An diesem Stab entlang können Sie nun die Triebe fixieren und das Schließen des Lochs fördern. Ein behutsamer Beschnitt der Triebenden beschleunigt den Vorgang unter Umständen.

Eine Hecke verjüngen: Darauf kommt es an

Viele Heckenpflanzen benötigen nach einigen Jahren einen Verjüngungsschnitt und vertragen diesen gut. Denken Sie jedoch immer daran, dass derlei Eingriffe in der Brutzeit verboten sind.

Laubtragende Heckenpflanzen mit strauchigem Wuchs verjüngen

Laubgehölze mit strauchigem Wuchs wie

  • Liguster,
  • Kirschlorbeer
  • oder Feuerdorn

lassen sich unkompliziert zurückschneiden. Bei der Verjüngung schneiden Sie die Hauptäste mit Hilfe einer Säge so weit zurück, dass über dem Boden 30 Zentimeter übrigbleiben. Auch der nächste Austrieb sollte dann erneut um ein Drittel gekürzt werden, damit die Hecke möglichst dicht wächst.

Heckengewächse mit baumähnlichem Wuchs verjüngen

Es kann sein, dass sie bei einer recht alten Hecke mit baumartig gedeihenden Pflanzen wie

  • Hainbuche,
  • Feld-Ahorn oder Rotbuche

ebenfalls zu verjüngenden Maßnahmen greifen müssen. Hierfür nehmen Sie den ersten Heckenschnitt im frühen Frühjahr vor und schneiden die seitlichen Äste nur an einer Seite der Pflanze weit zurück. Übrigbleiben sollten kurze Stümpfe mit Verzweigungen zur Seite. Für diese Arbeit bietet sich eine Astschere an.

Die andere Seite der zu verjüngenden Heckenpflanze sollten Sie erst ein Jahr später zurückschneiden. So nehmen Sie ihr nicht zu viel Blattwerk, was sie den radikalen Rückschnitt besser verkraften lässt.

Wie lange es genau dauert, bis baumähnliche Sträucher nach dem radikalen Heckenschnitt wieder austreiben, kann pauschal nicht beantwortet werden. Manche schaffen es bereits im Sommer, bei wiederum anderen dauert es etwas länger. Wichtig ist nur, dass sie auch umfangreiche Eingriffe nur an nicht zu sonnigen oder frostigen Tagen vornehmen.

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