Aprikosenbaum pflanzen und pflegen
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So wächst Ihr Aprikosenbaum gesund und liefert saftige Früchte
Richtig pflanzen, pflegen und Krankheiten vorbeugen
Welcher Pflanzabstand gilt bei Aprikosenbäumen?
Ein durchschnittlicher Aprikosenbaum braucht etwa acht Quadratmeter Platz. Ihn können Sie sowohl freistehend an einem geeigneten Standort platzieren als auch nahe einer Wand. Vor allem das Kultivieren als Spalierobst ist bei diesen Obstbäumen sehr beliebt. Hier reduziert sich der Platzbedarf entsprechend.
Welches sind der ideale Boden und Standort für Aprikosenbäume?
Da die süßen Steinfrüchte aus besonders warmen und trockenen Gefilden stammen, wünscht sich Ihr Aprikosenbaum einen Standort, der diesen Bedingungen möglichst nahekommt. Der optimale Platz bietet dem Gewächs
- volle Sonne
- ausreichend Wärme
- Schutz vor Wind und Schutz vor Regen.
Erneut erweist sich die Platzierung an einer Hauswand als sinnvoll, denn dort lässt sich auch der Regenschutz leichter bewerkstelligen.
Der Boden, in den die Aprikose ihre Wurzeln schlägt, sollte nährstoffreich und warm sein. Keinesfalls verträgt das Gewächs viel Feuchtigkeit, Staunässe und kühle Böden. Vor der Pflanzung lohnt sich die Verbesserung des Untergrundes je nach aktueller Beschaffenheit.
Bei sehr undurchlässigen Böden empfehlen wir die Auflockerung mit Sand und das Anlegen einer Drainageschicht. Wenn Sie Ihren Aprikosenbaum im Topf kultivieren, sollten Sie ebenso auf eine gute Drainage achten.
Ist das Erdreich sehr sandig und eher nährstoffarm, kann das Aufbessern mit Kompost aus Laub oder Rinde für einen vorteilhaften Humusgehalt sorgen und dem Baum somit eine gute Wachstumsgrundlage bieten.
Aprikosenbaum überwintern
Etwa bis zu einer Temperatur von minus 18 Grad Celsius hält es die Aprikose im Garten gut aus. Problematisch für die Gewächse ist meist also nicht der Winter, sondern dessen späte Ausläufer.
Fröste um den Beginn der Blütezeit herum zerstören die künftige Ernte, weshalb Sie rechtzeitig Schutzmaßnahmen ergreifen sollten. Mit einem Vlies rund um die Krone Ihres Baums lassen sich Frostschäden an Blüten und Knospen häufig vermeiden. So bleibt Ihnen die Ernte trotz widriger Bedingungen sicher.
Wenngleich der Aprikosenbaum winterhart ist, verhält es sich bei der Kultur in Topf und Kübel grundsätzlich anders. Der Wurzelballen ist hier nicht durch den Gartenboden geschützt, sondern der Kälte deutlich direkter ausgesetzt. Dies kann zu einem Durchfrieren und letztlich zu starken Frostschäden am Baum führen.
Holen Sie eine Aprikose im Kübel daher über den Winter an einen gut geschützten Platz, stellen Sie sie auf eine Styroporplatte und umwickeln Sie den Wurzelbereich mit wärmendem Vlies. Alternativ empfehlen wird das Umplatzieren der Pflanze an einen hellen, frostfreien Ort, an dem es trotzdem nicht zu warm sein darf. Ein unbeheizter Wintergarten oder eine Garage kommen infrage.
Aprikosen ernten: Wann und wie?
All die Mühe rund um die Pflege hat sich gelohnt, wenn Sie zur Aprikosenernte mehrere Hände voller leuchtender Früchte ins Haus holen können. Der Zeitpunkt der Reifung kommt für gewöhnlich ab Juli und kann bis in den September hinein reichen.
Eine reife Aprikose erkennen Sie an ihrer leuchtend orangefarbenen Haut mit leicht roten Bäckchen und der auf Druck sanft nachgebenden Oberfläche. Die Frucht pflücken Sie ohne sie zu quetschen und inklusive des kleinen Stielansatzes.
Sollten Sie bei Ihren Aprikosen nicht warten können, bis diese vollkommen reif sind, ist das nicht schlimm. Pflücken Sie die Früchte gerne schon etwas vor der idealen Reife und lagern Sie sie warm. So kann das Naschobst im Haus noch nachreifen.
Achtung:
Aprikosen lassen sich nicht allzu lange lagern. Haben Sie viele Früchte geerntet, frieren Sie diese am besten ein. Dafür sollten die Früchte halbiert und entsteint werden. Tauchen Sie sie in Zitronensaft, bleiben die Aprikosen auch nach dem Auftauen schön orange.