Wir bauen eine Hummelburg: Ein einfaches Zuhause für Hummeln im Garten
Wenn im zeitigen Frühjahr die ersten warmen Sonnenstrahlen den Garten erwärmen, lassen sich oft schon die ersten Hummeln beobachten. Dabei handelt es sich meist um überwinterte Hummelköniginnen, die auf der Suche nach einem geeigneten Nistplatz sind. Hier gründen sie ihr neues Volk und beginnen mit dem Aufbau eines Hummelstaates.
Mit einer selbst gebauten Hummelburg können Sie den Tieren einen geschützten Nistplatz anbieten. Der Bauaufwand ist gering und viele Materialien finden sich oft bereits im Garten oder Schuppen.
Warum Hummeln Unterstützung gut gebrauchen können
Hummeln gehören zu den ersten Insekten, die bereits im Frühjahr aktiv werden. Während viele andere Insekten noch auf wärmere Temperaturen warten, sind Hummelköniginnen schon unterwegs, um geeignete Nistplätze zu finden.
Natürliche Nistmöglichkeiten wie Mäuselöcher, Erdhöhlen oder geschützte Bereiche unter Wurzeln und Steinen werden jedoch vielerorts seltener. Mit einer einfachen Hummelburg können Sie deshalb zusätzliche Nistmöglichkeiten schaffen.
So entsteht eine einfache Hummelburg
Für den Bau benötigen Sie lediglich:
- einen größeren Blumentopf aus Ton
- etwas Holzwolle, Stroh oder trockenes Naturmaterial
- eine Dachziegel oder ein Brett als Regenschutz
- einige Steine
- einen ruhigen Platz im Garten
Füllen Sie den Blumentopf locker mit Holzwolle oder Stroh. Anschließend wird der Topf umgedreht und etwa bis zur Hälfte in den Boden eingegraben.
Als Standort eignet sich ein geschützter Bereich, beispielsweise:
- unter Gehölzen
- am Rand einer Hecke
- in einer naturnahen Gartenecke
- unter größeren Sträuchern
Wichtig ist, dass die Hummelburg möglichst ungestört liegt und nicht ständig betreten oder bearbeitet wird.
Schutz vor Regen
Damit kein Wasser in die Hummelburg eindringt, sollte das Einflugloch abgedeckt werden. Besonders gut eignet sich dafür eine alte Dachziegel, die über dem Eingang platziert wird.
Alternativ können Sie einige Steine um das Einflugloch legen und ein Brett darüber platzieren. Wichtig ist lediglich, dass die Hummeln problemlos ein- und ausfliegen können und gleichzeitig ein gewisser Schutz vor Regen besteht.
Ein blütenreicher Garten macht den Unterschied
Eine Hummelburg allein reicht natürlich nicht aus. Besonders attraktiv wird der Garten für Hummeln durch ein vielfältiges Blütenangebot vom Frühjahr bis in den Herbst.
Geeignete Pflanzen sind beispielsweise:
- Lavendel
- Katzenminze
- Salbei
- Duftnessel
- Sonnenhut
- Astern
- Herbstanemonen
- Glockenblumen
So finden die Tiere während der gesamten Gartensaison ausreichend Nahrung in unmittelbarer Nähe ihres Nistplatzes.
Fazit
Eine Hummelburg ist mit wenigen Handgriffen gebaut und lässt sich nahezu in jedem Garten integrieren. In Kombination mit einer abwechslungsreichen Bepflanzung entsteht ein naturnaher Gartenbereich, in dem sich die pelzigen Brummer wohlfühlen können. Oft dauert es etwas, bis eine Hummelkönigin das neue Zuhause entdeckt. Mit etwas Geduld entwickelt sich daraus vielleicht schon im nächsten Frühjahr ein kleines Hummelvolk direkt vor Ihrer Haustür.