Native Plants Gartenblog

Wie Sie ihren Garten in eine Oase der Nachhaltigkeit verwandeln

Das Prinzip der Nachhaltigkeit ergreift immer mehr Bereiche des täglichen Lebens und macht selbstredend auch vor den eignen vier Wänden nicht halt. Die Verwendung von regenerativen Energien ist bereits jetzt en vogue und auch die nachhaltige Gestaltung des Gartens steht bei einem stetig wachsenden Anteil der Gartenbesitzer im Fokus. Die zu treffenden Maßnahmen sind dabei zwar wenig spektakulär, was ihre Wirksamkeit hinsichtlich des Faktors der Nachhaltigkeit jedoch in keinem Fall schmälert.

Regen- und Brauchwasser für die Bewässerung nutzen

Ein wichtiger Ansatzpunkt, der die Nachhaltigkeit des eigenen Gartens deutlich erhöht, ist die Frage der Wasserversorgung, denn noch immer greifen viele Hobbygärtner dabei auf Leitungswasser zurück, das nicht nur Geld kostet, sondern im Haushaltsgebrauch auch deutlich besser aufgehoben ist. Gerade im wasserreichen Mitteleuropa bietet es sich an, den Regen für die Bewässerung von Pflanzen und Beeten zu nutzen. Da sich die Regenfälle insbesondere im Sommer aber durchaus rarmachen können, bedarf es zur Sicherstellung einer nachhaltigen Wasserversorgung eine gute Speichermöglichkeit z.B. via Regentonne oder mit Hilfe einer unterirdischen Zisterne. Letzteres ist vor allem im Fall größerer Gärten sinnvoll, da moderne Zisternen unter der Erde nicht nur unsichtbar sind, sondern auch eine erheblich größere Speicherkapazität aufweisen als Regentonnen. Darüber hinaus bietet es sich an, das im Haushalt anfallende Nutzwasser, das sogenannte Grauwasser, das beim Duschen oder Baden anfällt mittels einer Grauwasseraufbereitungsanlage nicht direkt in die Kanalisation zu leiten, sondern für die Verwendung im Garten nutzbar zu machen.

Regenwassertonnen

Eigener Bio-Dünger dank Kompostierung

Wer im eigenen Garten nachhaltig handeln will, verzichtet freiwillig auf aggressive Umweltgifte und Pflanzendünger, die anderen Organismen ungewollt Schaden zufügen. Daraus resultieren jedoch auf der anderen Seite auf spezielle Anforderungen an den Garten, denn Pflanzen, die ohne moderne Dünger gezogen werden, brauchen deutlich mehr Sonnenlicht. Die Positionierung von Pflanzbeeten muss dementsprechend so gestaltet werden, dass die jeweiligen Pflanzen so viel Sonneneinstrahlung wie möglich erhalten. Darüber hinaus muss künstlicher Dünger substituiert werden, um das Pflanzenwachstum zu verbessern. An dieser Stelle feiert ein Klassiker der Gartenkultur seine Renaissance, denn der gute alte Komposthaufen produziert den besten Dünger, den die Natur hervorzubringen im Stande ist, ohne beispielsweise den Boden lokal konzentriert mit Nitrit zu belasten, wie es im Fall der Düngung mit Tierfäkalien die Praxis ist. Entsprechende Komposter, mit deren Hilfe die Kompostierung schneller vonstattengeht, sind bereits günstig im Fachhandel erhältlich.

Aus alt mach neu

Abseits der direkten Bepflanzung gibt es aber noch weitere Optionen, den Nachhaltigkeitsaspekt im eigenen Garten zu unterstreichen. Dazu zählt beispielsweise die Wiederverwendung von alten Gartenmöbeln, Werkzeugen und Gefäßen, denen im Rahmen eines konsequenten Recyclings neues Leben eingehaucht werden kann. Alte Schubkarren oder Regentonnen müssen damit nicht zwangsweise auf der Abfallhalde landen, sondern kommen in Form von kreativen Pflanzkübeln oder Hochbeeten erneut zur Geltung. Der Kreativität sind an dieser Stelle keine Grenzen gesetzt, womit auch ein nachhaltig gestalteter Garten nicht langweilig sein muss, sondern auch durchaus ein optisches Highlight darstellen kann. Damit sind die Möglichkeiten für die nachhaltige Gartengestaltung aber noch lange nicht ausgeschöpft, denn insbesondere, wer ein Bauvorhaben im Garten realisieren möchte, kann bereits bei Kauf der Baustoffe auf Nachhaltigkeit setzen. Dies betrifft unter anderem die Verwendung von modernen WPC- oder UPM-Dielen im Bereich des Terrassenbaus. Der nachhaltigen Gartengestaltung sind also praktisch keine Grenzen gesetzt.

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