Native Plants Gartenblog

Tipps für den perfekten Heckenschnitt

Jeder Gartenbesitzer weiß, dass eine Hecke Pflege braucht, wenn sie schön aussehen soll. Und das fängt nicht beim Schneiden einer Hecke an, sondern im Prinzip schon bei der Pflanzung. Welchen Zweck soll die Hecke erfüllen? Soll sie als Wind- oder als Sichtschutz angepflanzt werden? Oder soll damit eine Begrenzung geschaffen werden, die den eigenen Garten von dem des Nachbarn trennt? In manchen Gartenanlagen hat man ganz auf Zäune verzichtet und mit Hecken eine natürliche Abgrenzung geschaffen. Damit hat man sich vollends zur natürlichen Gestaltung der Gartenanlagen bekannt.
Je nach Heckenart werden unterschiedliche Schnitttechniken angewendet. Man unterscheidet unter anderem Grünpflanzen-Hecken wie Hainbuche oder Liguster, Blüten-Hecken, die zum Beispiel aus Rosen oder Forsythien bestehen und die beliebten Thuja-Hecken. Alle genannten Hecken brauchen neben dem Formschnitt auch einen Verjüngungsschnitt. Es reicht nicht aus, nur die Spitzen zu verschneiden, da die Gefahr besteht, dass die Hecken im Inneren verkahlen, wenn zu wenig Licht in das Innere fällt.

Berberitze als Schnitthecke

Berberitze als Schnitthecke

Tipp 1 – Zum Schneiden scharfes Werkzeug benutzen
Für den Heckenschnitt braucht man unbedingt scharfes Werkzeug, zum Beispiel eine scharfe Hand-Heckenschere oder eine Elektro-Heckenschere, eine große Auswahl findet sich auf www.heckenschere.de. Wenn die Geräte scharf sind, dann kann ein sauberer Schnitt durchgeführt werden und es entstehen keine Quetschungen, die das gesunde Holz schädigen und zum Absterben bringen.

Tipp 2 – Verjüngungsschnitt nicht von März bis September durchführen
Einen radikalen Verjüngungsschnitt darf man vom 1. März bis zum 30. September (§ 39 Abs. 5 des Bundesnaturschutzgesetz) nicht durchführen, da die Brutplätze der Vögel zerstört werden könnten. Günstig ist ein Schnitt Anfang Oktober oder im Februar, wenn kein Frost mehr herrscht.

Tipp 3 – Verjüngungsschnitt trapezförmig ausführen
Bei diesem Schnitt wird die Hecke radikal und fachmännisch ausgelichtet. Alle kräftigen Triebe der Hecke werden stark zurückgeschnitten, einzelne zu dicht stehende oder tote Äste werden bis in Bodennähe zurückgeschnitten. Junge dünne Triebe können für das neue Wachstum stehen bleiben. Durch die Trapezform wird gewährleistet, dass Luft und Licht in alle Bereiche der Hecke kommen.

Tipp 4 – Ein Erhaltungsschnitt fördert das Wachstum
Dieser Schnitt kann regelmäßig zweimal pro Jahr, also im Frühjahr und im Sommer durchgeführt werden. Der Sommerschnitt sollte spätestens Ende August durchgeführt werden, damit der neue Austrieb vollständig ausreifen kann, bevor es Winter wird. Der Erhaltungsschnitt regt die Hecke zur Ausbildung neuer Triebe an und bringt sie gleichzeitig in Form.

Tipp 5 – Beim Scheiden der Hecke auf das Wetter achten
Junge zarte Triebe können bei starker Sonneneinstrahlung verbrennen. Daher sollte die Hecke bei einem bedeckten Himmel verschnitten werden, damit sie keinen Sonnenbrand bekommen. Auch die Temperatur sollte beachtet werden. Wichtig ist, die Hecke nicht bei Temperaturen unter 5 Grad Celsius zu schneiden, damit keine Frostschäden auftreten.

Tipp 6 – Schnittabfall als Dünger nutzen
Fällt bei dem Heckenschnitt viel Abfall an, so kann man diesen mit einem Häcksler zerkleinern und als Dünger unter die Hecke geben. Diese sogenannte Gründüngung hat auch den Vorteil, Unkraut beim Aufkeimen zu behindern.

 

Schon gewusst? Mit unserem Heckenplaner können Sie Ihre Hecke online gestalten und planen. Die Pflanzenauswahl kann gespeichert und ausgedruckt werden, was sich insbesondere bei der Pflanzung als sehr praktisch erweist. Außerdem verraten wir Ihnen 10 weitere Gärtner-Tipps für das Anlegen einer Hecke.