Native Plants Gartenblog

Schlagwort Archiv: Nützlinge

Apfelwickler oder auch Obstmade genannt!

Wer kennt das nicht man freut sich auf die Apfelernte im Herbst und will kräftig in den ersten Apfel reinbeißen. Aber was ist das!!! Der Apfel ist vom Apfelwickler befallen. Man kann die befallen Stellen vom Apfel gut entfernen und den Rest noch verzehren, aber die erste Freude über die eigene Ernte ist dahin. Wir erklären ganz kurz wie der Apfelwickler aussieht und sich entwickelt und dann helfen wir Ihnen bei der Bekämpfung dieses Schädlings.

Der Apfelwickler

Der Apfelwickler (Cydia pomonella) ist wohl einer der wichtigsten Schädlingen im Obstbau. Nicht nur im privaten sondern auch im gewerblichen Anbau verursacht er große Schäden. Es ist ein brauner Falter mit einer weißen Marmorierung und ist vor allem unter Temperaturen von  20°Grad bei Dämmerung unterwegs. Über den Winter hinweg ist die Raupe des Apfelwicklers direkt unter der Rinde, ca. 70 % oder im Boden ca. 30 % in der Nähe des Stammes. Bei warmen Temperaturen (meist Ende April) verpuppen sich die Raube und ab Mitte Mai schlüpfen dann die ersten Falter.Der Erwachsene weibliche Falter legt seine Eier auf den noch unreifen Apfel ab. Nach ca. 2 Wochen schlüpfen die ersten Raupen und dringen in die junge Frucht ein. Dort sind die kleinen Raupen im Paradies und ernähren sich vom Fruchtfleisch, von der Schale aber auch von den Apfelkernen. Nach wiederum ca. 3-4 Wochen erfolgreicher Ernährung wird der Apfel verlassen und die Raupen des Apfelwicklers machen sich auf den Weg zum Stamm wo sie unterhalb der Rinde oder Borke sich verpuppen. Wenn die Bedingungen optimal sind startet nun der 2. Zyklus, das bedeutet dass ab ca. Juli nochmal eine Faltergeneration sich auf dem Weg macht sich zu paaren und erneut Eier auf unseren Äpfeln abzulegen.

Bekämpfung und Überwachung

Apfelwickler-Pheromonfalle

Zuerst sollte eine Überwachung, ein sogenanntes Monitoring stattfinden. Dies ist mit einer Pheromon Falle sehr einfach zu bewerkstelligen. Wir bieten Ihnen zwei verschiedene Möglichkeiten dieser Überwachung an.1. Die Deltafalle ist eine Art kleines Häuschen wo ein Leimboden ausgelegt wird vorauf sich eine Phermonkapsel für den Apfelwickler befindet. Diese Falle sollte längst der Windrichtung im Baum aufgehängt werden. Die Männlichen Apfelwickler werden nun von dem Duftstoff der Kapsel angelockt und haften am Leimboden in der Falle fest. Dies reduziert schon einen gewissen Teil des Apfelwicklers. Sollte jedoch nicht als Bekämpfung angesehen werden. Die Pheromonkapsel ist ca. 6 Wochen wirksam, dann sollte sie ausgetauscht werden. Die Deltafalle hält ca. 1-2 Jahre und sollte dann erneuert werden.2. Die Trichterfalle funktioniert ähnlich wie die Deltafalle. Es wird eine Pheromonkapsel in der Falle angebracht die die Apfelwickler-Männchen anlockt. Diese fallen dann in den Trichter der Falle und können diesem nicht mehr entkommen. Somit kann auch hier die Anzahl der Tiere ausgezählt werden. Die transparente Trichterfalle ist sehr hochwertig und daher auch über mehrere Jahre haltbar. Die Pheromonkapsel kann jederzeit ausgetauscht werden. Daher kann man die Trichterfalle auch für andere Schädlinge, wie z.B. Pflaumenwickler, Kastanienminiermotte usw., verwendet werden.

Bekämpfung: Eine Bekämpfung des Apfelwicklers ist mit den Steinernema feltiae Nematoden möglich. Diese müssen mit einer Spritze direkt am Stamm unter der Rinde und am Boden unterhalb der Baumkrone ausgebracht werden. Der richtige Zeitpunkt für diesen Einsatz ist von August bis in den Herbst hinein, so lange sich die Larven noch nicht verpuppt haben, daher ist ein Monotoring mit einer Pheromonfalle von Vorteil. Hier kann der Ausbringungszeitpunkt sehr gut ermittelt werden.

Kastanienminiermotte

Die Kastanienminiermotte ist dieses Jahr wieder stark verbreitet! In manchen Gegenden sind die stolzen, alten Bäume bereits vor dem einsetzten der Herbstfärbung laublos und nackig. Grund dafür meist die Kastanienminiermotte. Sie ist ein kleiner, an sich unauffälliger Schmetterling der seine Eier im Frühjahr an den noch jungen Blättern der weißen Rosskastanie ablegt. Die junge, gefräßige Brut sorgt für das vertrocknen, welken und vorzeitigem abfallen der Blätter. Bei günstiger Witterung kann eine Miniermotte bis zu 3 Generationen pro Jahr in die Welt setzen – was auch einem großen und mächtigen Baum zu schaffen machen kann!

Maßnahmen gegen die Kastanienminiermotte

  • Die wichtigste Maßnahme: Die Puppen der Miniermotte überwintern im Falllaub. Daher ist es wichtig das Laub im Herbst gründlich einzusammeln und an einer geeigneten Stelle zu entsorgen/ zu vernichten. Das für Sie zuständige Landratsamt sollte Ihnen eine Entsorgungsstelle nennen können! Auf keinen Fall sollten Sie die Blätter im Garten kompostieren. Um die Puppen abzutöten müsste der Kompost eine Eigenhitze von über 40 Grad Celsius haben – das schaffen nur Großkompostierungs-Anlagen.
  • Nützlinge sind immer gut! Gerade bei den Meisen stehen die Larven und Puppen auf dem Speiseplan. ein paar Meisenkästen im Kastanienbaum sorgen zudem für lebhaftes Treiben über das ganze Jahr. Ein naturnaher Garten hält sich selbst im Gleichgewicht.
  • Pheromonfallen: Pheromonstoffe (Sexuallockstoffe) locken die männlichen Motten in die Falle aus der sie nicht mehr heraus kommen. Dadurch wird in die Fortpflanzung und Vermehrung der Miniermotte eingegriffen was zu einem deutlichen Befallsrückgang führen kann.

Mit EM´s gegen den Buchsbaumzünsler

Natürlich Gärtnern mit EM´s

Was ist EM, was kann EM bewirken ?

EM ist die Abkürzung für: Effektive Mikroorganismen. Effektiv darum, weil wo immer diese flüssige Bakterienmischung, aus durchweg positiven Bakterien, eingesetzt wird, sie effektiv wirken, positiv wirken. EM wurde von dem japanischen Agrarwissenschaftler Prof. Dr. Teruo Higa entdeckt, nicht erfunden und findet seit 1982 international Verwendung. Higa wollte weg von chemischen Düngemitteln, einen natürlichen Weg finden, in Landwirtschaft und Garten zu arbeiten. Bei uns kennt man EM seit gut 20 Jahren. Zu Beginn wurde es vor allem in der Landwirtschaft eingesetzt.

EM ist eine Multi-Mikrobenmischung von hauptsächlich Milchsäure- und Photosynthese-Bakterien, Hefen und fermentaktiven Pilzen. Die Bakterien sind alle aus dem Lebensmittelbereich, nicht gentechnisch verändert und dürfen im Bio-Bereich eingesetzt werden
Der Großteil dieser Mikroorganismen wird daher auch bei der Lebensmittelherstellung verwendet (Sauerkraut, Bier, Jogurt etc.).
Die perfekte Mischung der ca. 20 Arten Mikroorganismen in EM erzeugt starke regenerative und antioxitative Kräfte. EM ist ein mikrobieller Symbiose-Lenker mit unermesslich breiter und vielfältiger Einsatzfähigkeit.

Ein Erfolgsrezept von EM ist das sog. Dominanzprinzip.

Eine kurze Erläuterung dazu

Allgemein gibt es um uns herum stets gute/positive und schlechte/negative Mikroorganismen. Es gibt keinen keim- bzw bakterienfreien Raum auf der Erde.
Wenn wir von 100% Mikroorganismen ausgehen, dann sind ca. 90% Mitläuferorganismen und der Rest, ca. 10%, sind die Anführer. Je nachdem ob die schlechten oder die guten Organismen in der Überzahl sind, dem folgen die Mitläufer.
Sind die guten, positiven Mikroorganismen, wie in EM z. B Milchsäure-, Hefen-, Photosynthese-Bakterien in der Überzahl, folgen demnach auch die Mitläuferorganismen diese Richtung.

Wenn die schlechten, negativen Organismen in der Überzahl sind, dann folgen ihnen auch die Mitläufer. (Multiresistente Keime, pathogene Keime).
Um ein negatives Milieu zu ändern, muss natürlich mit verstärktem und regelmäßigem EM-Einsatz gearbeitet werden, um gegen die „schlechten“ anzukommen.
Zum Beispiel: Wenn ein Badesee kippt oder Fäulnis (Kompost riecht) entsteht, dann sind die schlechten in der Überzahl. Hier greift dann EM mit seiner positiven, aufbauenden Wirkung ein und ändert das Milieu in die aufbauende Phase entsprechend.
Die Ausscheidungsprodukte dieser sogenannten guten Mikroorganismen in EM sind unter anderem Vitamine, bioaktive Substanzen (Enzyme) unter dem Überbegriff Antioxidantien.

EM ist kein Dünger!

Wenn EM effizient und dauerhaft wirken soll, muss immer eine gewisse Menge an organischem Material (Mulch, Flächenkompost) zugeführt werden, damit die EMBakterien Futter haben.

Das Einsatzgebiet von EM ist sehr vielfältig, ja fast grenzenlos:

Es findet Verwendung:
• im Gartenbau,
• in der Kompostierung,
• in der Landwirtschaft,
• in der Tierpflege (Fell, Wundheilung),
• Haushalt (ersetzt chemische Reiniger),
• in der Trinkwasser aufbereiten,
• in der Körperpflege, in der Gewässersanierung,
• selbst beim Bauen und in Farben werden die EM-Bakterien eingesetzt.

Mit EM´s gegen den Buchsbaumzünsler

Ein Problem das mittlerweile fast jeder Gartenbesitzer kennt ist der Buchsbaumzünsler, auch hier kann EM helfen:

So können Sie vorgehen:

Der Boden und seine Beschaffenheit/Zustand ist das A und O für gesunde und gestärkte Pflanzen.
Besonders in den Wintermonaten ist es wichtig, dass der Boden für den Buchsbaum genügend Feuchtigkeit erhält, da vor allem immergrüne Gehölze auch im Winter ausreichend Wasser benötigen.

Bodenvorbereitung: (Menge für jeweils 1m²):
Urgesteinsmehl : 300 g oberflächlich verteilen,
Schwarzes Gold: 200 g leicht einarbeiten, in Pelletsform
EMaktiv: 100ml/10 Liter angießen. 1x wöchtentlich im Frühjahr, kann auch im frostfreien Winter so angewendet werden.

Bei Befall des Zünslers oder auch vorbeugend:
Wöchentlich: EMaktiv 50 ml/10 Liter Wasser gießen und zur Stärkung folgenden Cocktail:
5ml EMaktiv, 5 ml Terrafert Blatt, 1 Teel Ro/Pro 13/20, 1 Teel Ro/Pro Startfit, 5 ml MK5 oder Scharfes Blond, 20ml Biplantol für Buxus.
Spritzungen wöchentlich, morgens oder abends oder bei trüben Wetter.

Alle benötigten Stoffe erhalten Sie bei Natürlich-EM im Onlineshop!

Johannisbeerblasenlaus

Die Johannisbeerblasenlaus hat ihren besonderen Namen davon dass die Johannisbeerblätter Blasen schlagen, bei den roten Johannisbeeren kommt sogar noch eine rote Färbung dieser Blasen hinzu. Wenn man das Blatt umdreht kann man die Johannisbeerblasenlaus an der Unterseite sitzen sehen.

Meist werden die jungen Blätter befallen, bei starken auftreten dieser Blattlaus kann es zu Schädigungen an der Pflanze führen. Abhilfe kann zum einen damit geschaffen werden das Sie darauf achten das die Johannisbeere gut gestärkt ins Frühjahr startet. Eine Langzeitdüngung im Frühjahr (März – April) mit Hornspäne ist hier eine gute Wahl. Sobald Blüten angesetzt werden sollte die Obstpflanze wöchentlich mit einem Flüssigdünger versorgt werden.

Sollte der Befall aber schon aufgetreten sein, sind Nützlinge ein guter Helfer. Hier empfehlen sich die Florfliegen da diese Nützlinge ein breites Beutespektrum haben. Ein ausbringen mit der BioBox ist optimal somit fallen die Florfliegenlarven nicht von den kleinen Blätter und können in Ruhe auf Beutefang gehen.

Erwachsene Florfliege

Der Buchsbaumzünsler

Zur jetztigen Jahreszeit tritt wieder verstärkt der Schaden durch den Buchsbaumzünsler (Cydalima perspectalis) auf. Meist sind die Frassschäden des Schädlings leicht zu erkennen. Um jedoch eine zuverlässige Kontrolle zu erhalten haben sich Pheromonfallen bewährt. Der Duftstoff in den Fallen lockt die männlichen Falter an, diese kleben an den innen angebrachten Klebestreifen fest so kann gut ausgezählt werden wie stark der Befall ist.

Innerhalb von zwei Wochen nach der Eiablage sollte dann die Bekämpfung erfolgen. Sehr gut in der Bekämpfung des Buchsbaumzünsler sind die Steinernema carpocapsae Nemathoden. Für eine erfolgreiche Bekämpfung sollte die Bodentemperatur mindestens 12 °C betragen, sonst sind die Nematoden inaktiv. Im Winter sterben die Nematoden größtenteils ab und sollten in der nächsten Saison erneut ausgebracht werden. Die behandelte Fläche sollte in den folgenden 6-8 Wochen möglichst feucht gehalten werden, damit eine Langzeitwirkung erzielt werden kann.

Den Hummeln ein Zuhause geben

Sobald die Temperaturen Nachts nicht mehr unter den Gefrierpunkt fallen und tagsüber die wärmende Märzsonne scheint, sieht man häufig einzelne Hummeln umherfliegen. Das sind befruchtete Hummelköniginen auf der Suche nach Unterschlupf um einen neuen Hummelstamm aufzubauen.

Wir können den fleißigen Helfern im naturnahen Garten ein Zuhause geben.

Ein größerer Blumentopf (bevorzugt aus Ton) muss mit Holzwolle oder Stroh ausgefüllt werden, dann umgedreht ein Stück im Boden eingraben. Suchen Sie für die Hummeln ein ruhige Plätzchen abseits vom täglichen Trubel im Garten. Damit es in das Bodenloch des Blumentopfes nicht reinregnet, aber die Hummeln trotzdem ins Loch schlüpfen können ist eine Dachziegel zur Abdeckung gut geeignet und sieht auch noch hübsch aus. Sollte keine Dachziegel vorhanden sein, einfach ein paar Steine um das Einschlupfloch legen und mit einem Brett abdecken. Hauptsache die kleinen Brummer können gut einfliegen.

Dann viel Spaß beim nachbauen und hoffenlich bald viele kleine Untermieter.

Gewächshäuser – Tipps und Tricks

Gewächshäuser machen vor allem dann Sinn, wenn andere klimatische Bedingungen simuliert werden sollen. Dies wird insbesondere notwendig, wenn es sich um Pflanzenarten handelt, die nicht winterfest sind. Auch Pflanzen, die von Natur aus eher in warmen Gebieten zuhause sind, können mithilfe von Gewächshäusern prächtig gedeihen. Darüber hinaus bieten sie einen Rundumschutz vor Wind, Regen oder Schnee und sind daher die ideale Möglichkeit, Pflanzen ganzjährig anzubauen.

Klimaregulierung im Gewächshaus sicherstellenIMG_5645

Um eine Grundvoraussetzung für einen erfolgreichen Anbau zu schaffen, gilt es sicherzustellen, dass die Belüftung und die Feuchtigkeit im Inneren im Einklang sind. Stimmt das Verhältnis nicht, kann es schnell zum Befall durch Schädlinge oder Pilze kommen. Für größere Gewächshäuser gibt es vollautomatische Bewässerungs- und Belüftungs-Anlagen, die diese Aufgabe übernehmen. Bei kleineren Modellen ist es sinnvoll, Belüftung sowie Bewässerung selbst in die Hand zu nehmen. Dazu zählt auch, dass das Dach bei sehr starker Sonnenbestrahlung mithilfe von Bastmatten abgedeckt wird. Anderenfalls besteht die Gefahr, dass die klimatischen Bedingungen nahezu tropisch werden und die Pflanzen eingehen. Um einen bestmöglichen Ertrag zu ermöglichen, können Sie sich bereits im Vorfeld verschiedene Gewächshäuser online anschauen und eine Größe entsprechend der anzubauenden Pflanzen wählen.

Wann sollte gegossen werden?

Da in Gewächshäusern andere klimatische Bedingungen als an der freien Luft herrschen, fällt auch die Wasserversorgung ein wenig anders aus. Wer dabei zu fahrlässig vorgeht, riskiert seine gesamte Ernte. Je nach Witterung sollten die Pflanzen innerhalb von Gewächshäusern einmal pro Woche gegossen werden. Bringt der Sommer sehr viel Hitze mit sich, können Sie jedoch auf Nummer sicher gehen und den Wasserstand ein zweites Mal begutachten und je nach Bedarf erneut wässern. Der ideale Zeitpunkt für die Bewässerung sind in erster Linie warme Tage mit klarem Himmel. Somit wird sichergestellt, dass das Wasser problemlos in die Erde einsickern kann. Als Faustregel empfehlen Experten etwa 20 Liter Wasser pro Quadratmeter.

Neben der Bewässerungen ist das Düngen der wohl wichtigste Aspekt, um Pflanzen in Gewächshäusern ein maximales Wachstum zu ermöglichen. Vor allem die sogenannten Starkzehrer wie Gurken, Tomaten oder Melonen entziehen dem Boden sehr viele Nährstoffe. Sofern diese nicht erneuert werden, steht es um künftige Ernten schlecht. Aus diesem Grund sollten Sie darauf achten, die TomatenHumusschicht am Boden regelmäßig zu erneuern, um eine konstante Zufuhr an Nährstoffen zu erzielen.

Das richtige Material wählen und regelmäßige Pflege

Wer sein Gewächshaus das ganze Jahr über nutzt, der muss dafür Sorge tragen, dass es auch im Winter funktionstüchtig ist. Um dies zu gewährleisten, ist die Wahl des Materials ein entscheidender Faktor. Anstelle von Glas sollten Sie hierbei möglichst auf Polycarbonat setzen. Dieses hält auch größeren Schneemassen stand, bricht nicht so schnell und besitzt eine hohe Temperaturbeständigkeit, die weit in die Minusgrade reicht. Darüber hinaus sind Pflanzen auf regelmäßiges Sonnenlicht angewiesen. Da die Wintersonne allgemein schon weniger Kraft mit sich bringt, sollten Sie das Dach ihres Gewächshauses regelmäßig auch von kleinen Schneeschichten befreien, um die Pflanzen nicht zusätzlich zu belasten.

Gefüllter Echter Schneeball – Viburnum opulus ‚Roseum‘

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Der Frühling bringt viele wunderschöne Blüten an den Gehölzen und Stauden hervor. Eine besonders attraktive Sorte ist der gefüllte Schneeball Roseum oder der Echte Schneeball genannt. Im Mai erscheinen seine Blütenköpfe in frischem Grün, welche ab Juni als große, weiße Bälle zu bewundern sind. In der Floristik wird die auffallende Blüte gerne verwendet. Der Herbst bringt als zweites Highlight leuchtend rote Früchte hervor, die lange in den Winter hinein an den Zweigen hängenbleiben.
Tipps zur Pflege
Für gesundes Wachstum und attraktives Aussehen hier einige Tipps von Native Plants zur Pflanzung und Pflege. Dieser Schneeball trägt auch den Namen Wasserschneeball. Das verrät schon einiges über die Standortbedingungen. Der Boden sollte frisch bis nass sein. In trockenen Sommern besonders auf gleichmäßig feuchten Boden achten. Geben Sie dem Gehölz alle ca. 3 Tage einen Gießer (10Liter) Wasser. Schwach sauer bis stark alkalisch (kalkliebend) und recht nährstoffreich  sind optimale Böden für den Schneeball. Pflanzen Sie das Gehölz wenn möglich freistehend, sodass ausreichend Luftbewegung herrscht. Ist dies nicht gegeben, tritt häufig Blattlausbefall auf.

Erste Hilfe bei LäusebefallIMG_4273
Bei Befall  empfehlen wir Ihnen als Gegenmaßnahme die Nützlinge einzusetzen, diese erhalten Sie in unserem Shop.
Sollte der Schneeball einmal durch Schädlingsbefall in Mitleidenschaft gezogen worden sein, schneiden Sie ihn ruhig stark zurück, er hat ein hohes Regenerationsvermögen und wird schnell wieder gut austreiben. Die beste Zeit hierfür ist nach der Blüte. Ein Verjüngungsschnitt (die ältesten 2,3 Triebe an der Basis entfernen) alle 3-5 Jahre bietet sich sowieso an, dann bilden sich immer neue Blütentriebe.

Vogelhäuser im Garten jetzt reinigen

Vogelhaus reinigen

Jetzt im November ist eine gute Zeit für die Reinigung der Nützlings- und Vogelhäuser im Garten.

Vogelhäuser

Durch das Entfernen der Sicherheitsschraube rechts unten an der Rückwand kann die  Seitenklappe einfach hochgestellt und der Innenraum gereinigt werden. Bei dieser Arbeit sollten Sie Handschuhe tragen! Einfach die alten Nester entfernen und die Brutkammer mit einem Handbesen ausfegen. Auf chemische Reinigungsmittel und auf den Einsatz eines Hochdruckreinigers sollten Sie verzichten! Nach der Reinigung hängen Sie das Vogelhaus wieder an seinen Platz – So finden die daheimgebliebenen Gartenvögel auch im Winter einen passenden Unterschlupf.

Wildbienenhote mit Brutröhren

Wildbienenhotel

Wildbienenhotel – Nützlingshaus mit Brutröhren aus Bambus

Nützlingshäuser, wie unser Wildbienenhotel müssen nicht gereinigt werden! Die Nützlingshäuser sind so gebaut, dass diese an einem trockenen, geschützten Standort winterfest sind und für viele Jahre den Nützlingen eine sichere Brutstätte bieten. Bei einer Überwinterung im Haus würden die Larven, aufgrund der warmen Temperatur schlüpfen und dann wegen fehlender Nahrung zugrunde gehen!

Marienkäfer- und Florfliegenhäuser gefüllt mit Stroh, Heu oder Holzwolle

Bei den Marienkäfer- und Florfliegenhäusern sollten Sie lediglich kontrollieren ob die Füllung (Stroh oder Holzwolle) noch in ausreichender Menge und Qualität vorhanden ist. Falls nicht können Sie einfach neues Stroh, Heu oder Holzwolle nachfüllen. Achten Sie auf einen trockenen Standort damit das Häuschen und somit die Füllung nicht nass werden kann.

Naturnahe Gärten

Blumenwiese-Naturgarten-1In unserem Leben ist vieles streng durchorganisiert, alles muss nach Plan laufen und geradlinig sein. Ist es dann nicht schön zu wissen das man die Möglichkeit hat im eigenen Garten der Natur etwas freien Lauf zu lassen. Deswegen muss nicht alles durcheinander wachsen, ab und zu ein kleiner Schönheitseingriff damit einige Arten nicht überhand nehmen ist durch aus erlaubt.

Der naturnahe Garten ist ein Zugewinn für unsere heimische Fauna und Flora. Viele Nützlinge, Bienen und einheimische Vögel fühlen sich in solchen Gärten wohl und können mit ein wenig Unterstützung – Nützlingshäuser , Vogelhäuser oder Florfliegenkasten – zu Dauergästen werden.
Nur welche Pflanzen sind für solche Gärten geeignet? Hier sind  einheimische Pflanzen zu bevorzugen, denn diese sind robust, winterhart und widerstandsfähig. Wenn diese auch noch den für sie optimalen Standort erhalten ist zudem kaum Pflege und Pflanzenschutz nötig.
Es sollte generell in einem natürlichen Garten nur biologisch mit Hornspäne, Hornmehl oder z.B. Schafpellets gedüngt werden und Pflanzenschutz wenn nötig mit Nützlingen oder biologischen Mitteln stattfinden.
Gepflanzt wird locker und unsymmetrisch soll ja auch natürlich aussehen. Einheimische Pflanzen wie die Schlüsselblume, die Sterndolde die Flockenblume, die Trollblume und der Blutweiderich sind sehr gut zu kombinieren. Auch der Fingerhut fühlt sich in einer natürlichen Anpflanzung wohl, hier sollte man aber Bedenken das dieser sehr giftig ist.
Anstatt eines kurz geschnitten Rasen ist eine bunte Blumenwiese ein herrliches Erlebnis für Kinder, dort sind viele Insekten, Libellen und andere Krabbeltiere vorhanden.
Auch die heimische Vogelwelt kann mit natürlichen Gehölzen unterstützt werden. Hier wird Nahrung und Unterschlupf geboten. Dabei sind der Feldahorn, der gewöhnliche Schneeball und die Schlehe zu empfehlen. Die Berberitze bietet mit ihren vielen Stacheln den Vögeln einen Unterschlupf wenn mal wieder Nachbars Katze hinter ihnen her ist.
So findet alles einen Kreislauf und der Mensch muss nicht viel Arbeit und Zeit investieren um einen herrlichen Garten zu bekommen. Noch weitere Tricks und Tipps zum natürlichen Gärtnern findet Ihr unter unseren Gartentipps