Native Plants Gartenblog

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Kastanienminiermotte

Die Kastanienminiermotte ist dieses Jahr wieder stark verbreitet! In manchen Gegenden sind die stolzen, alten Bäume bereits vor dem einsetzten der Herbstfärbung laublos und nackig. Grund dafür meist die Kastanienminiermotte. Sie ist ein kleiner, an sich unauffälliger Schmetterling der seine Eier im Frühjahr an den noch jungen Blättern der weißen Rosskastanie ablegt. Die junge, gefräßige Brut sorgt für das vertrocknen, welken und vorzeitigem abfallen der Blätter. Bei günstiger Witterung kann eine Miniermotte bis zu 3 Generationen pro Jahr in die Welt setzen – was auch einem großen und mächtigen Baum zu schaffen machen kann!

Maßnahmen gegen die Kastanienminiermotte

  • Die wichtigste Maßnahme: Die Puppen der Miniermotte überwintern im Falllaub. Daher ist es wichtig das Laub im Herbst gründlich einzusammeln und an einer geeigneten Stelle zu entsorgen/ zu vernichten. Das für Sie zuständige Landratsamt sollte Ihnen eine Entsorgungsstelle nennen können! Auf keinen Fall sollten Sie die Blätter im Garten kompostieren. Um die Puppen abzutöten müsste der Kompost eine Eigenhitze von über 40 Grad Celsius haben – das schaffen nur Großkompostierungs-Anlagen.
  • Nützlinge sind immer gut! Gerade bei den Meisen stehen die Larven und Puppen auf dem Speiseplan. ein paar Meisenkästen im Kastanienbaum sorgen zudem für lebhaftes Treiben über das ganze Jahr. Ein naturnaher Garten hält sich selbst im Gleichgewicht.
  • Pheromonfallen: Pheromonstoffe (Sexuallockstoffe) locken die männlichen Motten in die Falle aus der sie nicht mehr heraus kommen. Dadurch wird in die Fortpflanzung und Vermehrung der Miniermotte eingegriffen was zu einem deutlichen Befallsrückgang führen kann.

Die heimische Vogelwelt

Zu den häufigsten Vogelarten in Deutschlands Gärten zählt die Amsel. Vor 150 Jahren war sie noch ein scheuer Waldvogel, doch heute erfreut sie viele Menschen mit ihrem melodischen Gesang zur frühen Morgenstunde. Die Amsel hält sich gerne am Boden auf, um nach Würmern und Insekten Ausschau zu halten. Sie liebt jedoch auch Beeren und Früchte des Gartens. Sie brüten bis zu dreimal im Jahr. Wer einen Starenkasten auf einem Baum in seinem Garten anbringt, kann damit rechnen, dass sich die großartigen Sänger dort einnisten. Am besten gleich mehrere davon im Abstand von ein paar Metern, denn Stare sind gesellige Vögel.

Oft kann man in Gärten mit älteren Obstbäumen auch die Blaumeisen oder Kohlmeisen beobachten. Sie sind sehr lebhaft und brüten in Nisthöhlen oder einem klassischen Meisenkasten. Der Durchmesser des Einflugloches beträgt nur 26 – 28 Millimeter. Der Grünfink ist ebenfalls ein häufiger Besucher in unseren Gärten. Er brütet in Hecken und Gebüschen oder in dichten Kletterpflanzen der Hausfassade. Er ist ein Vegetarier und ernährt sich ausschließlich von pflanzlicher Kost.

Das Rotkehlchen gehört zu den Sängern am frühen Morgen und das auch in den winterlichen Monaten. Durch seine orange-rote Kehle kann man es sehr leicht erkennen. Die Familienplanung des Rotkehlchens setzt eine üppige Vegetation in Bodennähe voraus, damit das Nest gut versteckt werden kann. Der Dompfaff oder Gimpel wird manchmal mit dem Rotkehlchen verwechselt, doch er unterscheidet sich durch den stahlgrauen Rücken, schwarzen Kopf und leuchtend weißen Bürzel. Oft sieht man auch die „diebische“ Elster, die bei den Liebhabern der Singvögel nicht gerne gesehen ist. Schließlich stehen diese auf dem Speiseplan der Elstern, die übrigens ihre imposanten, kugelförmigen Nester hoch oben auf den Laubbäumen errichten.

Die Haussperlinge, auch Spatzen genannt, kennt wirklich jeder. Sie halten sich gerne bei den Menschen auf und nisten, wo sich gerade eine Lücke auftut. Verlassene Schwalbennester, Brutkästen oder im Dachgebälk. So kam wohl das Sprichwort zustande, dass es „die Spatzen von den Dächern pfeifen“. Die Mehlschwalbe ist auch ein gern gesehener Vogelgast, wenn sie nicht die Wände mit Kot beschmutzen, da sie kunstvolle Nester an raue Hauswände bauen. Mittlerweile gibt es jedoch Nisthilfen, so kann das Nest nicht samt dem Nachwuchs abstürzen. Sie ziehen jedoch Gebäude in Wassernähe vor, weil sie dort im Tiefflug Insekten fangen. Es gibt noch eine bunte Vielzahl weiterer heimischer Vögel im Garten, manchmal verirrt sich auch ein Buntspecht, eine Dohle oder eine Rabenkrähe. Gefiederte Freunde sind unterhaltsame Gäste der Gartenlust!
Hier noch etwas Hilfe für den kalten Winter!