Native Plants Gartenblog

Kulturheidelbeeren – eine tolle Ergänzung für Ihren Garten

Wer seinen Obstgarten um eine ganz besondere Pflanze erweitern möchte und sich gern der Herausforderung stellt, höheren Ansprüchen an Pflanzung und Pflege gerecht zu werden, für den könnte die Kulturheidelbeere genau das richtige Highlight im heimischen Garten werden. Dieser Obststrauch erfordert einen speziellen Standort und Boden. Als Heidekrautgewächs verlangt er, wie beispielsweise ein Rhododendron auch, einen kalkfreien Boden, der stets gleichmäßig durchfeuchtet und zudem reich an Humus ist.

Entgegen einer naheliegenden Vermutung ist die Kulturheidelbeere nicht aus der bei uns heimischen Heidelbeere hervorgegangen, sondern entstand durch Kreuzungen anderer Blaubeeren mit der Amerikanischen Blaubeere. Das Ergebnis: Die Früchte der Kulturheidelbeere sind deutlich größer als die unserer heimischen Blaubeeren. Außerdem ist das Fruchtfleisch hell und nicht dunkel, wie es viele Laien erwarten würden. Wer es probiert, wird mit hoher Wahrscheinlichkeit die gängige Meinung bestätigen, dass es zudem besser schmeckt.

Kulturheidelbeeren richtig pflanzen

HeildelbeerblüteBeinahe jede Sorte der Kulturheidelbeere kann sich selbst befruchten. Etwa ab Anfang Mai sind die Blüten geöffnet, sodass Insekten für die Bestäubung sorgen können. Dennoch empfiehlt es sich, in jedem Fall mindestens zwei verschiedene Sorten nebeneinander einzupflanzen. Denn so lässt sich der Ertrag an Früchten deutlich erhöhen. Sind die Pflanzen ausgewählt, geht es an die Standortsuche. Orientieren Sie sich bei der Wahl an den Standortbedingungen, die sie von unseren heimischen Heidelbeeren kennen: Wählen Sie einen Boden, der einer feuchten Moorwiese oder dem Unterholz locker bewachsener Moorwälder am nächsten kommt.

Weil die Wurzeln sich mehr in die Breite als in die Tiefe verteilen, reicht es, wenn Sie flache Löcher im Boden ausheben. Ist Ihr Gartenboden besonders lehmig oder auch besonders nährstoffreich, tauschen sie ihn an den betreffenden Stellen durch ein Sand-Laub-Gemisch oder ein Sand-Rindenkompostgemisch aus. Achten Sie darauf, dass der Boden keinen Kalk enthält. Sonst werden die Pflanzen ihr Wachstum beinahe vollständig einstellen und schnell gelbe Blätter bekommen. Idealerweise geben Sie den Pflanzen die Möglichkeit, durch Stickstoff besser zu wachsen, indem sie eine Handvoll Hornspäne mit dem Humus vermengen. Den Humus oder Rindenmulch häufeln Sie etwa zehn bis fünfzehn Zentimeter hoch um die frisch gepflanzten Sträucher an. Sollte der Boden bei Ihnen sehr kalkhaltig sein bietet sich auch eine Pflanzung in großen Töpfen an. Pflanz-und Pflegeanleitung finden Sie bei unseren Service-Seiten. Falls Sie im Frühling anpflanzen, sollten Sie anschließend noch alle Blüten von den Sträuchern abnehmen, damit ihnen genügend Energie bleibt, schnell anzuwachsen.

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