Native Plants Gartenblog

Ein Holzbackofen als Spaß für die ganze Familie

Duftendes Brot, knusprige Pizza, Quarkstollen, Hähnchen im Lehm-Mantel oder herzhafte Quiche – aus dem eigenen Holzbackofen wird selbst Gebackenes zum puren Genuss und zum Spaß für die ganze Familie. Wer über ausreichenden Freiraum, handwerkliches Geschick, etwas Geduld und Zeit verfügt, kann einen Holzbackofen selbst bauen. Bzw. gibt es auch fertige Holzbacköfen oder Bausätze als Komplettangebot zu kaufen, wie z.b. hier: www.gardelino.de/holzbackofen/

Der Körper des selbst gebauten Holzbackofens besteht aus einem Lehmgemisch. Wahlweise können das Fundament und der Sockel des Ofens auf einer 10 cm dicken Betonplatte oder auf in Sand gebetteten Feldsteinen errichtet werden.

Frühling und Sommer sind die besten Jahreszeiten, um das „Bauprojekt Holzbackofen“ in Angriff zu nehmen. In den warmen Jahreszeiten können Sockel und Ofenkörper gut austrocknen.Weil der Ofen ausschließlich mit Holz beheizt wird, erhalten gerade die selbst gebackene Brote wunderbare Röstaromen und einen unvergleichlichen Geschmack. Dennoch funktioniert der Ofen unkompliziert. Man heizt den frisch gebauten Ofen langsam trocken. Nach dem trocknen wird der neue Ofen gleich eingeweiht; Selbstgebackenes Brot oder Pizza schmecken im Freien doppelt gut – und mit dem Familienspaß klappt es auch.

Was man für den Selberbau benötigt

  • 1/2 Tonne Sand
  • 1/4 Tonne Lehm
  • Dachpappe als Feuchtigkeitssperre
  • ein Sack Zement für das kleine Fundament (oder aber große behauene Feldsteine)
  • 220 Ziegelsteine für Sockel/Backfläche (oder Feldsteine)
  • 80 Schamottesteine für Ihr Backgewölbe (oder schwere Ziegelsteine)
  • biegsame Presspappe oder min. drei Gewölbelehren
  • 3 bis 4 Säcke Stroh oder Strohhäcksel

So baut man seinen Holzbackofen

Zuerst wird das Erdreich ausgehoben. Wenn man dabei auf festen Grund stößt, wird der Bereich wieder mit lockerem Sand aufgefüllt. Feldsteine sind ebenfalls geeignet. Jetzt gießt man die Betonplatte, die einen ganzen Tag austrocknen muss. Erst dann kann weitergebaut werden.
Zwei Streifen aus Dachpappe funktionieren als Feuchtigkeitssperre, auf der aufgebaut werden kann.

Den Sockel baut man mit Lehm-Mörtel. Dieser reicht aus, wenn der Ofen mit einem Dach geschützt wird.
An die Ränder des Fundaments setzt man zwei Reihen Steine. Zwischen diese beiden Reihen stellt man eine schön zurechtgebogene Hartfaserplatte. Sie dient als Gewölbelehre.

Das Gewölbe mauert man von beiden Seiten gleichzeitig auf. Durch das außen Breit- und innen Schmalmachen der Fugen gestaltet man die Rundung des Gewölbes. Sind beide Seiten bis zur Mitte aufgemauert, setzt man einen Schlussstein. Dieser soll passgenau sitzen, denn er trägt das gesamte Gewölbe.
Nun werden die Seitenwände, die bis an das Gewölbe reichen, erstellt. Den im Sockel verbleibenden Hohlraum füllt man einfach mit Sand auf. Auf die Fläche kommen dann Schamott-Platten oder Ziegelsteine – die Backfläche ist entstanden.

Mit Wärme speichernden Schamottsteinen wird nun das Backgewölbe ausgemauert. Man fängt mit zwei der Außenreihen an, Hartfaserplatten dienen im Zwischenraum als Dämmung. Verfahren wird wie beim Gewölbe des Ofensockels. Schlusssteine bilden den Abschluss.
Die Dämmung besteht aus Lehmschlamm und Stroh. Beide werden verknetet, an die Ofenwände geworfen und glatt gestrichen.

Die Tür des Holzbackofens kann aus Holz oder Blech gestaltet werden. Ein schönes Ziegeldach wird den Ofen vor verschiedenen Witterungseinflüssen schützen.

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