Native Plants Gartenblog

Nützlingszentrale

Igelhaus im Garten aufstellen

Der Igel – mehr als ein stacheliger Geselle in lauen Sommernächten

Der Igel ist ein nachtaktiver, Insekten-fressender Winterschläfer der nicht nur ein kleiner, putziger Geselle in lauen Sommernächten ist, sondern auch als Fressfeind der Schnecken und vieler Insekten hilft, das natürliche Gleichgewicht im Garten aufrecht zu erhalten.
Somit ist er zu Recht in unseren Gärten Herzlich Willkommen!

Gerade im Spätsommer bis zu den ersten Frösten ist der Igel mit der eintretenden Abenddämmerung fleissig auf der Suche nach Futter um für seinen Winterschlaf vorzusorgen. Aufgrund der vielen Straßen und der immer größer werdenden landwirtschaftlich genutzten Ackerflächen sind viele Igel heute gezwungen, ihr Zuhause und ihr Glück in unseren Hausgärten zu finden. Zudem zeigt die Tatsache, dass der Igel mittlerweile durch das Bundesnaturschutzgesetz geschützt ist, dass der stachelige Geselle heute umso mehr unsere Hilfe braucht.

Etwas Gutes für einen Igel zu tun ist ganz einfach:

  • Igelhaus

    Igel benötigen einen Unterschlupf – dazu eignen sich dichte Hecken aus heimischen Gehölze am besten mit Fruchtschmuck wie zum Beispiel unser Set bestehend aus 5 Wildgehölzen.

  • Ein Laub- oder Reisighaufen in einer ruhigen Ecke Ihres Gartens kann ebenfalls ein dankbares Versteck und ein glückliches Zuhause für einen Igel werden. Generell sollten Sie Ihren Garten in verschiedene Bereiche aufteilen – zum Beispiel einen Bereich um die Terrasse mit besonderen Zierpflanzen die Sie erfreuen, in einer anderen Gartenecke kann ein Naschgarten entstehen und wieder in einer anderen, ruhigen Ecke kann ein Nützlingsgarten angelegt werden. Bepflanzt mit heimischen Gehölzen und Stauden wird er schnell zu einem natürlichen Paradies. Gerade Kinder reagieren auf diesen Gartenbereich immer mit großem Interesse. Zudem ersparen Sie sich zum Beispiel die Arbeit das Herbstlaub in Säcke zu füllen und es im hiesigen Wertstoffhof zu „entsorgen“.
  • Als Unterschlupf kann auch ein Igelhaus bereitgestellt werden. Ob aus Holz oder aus Stein – ob gekauft oder selbstgebaut – dazu weiter unten mehr!

Ein Igelhaus selber bauen:

Igelhäuser können ganz leicht selber gebaut werden: Sie benötigen lediglich ein wenig Holz, Nägel, Dachpappe – und ein wenig Geschick. Achten Sie darauf, dass das Häuschen an einem geschützten, trockenen Ort steht. Legen Sie den Boden mit trockenem Moos, Heu oder Stroh aus. Alternativ kann auch eine Styroporplatte unter das Häuschen eingebaut werden. Weiterlesen ->

Nachwuchs im Vogelhaus

Blaumeisenfamilie im Garten

Eine junge Blaumeisenfamilie hat es sich in unserem neuen Vogelhaus gemütlich gemacht!

Schier unermüdlich bringen die beiden Elterntiere Futter aus den umliegenden Gärten ins Nest. Auf dem Speiseplan der Jungvögel stehen hauptsächlich Insekten, Spinnen und andere Kleinstlebewesen. Auch die bei uns Gärtnern so unbeliebten Schädlinge wie zum Beispiele die Blattläuse werden von den nimmersatten Brut verschlingt!

In nur drei Wochen nach dem Schlüpfen aus den nur 2 cm großen Eiern sind die jungen Singvögel fast ausgewachsen und flugfähig und verlassen das sichere Nest Richtung Abenteuer.

Blaumeise an unserem Vogelhaus aus Lärchenholz

Blaumeise an unserem Vogelhaus aus Lärchenholz

Eine Auswahl an Vogelhäusern und Insektenhotels finden Sie in unserem Shop!

Minzblattkäfer an Ihrer frischen Minze

Ein kleiner 8-10 mm großer Käfer mit einem herrlichem Blau -grünen bis schwarzen Schimmer fällt meist im Sommer über unser Minzbeet her. Entweder werden die Blätter ganz verputzt oder es sind viele kleine Löcher zu sehen. Das enthaltene Menthol schreckt normal alle Insekten ab, dem Minzblattkäfer scheint es aber gut zu schmecken.

Minzblattkäfer-web

Die Bekämpfung – meist möchte man im Kräutergarten biologische Pflanzenschutzmittel verwenden und da die Minzen sehr gut schnittverträglich sind einfach knapp über dem Boden abschneiden. Aber auch die auf den Boden gefallenen Käfer aufsammeln, sonst freuen diese sich gleich über den Neuaustrieb. Man kann Minzen gut und gerne zweimal im Jahr zurückschneiden. Auch die angefressenen Blätter können noch für Tees verwendet werden. Ein biologisches Mittel wäre die Seifenlauge.

Naturnahe Gärten

Blumenwiese-Naturgarten-1In unserem Leben ist vieles streng durchorganisiert, alles muss nach Plan laufen und geradlinig sein. Ist es dann nicht schön zu wissen das man die Möglichkeit hat im eigenen Garten der Natur etwas freien Lauf zu lassen. Deswegen muss nicht alles durcheinander wachsen, ab und zu ein kleiner Schönheitseingriff damit einige Arten nicht überhand nehmen ist durch aus erlaubt.

Der naturnahe Garten ist ein Zugewinn für unsere heimische Fauna und Flora. Viele Nützlinge, Bienen und einheimische Vögel fühlen sich in solchen Gärten wohl und können mit ein wenig Unterstützung – Nützlingshäuser , Vogelhäuser oder Florfliegenkasten – zu Dauergästen werden.
Nur welche Pflanzen sind für solche Gärten geeignet? Hier sind  einheimische Pflanzen zu bevorzugen, denn diese sind robust, winterhart und widerstandsfähig. Wenn diese auch noch den für sie optimalen Standort erhalten ist zudem kaum Pflege und Pflanzenschutz nötig.
Es sollte generell in einem natürlichen Garten nur biologisch mit Hornspäne, Hornmehl oder z.B. Schafpellets gedüngt werden und Pflanzenschutz wenn nötig mit Nützlingen oder biologischen Mitteln stattfinden.
Gepflanzt wird locker und unsymmetrisch soll ja auch natürlich aussehen. Einheimische Pflanzen wie die Schlüsselblume, die Sterndolde die Flockenblume, die Trollblume und der Blutweiderich sind sehr gut zu kombinieren. Auch der Fingerhut fühlt sich in einer natürlichen Anpflanzung wohl, hier sollte man aber Bedenken das dieser sehr giftig ist.
Anstatt eines kurz geschnitten Rasen ist eine bunte Blumenwiese ein herrliches Erlebnis für Kinder, dort sind viele Insekten, Libellen und andere Krabbeltiere vorhanden.
Auch die heimische Vogelwelt kann mit natürlichen Gehölzen unterstützt werden. Hier wird Nahrung und Unterschlupf geboten. Dabei sind der Feldahorn, der gewöhnliche Schneeball und die Schlehe zu empfehlen. Die Berberitze bietet mit ihren vielen Stacheln den Vögeln einen Unterschlupf wenn mal wieder Nachbars Katze hinter ihnen her ist.
So findet alles einen Kreislauf und der Mensch muss nicht viel Arbeit und Zeit investieren um einen herrlichen Garten zu bekommen. Noch weitere Tricks und Tipps zum natürlichen Gärtnern findet Ihr unter unseren Gartentipps

Nützlingshotel selber bauen

Nützlingshotel - Insektenhotel im Garten

Nützlingshotel – Insektenhotel im Garten

Nicht nur der Marienkäfer, sondern auch eine Vielzahl anderer Nützlinge – zum Beispiel Wildbienen, Ohrenwürmer, Florfliegen, Schwebfliegen und Raubmilben – sind als biologische Pflanzenschutzhelfer gegen Blattläuse, Spinnmilben und vielen mehr im Einsatz.

Nützlingshotel mit Bambusstäben und HartholzBieten Sie den fleißigen Helfern ein Zuhause in Ihrem Garten – ein Insektenhaus / Nützlings-Blockhaus ist schnell gebaut und bietet den kleinen Tierchen ausreichend Schutz. So ein Häuschen wird meistens aus Schilf, Bambusrohr, Holz, Ziegelsteinen und Lehm gebaut, aber der Kreativität sind in Bezug auf das Baumaterial und die Größe keine Grenzen gesetzt.

Achten Sie bei der Standortwahl darauf, dass das Häuschen trocken und geschützt steht. Ein Platz nach Osten hat den Vorteil der Morgensonne – viele Insekten benötigen eine gewisse „Betriebstemperatur“ um aktiv zu werden. Natürlich kann ein Nützlingshotel auch Richtung Süden, sogar Richtung Norden aufgestellt werden wenn es den trocken steht! Wichtig: Das Insektenhotel nicht in Richtung der Wetterseite (Westen) aufstellen! Weiter lesen in unseren Gartentipps ….

Fertige Vogel- und Nützlingshäuser finden Sie in unserem Gartenshop (hier)

Vogel- und Nützlingshäuser aufhängen

Unsere Vogel- und Nützlingshäuser aus Lärchenholz und Tonziegel werden vorwiegend mit einem stabilen Drahtbügel an der Rückseite der Häuser ausgeliefert.
Für einen stabilen Halt ist die jeweilige Wand-Art (Holz-, Ziegel- oder Betonwand) sehr entscheidend für die jeweilige Befestigungsmöglichkeit im Garten (Nagel, Hacken, Schraube, …). Das entsprechende Befestigungsmaterial ist nicht im Lieferumfang enthalten.

Wir empfehlen folgende Möglichkeiten

  • Bei einer Holzwand muss einfach nur ein Metallhacken oder eine großköpfige Schraube eingedreht werden – Auch ein Nagel mit ausreichend großem Kopf ist möglich!
  • Bei Ziegelfassaden und Betonwänden sollten Sie für eine stabile Aufhängung Ihrer Vogel-, bzw. Nützlingsherberge mit Dübeln arbeiten – das geht ganz einfach! Bohren Sie mit einem Steinbohrer (Durchmesser wie der Dübel) ein Loch in die Wand – Nun den Dübel mauerbündig ins Loch stecken – Und den Hacken oder die Schraube hineindrehen. Es gibt für jede Wandart den richtigen Dübel (Alternativ werden auch Universaldübel angeboten).
  • Möchten Sie das Häuschen an einem Baum befestigen ohne diesen zu verletzen – dann bietet sich eine stabile Drahtschlaufe an, die um einen Ast gelegt wird. Um ein Scheuern der Rinde zu vermeiden können Sie den Draht mit einem Stück alten Gartenschlauch präparieren – so bleibt der Ast gesund und der Draht kann nicht in die Rinde hineinwachsen.

Hier geht es zu unseren Vogel- und Nützlingshäusern im Onlineshop

Wildbienenhotel

Wildbienenhotel aus Ton und BambusstäbenNeu im Sortiment:

Wildbienenhotel aus Ton und Bambusstäben

Wildbienen sind fleißige Nützlinge und verdienen in unseren Gärten besondere Unterstützung! Bis auf wenige Ausnahmen sind Wildbienen absolute Einzelgänger und haben auch keinen Stachel – daher sind sie für uns Menschen ungefährlich und schützenswert. Diese Wildbienenherberge wurde als Nist- und Brutplatz entwickelt und kann mit dem Metallbügel an einem wind- und regengeschützten Standort aufgehängt werden.

Hier gehts zum Artikel im Onlineshop

Nützlinge im Garten fördern

Wie können wir Nützlinge im Garten fördern?

Nützlinge helfen im Garten bei der Schädlingsbekämpfung, bei der Bestäubung von Blumen und Obstpflanzen – Sie sorgen für ein natürliches Gleichgewicht und sollten im Garten gefördert werden. Ob mit einem Insektenhotel, einen Vogelhaus, einem Vogelfutterhäuschen in der Kalten Jahreszeit oder einfach nur durch eine natürliche und nachhaltige Gartenkultur. Folgendes kann dazu beihelfen mehr Nützlinge im Garten anzusiedeln.

Einen Gehölzstreifen anlegen

Ein Gehölzstreifen ist eine locker gepflanze Hecker mit unterschiedlichen Blüten- und Fruchtgehölze. Um diese Hecke möglichst vielfältig zu gestalten sollten Sie auch heimische Gehölze, wie zum Beispiel Haselnuss, Holunder oder Schlehe mit einplanen. So schaffen Sie in Kombination mit blütenreichen Ziersträuchern wie zum Beispiel Hibiskus, Gartenjasmin oder Deutzien eine abwechslungsreiche, farbgewaltige Oase in Ihrem Garten die auch vielen Nützlingen hilft. Weitere Infos über Gehölzstreifen und natürlich angelegte Hecken finden Sie >hier< in unseren Gartentipps.

 Nistmöglichkeiten für Vögel schaffen

Unsere gefiederten Freunde sind fleißige Helfer im Kampf gegen unbeliebte Schädlinge und Störenfriede. Vogelhäuser, Vogeltränken und die Zufütterung in der kalten Winterzeit sind gerade in der heutigen Zeit ein sehr wichtiger Beitrag zum Umweltschutz. Die moderne Architektur bietet heute meist keinen Platz mehr für Nistplätze. Vogelhäuser können vor allem an Gartenhäusern, Garagen, hohen Zäunen oder an Bäume angebracht werden – wichtig ist nur dass die Herbergen möglichst wettergeschützt und unerreichbar für Ihre bzw. Nachbars Katze ist.

Insektenhäuser für Nützlinge aufstellen

Natürlich vorkommende Nützlinge können Sie in Ihrem Garten ganz einfach förn und helfen. Durch das Aufstellen von Insektenhäusern schaffen Sie einen Unterschlupf und Brutstätte für Marienkäfer und andere fleißigen Helfer. Zum Beispiel benötigen…

  • Wildbienen als Nistplatz hohle Röhren wie Schilf- oder Bambusstäbe in denen die Brut abgelegt wird. (Info: Wildbienen sind Einzelgänger und haben keinen Stachel!) Ein Wildbienenhotel finden Sie in unserem Onlineshop.
  • Schmetterlinge brauchen einen ruhigen, geschützen Unterschlupf – ein Schmetterlingshaus in der Nähe von Schmetterlingsweiden (z.B Sommerflieder,) ist genau richtig
  • Ohrwürmer sind nachtaktiv und brauchen ein geeignetes Tagesversteck – Ein Tontopf oder -Röhre gefüllt mit Stroh ist bestens geeignet

Weitere Infos über unsere Nützlinge finden Sie >hier< in unseren Gartentipps

Laub, Reisig und Totholz im Garten belassen

Meist sind unsere Gärten viel zu aufgeräumt für Tierarten wie Igel, Blindschleiche und Kröte. Ein Holz- bzw. Reisighaufen in einer ruhigen Gartenecke ist schnell errichtet und kostet kein Geld. In Kombination mit einer heimischen Gehölzbepflanzung bestehend aus Wildrosen, Holunder und Felsenbirne entsteht für viele gefärdete Tierarten ein Zuhause! In größeren Gärten ist auch eine Art Benjeshecke möglich!

Natürlich und nachhaltig gärtnern

Versuchen Sie  auf chemische Pflanzenschutzmittel im Garten zu verzichten! Insektizide wirken meist nicht nur auf den jeweiligen Schädling, sondern auch auf den Nützling. Die als Schädlinge bezeichneten Insekten sind eine wichtige Nahrungsquelle für Marienkäfer, Florfliegen und Co.
Durch das Aufstellen von Nützlingshäusern fördern Sie das natürliche Gleichgewicht der Natur in Ihrem Garten!
Neben einem geeigneten Brutplatz benötigen Nützlinge auch die richtigen Pflanzen. Unter www.Native-Plants.de finden Sie weitere Tipps und heimische Pflanzen für einen naturnahen Wohlfühlgarten!

Vögel füttern nicht vergessen!

In der jetzigen Jahreszeit dürfen die kleinen gefiederten Freunde nicht vergessen werden! Ob Meisenködel in Bäumen oder loses Vogelfutter im selbstgebauten Vogelhäuschen – Die heimische Vogelwelt ist gerade in diesem Winter mit Schnee und Frost seit Mitte November sehr auf uns Gartenbesitzer angewiesen.

Achten Sie bei der Standortwahl auch darauf dass keine Hauskatze oder sonstige Feinde der Vögel an die Futterstelle kommen. Auch sollte nur richtiges Vogelfutter oder ganze heimische Früchte (Apfel, Birne) verfüttert werden – Küchenabfälle haben im Vogelhaus nichts verloren. Die Futterunterstützung sollte noch bis Mitte März durchgeführt werden. Sobald der Frühling Schnee und Frost erfolgreich bekämpft hat Fütterung einstellen und Vogeltränke und Nistkästen aufstellen.

Hilfe für die heimische Vogelwelt ist einfach zu realisieren, spannend und zudem aktiver Umweltschutz.

Gib dem Igel ein Zuhause

Igel sind nicht nur kleine, stachelige Tierchen mit der putzigen Stupsnase – nein – sie sind beim Kampf gegen Schnecken auch auf Ihrer Seite! Schon aus diesem Grund sollten Sie bei der jetzt anfallenden Herbstarbeit an die kleinen Tierchen denken und nicht zu gründlich aufräumen. Der Igel benötigt ein geschütztes, trockenes Plätzchen für seinen Winterschlaf. Ein Haufen mit Schnittgut oder buntem Herbstlaub kommt daher den kleinen Tierchen in der jetzigen Jahreszeit gerade recht! Natürlich können auch kleine Häuschen für die vierbeinigen Nützlinge aus Holz oder Stein bebaut werden. So kommen diese sicher und beschützt gut über den Winter und werden im nächsten Frühling mit einem großen Hunger auf Schnecken erwachen.

Wichtig! Stören Sie den Igel nicht bei seinem Winterschlaf – das könnte seinen sicheren Tod bedeuten. Klären Sie auch Ihre Kinder auf! Tiere sind schön zu beobachten – benötigen aber ihre Ruckzugsmöglichkeiten.