Native Plants Gartenblog

Allgemein

Natürliche Hangbefestigung: mit Pflanzen, Gabionen, Palisaden, Pflanzsteinen und Mauern

Ein ungesicherter Hang stellt nicht nur Hobbygärtner vor eine Herausforderung. Dabei gibt es einige Möglichkeiten, wie ein Hang gestaltet und gleichzeitig auch sicher gemacht werden kann.

Gabionen: sicher und effektiv

Gabionen sind aus Stahldraht gefertigte Behälter, die mit unterschiedlichen Materialien befüllt werden können. Meistens kommen dabei Bruchsteine oder große Flusskiesel zum Einsatz. Sie sind eine sehr beliebte Methode für die Hangbefestigung, da sie optisch zu überzeugen wissen und 20 Jahre oder noch länger halten können. Zudem bieten Gabionen auch hervorragenden Schall- und Sichtschutz. In Lücken, Spalten und Hohlräume können anspruchslose und langsam wachsende Steingartenpflanzen gesetzt werden, die den Gabionen eine noch schönere Optik verleihen.

Pflanzsteine und Pflanzringe

Pflanzsteine und Pflanzringe sind Elemente aus Stein, die mit Erde und Pflanzen gefüllt werden können. Dadurch sind sie ähnlich sicher wie Gabionen und überzeugen dazu noch mit einem natürlicheren Anblick. Pflanzringe verfügen an der Seite über eine größere Einkerbung, durch die mehrere Pflanzgefäße lückenlos aneinander gestellt werden können. Auf benz24.de finden Sie eine umfangreiche Anleitung zum Pflanzsteine setzen.

Palisaden und Hangflorsteine

Klassische Betonpalisaden sind zwischen 40 und 60 Zentimeter lang mit einem Durchmesser von 14 Zentimetern. Mit 60-Zentimeter-Betonpalisaden lassen sich niedrige Böschungen gut schützen. Ein Drittel der Palisaden wird dazu im Boden versenkt. Dazu wird zuerst ein Graben ausgehoben, der zwischen 30 und 40 Zentimeter tief ist. Nach der Verdichtung des Untergrunds, kommt eine zehn Zentimeter dicke Schotterschicht in das Loch. Auch diese wird verdichtet. Anschließend kommt eine Schicht erdfeuchter Beton dazu, die etwa zehn Zentimeter dick ist. Vorher den Beton mit grobem Sand anmischen. Jetzt können die Palisaden hineingedrückt werden.

Hangbepflanzung mit Efeu und Immergrün

Die natürlichste Art der Hangbefestigung ist die Hangbepflanzung. Sie sollte spätestens im Frühsommer erfolgen, damit die Pflanzen noch genug Zeit haben zum wachsen und ihre Wurzeln großflächig verteilen können. Im Herbst beginnen meist starke und häufige Regenfälle, die den Hang ohne Schutz abbrechen lassen können. Die Wurzeln der Pflanzen werden sich miteinander verbinden und ein großes Wurzelgeflecht bilden, das für Stabilität am Hang sorgt und dadurch die Schutzfunktion gewährleistet. Folgende Pflanzen sind für eine Hangbepflanzung geeignet:

Traditionelle Optik mit Trockenmauern

Trockenmauern überzeugen durch ihre vertraute und nostalgische Optik, sind jedoch beim Anlegen ähnlich aufwändig wie Pflanzsteine. Auch hier muss erst einmal der Boden ausgehoben und verdichtet werden. Bei der Trockenmauer sind das 40 bis 50 Zentimeter. 20 Zentimeter dicker Kies oder Schotter bildet das Fundament und dient als Frostschutz. Diese Schicht wird ebenfalls verdichtet und anschließend die Mauer Stein auf Stein platziert. Hier finden Sie eine umfangreiche Bauanleitung.

Schwergewichtsmauer als Hangbefestigung

Wer besonders große Höhenunterschiede ausgleichen möchte, sollte auf eine Schwergewichtsmauer zurückgreifen. Diese Mauern sind besonders breit und sorgen dadurch für besonders viel Stabilität. Das Fundament benötigt einen 80 Zentimeter tiefen Graben plus 20 Zentimeter für den Frostschutz. Ein Viertel des ausgehobenen Lochs wird mit grobem Schotter gefüllt. Wird dieser anschließend noch verdichtet und planiert, verhindert er in strengen Wintern die Bildung von Spannungsrissen und das Durchfrieren.

Den Hummeln ein Zuhause geben

Sobald die Temperaturen Nachts nicht mehr unter den Gefrierpunkt fallen und tagsüber die wärmende Märzsonne scheint, sieht man häufig einzelne Hummeln umherfliegen. Das sind befruchtete Hummelköniginen auf der Suche nach Unterschlupf um einen neuen Hummelstamm aufzubauen.

Wir können den fleißigen Helfern im naturnahen Garten ein Zuhause geben.

Ein größerer Blumentopf (bevorzugt aus Ton) muss mit Holzwolle oder Stroh ausgefüllt werden, dann umgedreht ein Stück im Boden eingraben. Suchen Sie für die Hummeln ein ruhige Plätzchen abseits vom täglichen Trubel im Garten. Damit es in das Bodenloch des Blumentopfes nicht reinregnet, aber die Hummeln trotzdem ins Loch schlüpfen können ist eine Dachziegel zur Abdeckung gut geeignet und sieht auch noch hübsch aus. Sollte keine Dachziegel vorhanden sein, einfach ein paar Steine um das Einschlupfloch legen und mit einem Brett abdecken. Hauptsache die kleinen Brummer können gut einfliegen.

Dann viel Spaß beim nachbauen und hoffenlich bald viele kleine Untermieter.

Frühling… Frühlingsboten und das Erwachen der Natur

Es ist soweit. Nach der langen Winterruhe erwacht die Natur wieder. Der Boden wird langsam von den ersten Sonnenstrahlen erwärmt. Bäume zeigen ihre ersten zarten Triebe. Besonders schön ist der Moment, wenn sich die ersten Frühlingsblüher zeigen. Selbst wenn die Erde noch mit Schnee bedeckt ist, schauen die ersten Schneeglöckchen heraus.

Die Natur blüht wieder!

Im März ist es soweit. Krokusse in intensiven Farben verschönern den Garten. In leuchtendem Gelb, intensivem Lila und auch Weiß bekommen Gartenwege und Rasenflächen nun endlich wieder Farbtupfer. Man möchte hindurch laufen und die zarten Blüten mit den Fingerspitzen berühren. Die zarte Schönheit von Tulpen, Krokussen und Narzissen verzaubert jeden Naturliebhaber mit harmonischen Farbkompositionen. Das Leben zeigt sich von jeder Facette. Denn auch die Tiere beenden nun ihren Winterschlaf. Plötzlich sind wieder kleine Eichhörnchen auf den Bäumen zu entdecken. Wohl kaum jemand kann sich dem Wechsel der Jahreszeiten entziehen, insbesondere nicht nach dem Winter.

Es braucht keinen Geburtstag, um einen Blumenstrauß zu verschicken

Und so findet auch der Mensch wieder zu neuer Energie. Die erste Frühlingsdiät wird in Angriff genommen, die ersten Gartenarbeiten erledigt, die Kleider werden hervorgeholt. Dank der frischen Luft, die nun täglich immer mehr nach dem Erwachen der Natur riecht, finden Menschen wieder neue Kraft und Lebenslust. Plötzlich strahlen die Menschen wieder, Freunde treffen sich auf einen Kaffee und genießen diesen in der Nachmittagssonne im Freien. Was liegt näher, an solch wunderbaren Tagen einen Blumenstrauß zu verschicken? Nicht immer wohnen liebe Freunde oder die eigene Mutter in der gleichen Stadt. Um einen ersten Frühlingsgruß zu senden, bietet es sich an, bei www.floraprima.de frische Sträuße direkt in Auftrag zu geben. Ein großer Strauß Tulpen oder ein hübsches Blumenarrangement, der Blumengruß braucht keinen Anlass. Es reicht, dass der Tag mit herrlichem Sonnenschein beginnt. Noch besser, wenn der Blumenversand den Strauß sogar mit Vase verschickt. Denn nicht immer ist das richtige Gefäß zur Hand. Wenn der Blumengruß dann noch mit einer kleinen Nascherei versüßt wird, könnte der Tag nicht besser sein.

Lange Distanzen mit einem Frühlingsstrauß im Versand abkürzen

Ein frischer Frühlingsstrauß sagt: Ich denke an Dich und schicke Dir ein Lächeln. Strahlend schöne Farbarrangements bringen auch frischen Schwung in das Heim. Denn Blumen sind wohl zu jeder Jahreszeit die schönste Tischdekoration. Auch ein Frühlingskorb mit typischen Frühlingsblühern wird immer als willkommenes Geschenk angenommen. Wer einen solchen Blumengruß versendet, verkürzt auf clevere Art die lange Distanz von einer Stadt zur anderen einfach ab.

Die Terrasse – selbst gebaut und selbst gestaltet

Eine Terrasse sollte das Wohlfühlparadies des Gartens sein, der Platz zum Erholen, zum Sonnen, zum Entspannen, zum Grillen und zum Essen im Freien.

Die Terrasse selber bauen

Am Anfang steht die Planung. Wie groß soll die Terrassenfläche werden? Die Mindestfläche für eine Terrasse ist etwa 4 mal 2 Meter. Diese Fläche bietet in der Regel Platz für einen Tisch und vier Stühle.
Wie ist es mit Beeten ringsherum? Ist eine Überdachung notwendig oder soll ein Spalier mit Rankpflanzen ein grünes Dach bilden? Ganz wichtig ist die Frage, welches Budget zur Verfügung steht.
Eine gute Auswahl an Terrassenfliesen findet man z.B. bei www.franke-raumwert.de

Zwei Varianten für eine selbst gebaute Terrasse

  1. Eine Konstruktion mit Pfählen, die mit Beton und entsprechenden Halterungen im Boden verankert werden, kann viele Unebenheiten ausgleichen. Dabei wird eine Rahmenkonstruktion zwischen den Balken zur Grundfläche für den dann zu verlegenden Holzboden. Entsprechend hohe Pfähle bilden zugleich die Möglichkeit für eine Pergola oder eine Überdachung.
  2. Auch eine gepflasterte Terrasse anzulegen ist nicht so schwierig, wie es aussieht.
    Eine Schicht aus Bruchstein bildet das Fundament, wird verdichtet und geebnet. Darauf folgt eine Sandschicht, darauf werden die Platten verlegt. Mörteltupfer unter den Ecken und der Mitte der Platten stabilisieren die verlegten Platten. Die Terrasse sollte dann 12 Stunden ruhen, damit der Mörtel austrocknen kann. Am nächsten Morgen Trockenmörtel zwischen die Fugen fegen und abschließend mit einer Gießkanne mit Brause leicht wässern, damit der Mörtel zwischen den Fugen gut angefeuchtet wird.

Der Wohlfühlfaktor

Eine Terrasse wird zu einem Wohlfühlparadies, wenn sie dem Stil des Hauses und des Gartens entspricht. Sie sollte einen harmonischer Übergang von drinnen nach draußen bilden. Dies kann nur gelingen, wenn sie auch Schutz bietet. Schutz vor zu viel Sonne, vor Wind und vor unerwünschten Blicken. Der Sichtschutz bietet Abgeschiedenheit und Privatsphäre. Deshalb ist er für die Terrassengestaltung das Wichtigste.
Auch eine Terrasse braucht Harmonie in ihrer Aufteilung. Vielleicht mit einer Ecke für verschiedene für Küchenkräuter und einem dekorativen Regal für diese und einer weiteren Ecke für einen gemütlichen Sitzplatz zum Lesen. Ein kleiner Springbrunnen und Dekorelemente, wie Skulpturen beispielsweise, tragen zur Harmonie bei. Das Geräusch von plätscherndem Wasser wirkt zudem beruhigend. Die optische Harmonie zu Haus und Garten entsteht durch Wiederholung von Stilelementen, Farben, Formen und Pflanzen. Eine dauerhafte Bepflanzung in einem Beet rund um die Terrasse herum verwandelt den Sitzplatz in ein großes, grünes Zimmer. Hohe Pflanzen in einem Beet bieten außerdem permanenten Sichtschutz und sind pflegeleichter als Kübelpflanzen, die immer wieder ins Winterlager geräumt werden müssen.

Eine schöne Terrasse auch im Herbst und Winter

Der Sommer neigt sich dem Ende entgegen. Die letzten Blumen blühen, das Laub fällt von den Bäumen und die ersten Herbststürme rütteln an den Fenstern. Damit die im Sommer so geliebte Terrasse nun nicht zum Stiefkind wird, sollten einige Maßnahmen sowohl praktischer als auch kreativer Natur ergriffen werden. Schließlich bieten auch Herbst und Winter den einen oder anderen schönen Tag und es wäre schade, wenn die Terrasse dann ein verwaister Ort wäre. Schon beim Anlegen einer Terrasse sollte vorausschauend gedacht werden. Wetterbeständig und dauerhaft sind Terrassendielen aus tropischen Hölzern wie Bangkirai oder Teak. Dann reicht im Herbst eine gründliche Reinigung der Holzdielen.

Möbel gut verstauen

Damit die Terrassenmöbel auch in der kommenden Saison wieder gut ausschauen, sollten sie vor der winterlichen Witterung geschützt werden. Man kann sie ganz pragmatisch mit atmungsaktiver Folie abdecken. Für die Sitzkissen gibt es entsprechende Boxen. Diese Lösungen sind zugegeben in erster Linie praktisch. Wer für Möbel und Gartengeräte einen Schuppen hat, ist da besser dran. Massive Holzbänke und Möbel aus Metall können auch im Freien verbleiben. Die Holzbank sollte dann im Frühjahr eine neue Lasur erhalten. Der Vorteil an diesen Möbeln ist, dass sie auch in der kalten Jahreszeit an einem Sonnentag spontan genutzt werden können. Zusammenklappbare Gartenstühle hat man ebenfalls wieder schnell aus dem Schuppen hervorgeholt. Online findet man bei Anbietern wie KAISER+KRAFT sowohl Sitzmöbel als auch Überdachungen für den Außenbereich.

In herbstlichen Farben

Die letzten Herbsttage werden mit Herbstastern und Topfchrysanthemen zu einem farblichen Höhepunkt. Auch die Fetthenne verbreitet jetzt ihre Pracht und die letzten Pelargonien entfalten ihre farbigen Blüten. Spätestens beim ersten Frost ist es damit aber vorbei. Doch auch jetzt muss die Terrasse nicht kahl bleiben. Zierkohl und Erika eignet sich ganz wunderbar für die herbstliche Bepflanzung. Aus verschiedenen Farb- und Rottönen lassen sich mit Heidekrautpflanzen wunderbare Arrangements in Pflanzschalen und Blumenkästen zaubern. Verschiedene Purpurglöckchen und Gräser überdauern ebenfalls den ersten Frost. Grün bleiben auch Efeu, Buchsbäume und Koniferen. Zwiebeln für Frühblüher können jetzt ebenfalls gesteckt werden.

Schöne Dekorationen

Der Herbst entfacht wie keine andere Jahreszeit ein wahres Feuerwerk an Farben. Besonders schön kann man nun mit Hagebutten, Kürbissen, Zapfen, Kastanien, Efeu und seinen Blütenständen sowie Maiskolben dekorieren. Das Sammeln von Hagebutten kann mit einem herbstlichen Spaziergang mit der Familie verbunden werden und wird so zum gemeinsamen Erlebnis. Die leuchtend roten Hagebutten sind mancherorts tausendfach zu finden. Am besten man rüstet sich beim Sammeln mit Handschuhen und Gartenschere aus. Blumenkästen und Pflanzschalen sollten zum Winter hin mit Tannengrün abgedeckt werden. Das ist ebenfalls dekorativ und bietet in der Erde verbliebenen Wurzeln und Knollen Schutz.

Zum Jahresausklang

In der Vorweihnachtszeit bezieht vielleicht der Weihnachstbaum Stellung auf der Terrasse. Im Dunklen leuchten an ihm dekorative Lichterketten, aber auch für die hellen Stunden kann er schön und winterfest geschmückt sein. Neben natürlichen Dekorationen wie getrocknete Dolden, die Beeren des Efeus, Tannenzapfen, getrockneten Granatäpfeln und immer noch Hagebutten bietet der Handel allerhand Dekoration, um mehr Farbe ins Spiel zu bringen. Selbst gefertigter Weihnachtsbaumschmuck aus gebranntem Ton ist ebenfalls geeignet. Weihnachtlich dekoriert werden auch die mit Tannengrün dekorierten Blumenkästen. Und wenn das Wetter mild ist, werden bald nach Weihnachten die ersten Frühlingsboten ihre Köpfe strecken.

Gewächshäuser – Tipps und Tricks

Gewächshäuser machen vor allem dann Sinn, wenn andere klimatische Bedingungen simuliert werden sollen. Dies wird insbesondere notwendig, wenn es sich um Pflanzenarten handelt, die nicht winterfest sind. Auch Pflanzen, die von Natur aus eher in warmen Gebieten zuhause sind, können mithilfe von Gewächshäusern prächtig gedeihen. Darüber hinaus bieten sie einen Rundumschutz vor Wind, Regen oder Schnee und sind daher die ideale Möglichkeit, Pflanzen ganzjährig anzubauen.

Klimaregulierung im Gewächshaus sicherstellenIMG_5645

Um eine Grundvoraussetzung für einen erfolgreichen Anbau zu schaffen, gilt es sicherzustellen, dass die Belüftung und die Feuchtigkeit im Inneren im Einklang sind. Stimmt das Verhältnis nicht, kann es schnell zum Befall durch Schädlinge oder Pilze kommen. Für größere Gewächshäuser gibt es vollautomatische Bewässerungs- und Belüftungs-Anlagen, die diese Aufgabe übernehmen. Bei kleineren Modellen ist es sinnvoll, Belüftung sowie Bewässerung selbst in die Hand zu nehmen. Dazu zählt auch, dass das Dach bei sehr starker Sonnenbestrahlung mithilfe von Bastmatten abgedeckt wird. Anderenfalls besteht die Gefahr, dass die klimatischen Bedingungen nahezu tropisch werden und die Pflanzen eingehen. Um einen bestmöglichen Ertrag zu ermöglichen, können Sie sich bereits im Vorfeld verschiedene Gewächshäuser online anschauen und eine Größe entsprechend der anzubauenden Pflanzen wählen.

Wann sollte gegossen werden?

Da in Gewächshäusern andere klimatische Bedingungen als an der freien Luft herrschen, fällt auch die Wasserversorgung ein wenig anders aus. Wer dabei zu fahrlässig vorgeht, riskiert seine gesamte Ernte. Je nach Witterung sollten die Pflanzen innerhalb von Gewächshäusern einmal pro Woche gegossen werden. Bringt der Sommer sehr viel Hitze mit sich, können Sie jedoch auf Nummer sicher gehen und den Wasserstand ein zweites Mal begutachten und je nach Bedarf erneut wässern. Der ideale Zeitpunkt für die Bewässerung sind in erster Linie warme Tage mit klarem Himmel. Somit wird sichergestellt, dass das Wasser problemlos in die Erde einsickern kann. Als Faustregel empfehlen Experten etwa 20 Liter Wasser pro Quadratmeter.

Neben der Bewässerungen ist das Düngen der wohl wichtigste Aspekt, um Pflanzen in Gewächshäusern ein maximales Wachstum zu ermöglichen. Vor allem die sogenannten Starkzehrer wie Gurken, Tomaten oder Melonen entziehen dem Boden sehr viele Nährstoffe. Sofern diese nicht erneuert werden, steht es um künftige Ernten schlecht. Aus diesem Grund sollten Sie darauf achten, die TomatenHumusschicht am Boden regelmäßig zu erneuern, um eine konstante Zufuhr an Nährstoffen zu erzielen.

Das richtige Material wählen und regelmäßige Pflege

Wer sein Gewächshaus das ganze Jahr über nutzt, der muss dafür Sorge tragen, dass es auch im Winter funktionstüchtig ist. Um dies zu gewährleisten, ist die Wahl des Materials ein entscheidender Faktor. Anstelle von Glas sollten Sie hierbei möglichst auf Polycarbonat setzen. Dieses hält auch größeren Schneemassen stand, bricht nicht so schnell und besitzt eine hohe Temperaturbeständigkeit, die weit in die Minusgrade reicht. Darüber hinaus sind Pflanzen auf regelmäßiges Sonnenlicht angewiesen. Da die Wintersonne allgemein schon weniger Kraft mit sich bringt, sollten Sie das Dach ihres Gewächshauses regelmäßig auch von kleinen Schneeschichten befreien, um die Pflanzen nicht zusätzlich zu belasten.

Extensive Dachbegrünung

Durch Dachbegrünung entsteht Lebensraum für Pflanzen und Tiere.

Durch sie werden klimatische und hydrologische, aber auch ästhetische Folgen der Versiegelung abgemildert. Begrünte Dächer verringern und verzögern den Abfluss von Niederschlagswasser und sorgen so für kühlere und feuchtere Luft im besiedelten Raum.Dachbegruengung_web Graue, öde Dachlandschaften werden zu grünen Oasen. Vor allem bei Extensivbegrünungen, welche sich weitestgehend selbst erhalten sollen, müssen Pflanzenarten mit besonderer Eignung für den extremen Standort (viel Sonne, viel Wind, unregelmäßige Bewässerung) und mit hoher Regenerationsfähigkeit verwendet werden. Daher kommen bei dünnschichtigen Extensivbegrünungen vorwiegend sukkulente Pflanzen (mit wasserspeichernder Eigenschaft) zum Einsatz. Diese stellen in der Regel nur sehr geringe Ansprüche an die Wasser-und Nährstoffversorgung. Auf stark geneigten oder besonders windbeanspruchten Dächern ist auch die Verlegung vorkultivierter Sedum-Vegetationsmatten möglich. Bei Extensivbegrünungen mit etwas größerer Schichtdicke können ergänzend zu den Sedum-Arten verschiedene Kräuter, Stauden und Gräser gepflanzt werden, bzw. ausgesät werden.

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Beispiele für Dachbegrünungspflanzen:

  • Kissen-Seifenkraut
  • Mauerpfeffer ‚Coral Carpet‘
  • Sehr niedriges Fettblatt ‚Purpureum‘
  • Fettblatt ‚Weihenstephaner Gold‘
  • Teppichsedum ‚Album Superbum‘
  • Hornkraut
  • Bergkamille

 

Gemeinsam ist diesen Pflanzen, dass sie alle gut mit Trockenheit zurechtkommen. Auf den Dächern wird nicht gegossen, Regenwasser alleine muss genügen. Allerdings muss zum sicheren Bewurzeln der Stauden einige Wochen lang nach der Pflanzung von Hand gegossen werden. Der Anspruch an den Boden ist mäßig nährstoffreich, sandig bis steinig und durchlässig. Alle genannten Pflanzen wollen einen sonnigen bis heißen Standort.

 

Zu beachten sind folgende Vorteile, die durch Dachbegrünung erzielt werden können:

Wärmedämmung und Energieeinsparung
Längere Lebensdauer begrünter Dächer
Verbesserung des Kleinklimas
Neue Lebensräume werden geschaffen
Entschärfung der Versiegelung

Balkon mit Pflanzen verschönern

Wer träumt nicht von einem Ort, an dem man sich gemütlich zurückziehen kann. Oftmals dient der eigene Garten als ein solcher Erholungsort. Aber auch ohne diesen, kann man sich ein traumhaftes Plätzchen schaffen. Nämlich auf dem Balkon. Da wird selbst das turbulente Stadtleben wieder etwas ruhiger.
Was gibt es Schöneres, als den Tag im Freien zu verbringen und das gute Wetter zu genießen? Jeder wünscht sich einen Platz, wo er einfach abschalten kann. Umgeben von tollen Pflanzen, wird einem Dies ziemlich leicht gemacht.
Um seinen Balkon zu einem schönen Ambiente zu verhelfen, bedarf es nicht viel. Schon mit einfachsten Mitteln kann er in ein echtes Highlight verwandelt werden.

Unterschiedlichste Bepflanzungsmöglichkeiten

Beliebte Pflanzgefäße für den Balkon stellen nach wie vor Balkonkästen dar. Heutzutage sind Blumenkästen in den verschiedensten Varianten erhältlich. Bei dem Material sollte darauf geachtet werden, ob sie das ganze Jahr über ihren Standort draußen beibehalten können oder ob sie bei Einbruch der kalten Temperaturen ins Innere verlagert werden sollten. Die Kästen zieren das Geländer und verleihen ihm eine ganz besondere Note. Ein großer Vorteil sind diese Art von Gefäßen vor allem, wenn nicht ganz so viel Fläche zur Verfügung steht. Die Stellfläche wird dadurch nicht verringert und der Balkon wird dennoch von dem wohltuenden und blumigen Geruch der Pflanzen erfüllt.
Oft sind zu den Blumenkästen passende Bewässerungssets erhältlich. Aber auch eine handbreit Blähton, der kostengünstig in jedem gut sortierten Baumarkt zu kaufen ist, fungiert als zusätzlicher Wasserspeicher.

Blumenampeln nehmen ebenfalls nicht viel Platz weg. Wunderschöne Blumen ranken aus den Ampeln und verleihen dem Balkon einen ganz besonderen Look. Dicht bepflanzt sehen sie aus wie schöne Bälle aus Blumen. Als Pflanzen eignen sich hierfür beispielsweise sehr gut Hängegeranien, Hängepetunien und Männertreu. Ein kleiner Tipp: Mit hängenden Erdbeeren können sogar frische Erdbeeren geerntet werden.

Auch Pflanzkübel sind natürlich nicht von einem Balkon wegzudenken. Je nach Größe der Fläche können hier die unterschiedlichsten Arten an Kübeln einen Platz finden. Bestückt mit frischem Grün oder kleinen Bäumchen, wird jedem Balkon Frische verliehen. Auch einige winterfeste Stauden können als Pflanzen genutzt werden. So sind die Kübel auch bei kälteren Temperaturen gekonnt bepflanzt.

Die Himmelsrichtung beachten

KraeutertoepfeDie Himmelsrichtung spielt bei der Gestaltung eines Balkons eine sehr wichtige Rolle. Sonnen liebende Pflanzen eignen sich am besten für einen Südbalkon, können aber auch auf einem Ost-West-Balkon ein Plätzchen finden. Auf einem Nordbalkon finden Farn und Gräser einen geeigneten Ort.
Neben der Beachtung der richtigen Pflanzen sollten auch die Gartenmöbel und der Sonnenschutz berücksichtigt werden. Liegt der Balkon über mehrere Stunden in der prallen Sonne, ist ein Sonnenschutz ratsam. Zudem können hier gut Holzmöbel verwendet werden, da diese schnell trocknen. Auf einem Nordbalkon ist von diesem Material für Möbel abzuraten.

Mit blühenden Pflanzen wirkt ein Balkon in jedem Fall äußerst angenehm und lädt zum Relaxen ein. Warme Sommerabende bei Kerzenschein lassen sich hervorragend genießen. Die Zeit scheint an diesem Ort langsamer zu vergehen. Sorgen scheinen vergessen zu sein. Das gemeinsame Beisammensein kann richtig erlebt werden.
Pflanzen verschönern das Leben und sorgen für Heiterkeit. Das Umfeld, welches durch schöne Blumen geschaffen wird, tut dem inneren Wohlbefinden sehr gut. Ein schön gestalteter Balkon sorgt also auch für einen echten Ausgleich im Leben, der einem dabei hilft, mit dem Alltagsstress gut klarzukommen und abschalten zu können.
Azaleen, Hortensien, Rosen und viele weitere Pflanzen zaubern ein ganz besonderes Flair, an dessen Anblick man sich einfach nur erfreuen kann.

Bewässerungssets für den Garten

Bewässerungsset fürs Staudenbeet

Bewässerungsset fürs Staudenbeet, für den Gemüsegarten oder für flächige Pflanzungen mit Bodendeckern

Neu im Lieferprogramm Bewässerungssets für den Garten

Tropfbewässerung im Staudenbeet

Tropfbewässerung im Staudenbeet

Wir haben unser Sortiment an Bewässerungsartikel um hausgartentaugliche Bewässerungssets erweitert. So gibt es nun bei Native Plants ein Bewässerungsset speziell für Heckenpflanzen. Idealerweise kommt dieses Bewässerungssystem bei frisch gepflanzten oder bestehenden Heckenpflanzungen zum Einsatz. Der Tropfschlauch aus dem Hause Netafim wird auch im Profibereich verwendet. Der israelische Hersteller steht für höchste Qualität in der Welt der Bewässerungstechnik. Der Tropfschlauch mit integrierten, druckkompensierten Tropfern kann ober- wie auch unterirdisch verlegt werden. Wir empfehlen die dunkelbraunen Schläuche oberirdisch oder zumindest nur in die Mulchschicht zu verlegen – so besteht nicht die Gefahr das bei einer Nachpflanzung/ Zusatzpflanzung die Bewässerung beschädigt wird!

Neben der Heckenbewässerung ist auch das Tropfbewässerungsset fürs Staudenbeet, bzw. für den Gemüsegarten neu! Dieses Set kommt überall dort gut zum Einsatz, wo die Bewässerung in mehreren Reihen verlegt werden muss. Ein Abstand von 30 bis 35 cm von Reihe zu Reihe stellt sicher dass die Fläche möglichst gleichmäßig bewässert wird. Abzweigungen und Knicke können mit den schwarzen Steckverbindern einfach und ohne großen Aufwand realisiert werden. Die gerippten Steckverbinder lassen sich relativ leicht auf den Tropfstauch stecken wenn das vordere Schlauchstück kurz vorher in heißes Wasser getaucht wird – Dabei dehnt sich der Schlauch aus und wird geschmeidiger – die Steckverbinder lassen sich so leichter in den Schlauch drücken – Wir empfehlen dabei Handschuhe zu tragen!

Tropfschlauch in Mulchschicht mit Ventil

Tropfschlauch in Mulchschicht mit Ventil

Bewässerungszubehör in unserem Pflanzenshop

Damit der Schlauch dort liegenbleibt wo bewässert werden soll wird er mit Steckbügeln befestigt. Diese U-Förmigen metallbügel sind ca. 20 cm lang, unverzinkt und werden einfach in den Boden gesteckt.
Neben den fertigen Bewässerungssets gibt es auch viel optionales Zubehör oder Erweiterungsartikel. Ob ein Bewässerungscomputer für die automatische Steuerung, ein Filter, ebenfalls von der Firma Netafim, um Brunnen- und Regenwasser zu reinigen, oder aber auch einfach nur weitere Steckverbinder und Tropfschläuche für ein größeres Bewässerungsprojekt.

Bewässerungsartikel für die Terrasse oder den Balkon finden Sie ebenfalls in der Kategorie Bewässerung – hier wird in der Regel ein Versorgungsschlauch verlegt aus dem dann Sprühstangen abzweigen die in die Töpfe, Kübel und Kästen gesteckt werden können – gerade in Kombination mit einer Wasseruhr oder einem Bewässerungscomputer wird der Topfgarten auf Balkon und Terrasse recht pflegeleicht!

Viel Spass beim planen und bauen – bei Fragen stehen wir gerne zur Verfügung!

Hier gehts in unserem Bewässerungsprogramm

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Saisonal kochen – Das Beste, was der Frühling zu bieten hat

Der Frühling macht nicht nur die Natur wieder bunter, sondern auch die Teller. Wer also ein Ende der Kohlgemüsezeit herbeigesehnt hat, wird sicherlich dankend und freudig annehmen, was die Beete aktuell zu bieten haben. Immerhin gibt es in der Frühlingszeit viele Highlights im Garten, aus denen sich in der Küche einiges zaubern lässt.

Erdbeeren-Startbild

Die Vorstellung der Kandidaten: Das hat im Moment Saison

Saisonales Kochen ist keine neue Erfindung, noch ist es allein dem Gastronomiegewerbe vorbehalten. Was unserer Großelterngeneration noch selbstverständlich war, hat sich in den letzten Jahren immerhin wieder als Trend – neben dem größeren Bewusstsein für regionale Produkte – etabliert. Das macht aus unterschiedlichsten Gründen Sinn, aber insbesondere hinsichtlich des Geschmackserlebnisses ist erntefrisches Obst und Gemüse immer vorzuziehen. Im günstigsten Fall kommt das sogar aus dem eigenen Garten – regionaler geht es dann wirklich nicht mehr!

Hier nun also eine kleine Auswahl der Kandidaten:

Rhabarber

Rhabarber-Erdbeer-KonfituereÜber die richtige Zuordnung mag vielleicht hin und wieder Uneinigkeit bestehen (nebenbei: Rhabarber ist tatsächlich ein Gemüse), aber wenig Diskussionsbedarf dürfte es darüber geben, dass Frühling und Rhabarber fest zusammen gehören. Wer über einen ausreichend nährstoffreichen und sonnigen Garten verfügt und im vergangenen Herbst vorgesorgt hat, kann jetzt die „Früchte“ seiner Arbeit ernten. Allerdings sollten die Stängel dazu wirklich reif sein – dann sind sie schön glatt und nicht mehr gewellt. Was bis zum 24. Juni noch stehen gelassen wurde, sollte unangetastet bleiben. Denn ab dem Sommer fängt der Rhabarber an, die Reserven für das kommende Jahr einzuspeichern.

Ab diesem Zeitraum ist der Verzehr auch nicht mehr sehr angenehm: Durch das verstärkte Wachstum erhöht sich der Oxalsäuregehalt über das erträgliche Maß hinaus und es muss mit Bauchschmerzen gerechnet werden. Weil aber alle Rhabarbersorten generell noch – selbst für den milderen roten – genug Säure für leichte Magenbeschwerden haben, ist von einem Rohverzehr dringend abzuraten.

Kochen ist daher in jedem Fall Pflicht, danach kann der sauer bis herb schmeckende Rhabarber aber für verschiedenste Rezepte verwendet werden. Dazu gehört beispielsweise Rhabarber-Erdbeer-Konfitüre. Das ist in gewisser Weise eine schon als klassisch zu bezeichnende Rezeptur und in dieser Kombination ein echtes Saisonprodukt (auch wenn die Erdbeeren derzeit vielleicht noch etwas mehr Sonne und Zeit vertragen können). Mit etwas Experimentierfreude und einem entsprechend großen Angebot im eigenen Garten lassen sich natürlich über das Jahr gesehen auch ungewöhnlichere Marmeladen, Konfitüren, Gelees und Fruchtaufstriche herstellen. Denn einmachen und einkochen kann man im Grunde genommen alles, für eine Kirsch-Minze-Marmelade oder ähnliche Variationen ist allerdings mitunter noch ein klein wenig Geduld gefragt.

Bis dahin bleibt also noch genug Zeit hierfür:

  • Rhabarber-Erdbeer-Konfitüre
  • 1 kg Rhabarber
  • 500 g Erdbeeren
  • 2 Zitronen
  • 1 Apfel
  • 1,5 kg Zucker

Diese Menge reicht in etwa für sechs Einweckgläser Konfitüre. Die Konfitürenverordnung, die EU-weit Gültigkeit besitzt, macht übrigens ganz klare Vorgaben zur Produktbezeichnung: Marmelade besteht streng genommen ausschließlich aus Zitrusfrüchten, bei allen anderen Obstsorten heißt es Konfitüre. Allerdings muss niemand mit einer wie auch immer gearteten Bestrafung rechnen, wenn die Bezeichnungen im alltäglichen Sprachgebrauch durcheinander geraten – die Verordnung betrifft eigentlich nur Handelsgüter.

Spargel

SpargelEbenfalls ein Frühlingsklassiker und oft genug heiß herbeigesehnt ist der Spargel. Das liegt zum einen am unverwechselbaren Geschmack und zum anderen sicher auch an der recht begrenzten Zeitspanne, in der er frisch vom Feld verfügbar ist. Wie beim Rhabarber ist die Erntezeit des Spargels auch im Juni schon wieder vorüber, der landläufige Stichtag ist einmal mehr der Johannistag.

Feinschmecker haben die Wahl zwischen weißem und grünem Spargel, je nach Art des Anbaus. Der weiße Spargel wächst unter der Erde und bleibt wegen des Mangels an Sonnenlicht farblos. Grüner Spargel hingegen bekommt die volle Dosis Sonne. Unabhängig davon ist er – zumindest bei einem Verzicht auf den allseits beliebten Einsatz von Sauce Hollandaise – kalorienarm und gleichzeitig reich an Mineralstoffen wie Kalium und Vitaminen der Gruppe A bis C. Die entwässernde Wirkung des Gemüses dürfte allgemein bekannt sein, die ist den Vertretern beider Farben ebenso zu Eigen wie eine ganze Reihe weitere gesundheitsfördernde Eigenschaften.

Der Verzehr ist in jedem Fall um einiges unkomplizierter als der des Rhabarbers, denn Spargel ist tatsächlich auch in rohem Zustand genießbar. Er kann natürlich ebenso gut auf traditionelle Weise gekocht werden – oder gebraten, frittiert oder gebacken.

Und wenn schon Spargel und Rhabarber frisch zu bekommen ist, sollte die Gelegenheit auch gleich für eine kulinarische Vereinigung genutzt werden. Die könnte zum Beispiel – für eine große Portion oder zwei kleinere in Vorspeisengröße – so aussehen:

Gebratener Spargel mit Rhabarber-Vinaigrette

  • 10 Stangen Spargel
  • 1 Stange Rhabarber
  • 1 EL Zucker
  • 50 ml Gemüsefond
  • 1 EL Rotweinessig
  • (gegebenenfalls 1 EL Granatapfelsirup oder 1 Stück Rote Bete für die Farbe)
  • 1 EL gutes Olivenöl und etwas Öl um Anbraten
  • Zitronensaft
  • Salz und Pfeffer
  • 1 Stängel Basilikum

Der Spargel wird wie gewohnt geschält und von den holzigen Enden befreit. Anschließend kommt er in eine Pfanne mit heißem Öl, in dem er solange gebraten wird, bis er leicht gebräunt, aber immer noch bissfest ist.

Den Rhabarber schälen, die Stange halbieren und danach in Würfel von ungefähr einem halben Zentimeter schneiden. Wer statt mit Granatapfelsirup der Vinaigrette lieber mit etwas Roter Bete zu Farbe verhelfen möchte, braucht dazu nicht mehr als zwei bis drei dünne Scheiben. Der Zucker wird bei mittlerer Hitze in einem Topf erwärmt, der Rhabarber, die Rote Bete/der Granatapfelsirup, der Gemüsefond und der Essig werden dazugegeben und dürfen anschließend gemeinsam kurz köcheln. Danach geht das Ganze durch ein Sieb, der Sud wird aufgefangen und mit etwas Öl, Salz und Pfeffer (und je nach Geschmack mit einem Spritzer Zitronensaft) abgeschmeckt.

Der Spargel wird ungefähr 20 Minuten in der Vinaigrette mariniert. Zum Anrichten noch den Rhabarber und ein paar Basilikumblätter über den Spargel geben und fertig ist das Frühlings-Gericht. Die Beilagenempfehlung wäre zum Beispiel mit Ziegenfrischkäse gratiniertes Baguette.

Spinat

Den kennen viele möglicherweise nur aus der Tiefkühlabteilung, obwohl er gerade jetzt Saison hat und daher ganz frisch aus dem Garten oder zumindest vom Feld zu bekommen wäre (tatsächlich gibt es auch im Winter noch Spinat, dann allerdings nur noch die groben Blätter). Der Spinat ist im Frühling in zwei Varianten verfügbar, entweder lose als Blattspinat oder als kompletter Wurzelspinat. Im Gegensatz zu den tiefgekühlten Produkten bietet der frische Spinat eine sehr viel größere Bandbreite an Verarbeitungsmöglichkeiten – ob roh als Spinat oder in irgendeiner Form gegart, die feinen Blätter geben Hobbyköchen einigen kreativen Spielraum.

Mit Kalium, den Vitaminen C, E und B, dem Provitamin A und Folsäure leistet das Blattgemüse außerdem einen nicht unbeträchtlichen Beitrag zur gesunden Ernährung. Der extrem hohe Eisengehalt hat sich inzwischen allerdings als falsch herausgestellt. Richtig ist zwar, dass Spinat auch Eisen enthält, aber eben längst nicht in der Größenordnung, wie sie lange Zeit angenommen wurde.

Weil die maximale Aufbewahrungszeit des frischen Spinats selbst im günstigsten Fall nur zwei Tage beträgt, ist eine möglichst schnelle Verarbeitung angesagt. Im Zweifelsfall kann er aber einfach zwei bis drei Minuten blanchiert und anschließend tiefgekühlt werden. Damit verlängert sich die Haltbarkeit mit geringem Aufwand auf bis zu ein Jahr. Andererseits ist es gut denkbar, dass bei manchen Gerichten ohnehin nicht mehr viel übrig bleibt, was der Kühltruhe übergeben werden könnte – wie etwa Südtiroler Spinatknödel mit brauner Butter.

Dazu braucht es:

  • 300 g frischer Blattspinat
  • 150 g getrocknetes Weißbrot
  • 200 ml warme Milch
  • 2 Eier
  • 1 Zwiebel
  • 1 EL Butter
  • 2 Zweige Petersilie
  • 4 EL Mehl
  • 1 EL Speisestärke
  • Salz, Pfeffer, Muskat

Das Weißbrot muss, sofern noch nicht geschehen, gewürfelt werden, bevor die warme Milch darüber gegossen wird. Während die Masse zieht, kann der Spinat schon blanchiert, abgegossen, abgeschreckt und nach dem Ausdrücken fein gehackt werden. Die Zwiebel wird ebenfalls gewürfelt und in der Butter angedünstet. Der Spinat kommt mit in die Pfanne und nach kurzem Anbraten in die Schüssel mit dem aufgeweichten Weißbrot.

Dem werden Mehl, Speisestärke und die verquirlten Eier hinzugegeben, ebenso wie die gehackte Petersilie. Zusammen mit den Gewürzen das Ganze einmal unterheben und für etwa 15 Minuten stehen lassen. Das reicht in jedem Fall, um in der Zwischenzeit Salzwasser in einem großen Topf zum Sieden zu bringen und die Knödel zu formen. Die verbringen anschließend weitere 15 Minuten im heißen Wasser (das übrigens nicht kochen sollte).

Für die Braune Butter müssen dann nur noch 100 g Butter und etwas geriebener Hartkäse in der Pfanne geschmolzen werden. Bestens geeignet als Zugabe sind frische Champignons – die haben nämlich momentan Saison und können dieses Frühlingsrezept geschmacklich noch einmal aufwerten – sofern das überhaupt notwendig ist.

Nach der Ernte ist vor der Ernte

Der Frühling ist selbstverständlich nicht nur Erntesaison, sondern vor allem die Zeit, in der viele Obst-, Gemüse- und Salatsorten ausgesät und angepflanzt werden. Davon ist wiederum ein großer Teil bestens geeignet, um sogar auf dem heimischen Balkon gezogen zu werden – viel näher kann die Obst- und Gemüseabteilung wirklich nicht mehr liegen.

Pflücksalate sind teilweise zwar schon ab April oder deutlich früher zu bekommen, aber das Frühjahr ist außerdem bestens für die Aussaat geeignet. Bei nachwachsenden Sorten wie Lollo Rosso oder Eichblattsalat ist der Nachschub sogar bis in den Sommer gesichert. Petersilie kann derzeit wieder auf den Balkon umgesiedelt werden, genauso wie Gurken. Möhren können theoretisch sogar schon einige Monate früher gesät werden, allerdings ist es auch im vollsten Frühling noch nicht zu spät – tatsächlich können die Karotten bis in den Sommer hinein noch gezogen werden.