Moorbeetpflanzen - wie Rhododendren, Lavendelheide und Lorbeerrosen - benötigen meist einen leicht sonnigen bis halbschattigen, sauren-humosen Gartenboden (pH-Wert von 5-6). Zudem sind diese Gehölze überwiegend Flachwurzler, was gerade bei einer Pflanzung in kalkhaltigen Böden Vorteile hat.
Um zu vermeiden, dass von unten kalkhaltiges Wasser durch die Kapillarwirkung nach oben an die Wurzeln des frisch gepflanzten Gehölzes gelangt, müssen Sie die Pflanzgrube 0,6-0,8 Meter tief ausheben. Staunässe muss unbedingt vermieden werden: Lockern Sie den Grund der Grube gut auf und achten Sie darauf, dass die Grube einen ausreichend großen Durchmesser aufweist, damit diese im Alter nicht zu klein wird - lieber etwas größer anlegen.
Auf den Grund der Pflanzgrube geben Sie zuerst ein Vlies, dann eine Schicht aus grobem Kiesel oder Splitt und darauf wiederum ein Vlies, damit sich das Erden/Substrat-Gemisch nicht mit den Kieselsteinen mischen kann. So haben Sie eine Kapillarsperre und kalkhaltiges Wasser kann nicht mehr hochgedrückt werden. Nun können Sie die Pflanzgrube mit Rhodohum Moorbeeterde und Floratorf von Floragard auffüllen.
Nachteil dieser Pflanzung: Durch die Kapillarsperre kann kein Grundwasser mehr an die Pflanze, daher muss auf eine witterungsorientierte Bewässerung geachtet werden. Gerade immergrüne Rhododendren in sonniger Lage benötigen auch im Winter eine ausreichende Wasserversorgung und müssen in frostfreien Zeiten gegossen werden.
Mein Tipp: Legen Sie eine Bewässerungsleitung von Ihrem Regenwassertank zur Moorbeet-Pflanzung. Bei Neuanlagen empfehle ich, Moorbeete im leichten Schatten des Gartenhäuschens anzulegen, damit das Regenwasser von diesem Dach als Gießwasser genutzt werden kann: Damit spart man sich das Verlegen von Leitungen und das Schleppen vieler Gießkannen.