Binnen kurzer Zeit gelangen ganze Völker kleiner Tierchen vor allem auf frische und neue Triebe vieler Pflanzenarten, stechen dort die Triebe an und ernähren sich von dem Pflanzensaft. In der Regel ist der Schaden ansich für die Pflanze nicht weiter schlimm, allerdings führen Folgeerscheinungen wie Sternrußtau auf den besiedelten Blättern - durch die Ausscheidungen der Blattläuse - langfristig zum Blattverlust. Auch ist zu beobachten, dass Ameisen Blattläusen sehr wohl gesonnen sind: Ameisen schätzen die süßlichen Ausscheidungen, daher schützen und beschützen sie die Blattläuse. Blattläuse werden ca 1-2 mm groß und erscheinen in den unterschiedlichsten Farben - gelblich, grünlich, rötlich oder schwarz - selbst geflügelte Blattläuse treten in unseren Gärten auf.
Wie wohl überall in der Natur ist gerade eine geschwächte Pflanzen anfälliger gegen Erkrankungen und Schädlingsbefall. Eine ausreichende Wasser- und Nährstoffversorgung und eine bewusste Standortwahl beugen der Schädlingsbekämpfung vor.
Gerade bei Ziersträuchern mit üppigem Blütenflor wie Hibiskus, Gartenjasmin, Edel- und Beetrosen ist eine ausreichende Versorgung und Pflege sehr wichtig, da sehr viel Kraft in die enorme Blütenpracht investiert wird und es schnell zu Mangelerscheinungen kommen kann.
Blattläuse haben viele natürliche Feinde - sie stehen auf dem Speiseplan von Marienkäfern, Florfliegen, Schlupfwespen, Vögeln und vielen mehr: Bieten Sie diesen nützlichen Tieren ein Zuhause und installieren Sie Nützlingshäuser und Insektenhotels in Ihrem Garten.
Neben den tierischen Feinden meiden die Blattläuse auch Pflanzen wie Lavendel, Thymian, Rosmarin, Salbei oder Ysop, da Sie deren ätherische Öle nicht vertragen.
Alternativ können Sie die befallenen Triebe auch mit einem starken Wasserstrahl oder einer Schmierseifenlösung behandeln.