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Bambus

Bambus

Der Bambus liebt je nach Sorte einen Standort in halbschattiger bis vollsonniger Lage. Der Gartenboden darf nicht zur Staunässe neigen, da auch die Rhizome Sauerstoff benötigen. In diesem Falle ist es ratsam, den Gartenboden mit Sand, Splitt oder Kies durchlässiger zu gestalten.

Bei der Pflanzung

  • Die Pflanzgrube sollte ca. doppelt so groß wie der Wurzelballen ausgehoben werden. Lockern Sie den Grund der Grube auf um zu gewährleisten, dass sich überschüssiges Wasser nicht im Wurzelbereich stauen kann.
  • Setzen Sie den Bambus nicht tiefer ins Pflanzloch, als wie er im Kulturtopf eingepflanzt ist. Bei ausläuferbildenden Sorten ist eine Rhizomsperre sehr empfehlenswert, da sich der Bambus sonst in Ihrem Garten ungehindert ausbreiten kann - und wird! Eine Rhizomsperre aus gehärtetem, UV- beständigem PE-HD-Material ist einfach einzubauen (Anleitung). Wichtig: Bauen Sie die Sperre so ein, dass diese ca. 5-8 cm über den Boden ragt. Kontrollieren Sie die Rhizomsperre regelmäßig insbesondere zur Wachstumszeit: Da der Bambus zu den Flachwurzlern gehört kann es vorkommen, dass ein Rhizom über die Sperre hinweg in den Garten wächst. Schneiden Sie in diesem Fall das Rhizom diesseits der Sperre ab und entsorgen das abgeschnitte Stück aus Ihrem Garten!
  • Nun füllen Sie die Pflanzgrube wieder mit Gartenerde auf und drücken diese fest an. Pflanzerde zur Bodenverbesserung finden Sie unter der Kategorie Erden & Substrate
  • Ein Gießwall um den Bambus erleichtert den letzten, aber wichtigsten Arbeitsschritt, das Wässern nach der Pflanzung. Bitte schlemmen Sie den Wurzelballen und den umliegenden Gartenboden kräftig ein. So schließen sich eventuelle Hohlräume in der Pflanzgrube.
  • Auch nach der Pflanzung ist ein witterungsorientiertes Gießen sehr wichtig.

Dünger

Sie sollten Ihren Bambus jährlich im Frühling (ca. März) und nochmals im Sommer (Ende Juni/Anfang Juli) mit einem stickstoffbetonten Volldünger wie zum Beispiel Manna Spezial Gartendünger düngen. So geben Sie Ihrem Bambus alle wichtigen Nährstoffe, die dieser zum Wachsen braucht.

Rückschnitt

  • Ein Rückschnitt ist im Sinne der Verjüngung nicht nötig. Allerdings kann der Bambus je nach Belieben zurückgeschnitten, bzw. eingekürzt werden. Die ausgereiften Halme eignen sich bestens für selbstgebaute Rankgerüste oder Dekorationen.
  • Selbst ein Heckenschnitt ist gerade mit den Phyllostachys sehr gut möglich.
  • Um die Halme von Solitärpflanzen zu betonen, bietet sich ein Aufasten der vorderen Halme im unteren Bereich an. So gewinnt die Pflanze an optischer Tiefe.

Winterschutz

Die Frosthärte der unterschiedlichen Sorten entnehmen Sie bitte der Artikelbeschreibung, denn diese ist natürlich eng mit dem gewählten Standort verbunden. An einem geschützten, halbschattigen Standort (gerade der Schutz vor Wintersonne kann entscheidend sein) verträgt die Pflanze mehr Kälte als an einem windigen, vollsonnigen Standort - beziehen Sie dies bei Ihrer Gartenplanung mit ein. Ein Einpacken der Bambus-Pflanze mit Schilfmatten oder Winterschutzvlies kann bei starken, langanhaltenden Frösten nötig werden.

Durch die immergrüne Belaubung ist die Kombination aus langanhaltenden, starken Frösten und Wintersonne sehr gefählich. Der Bambus kann bei solch einer Witterung verdursten: Auch wenn bei Frost kein Wasser mehr von unten aufgenommen werden kann, findet die Verdunstung weiter an den Blättern statt.

Tipp: Nutzen Sie die Zeit zwischen Frostperioden um gerade die Bambusexemplare in sonniger, exponierter Lage zu gießen. Bei starken und anhaltenden Frösten niemals mit heißem Wasser versuchen den Wurzelbereich aufzutauen.

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